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Gewesen im WS 2010/2011: DIE ALPEN IM WANDEL

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 10/11 in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg:
Vorträge jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I, Hauptstr.1 Freiburg (während der Zeit der Baustelle Habsburger Strasse zu erreichen mit der Buslinie 28 ab Bertoldsbrunnen, Theater, Fahnenbergplatz oder Siegesdenkmal bis Hauptstraße / Botanischer Garten).


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Mittwoch, 27.10.2010
Prof. Dr. Thomas Kenkmann, Freiburg:

Die Entstehung der Alpen

 Mittwoch, 10.11.2010

„Der gefesselte Strom“
Filmdokumentation über den Alpenrhein, mit Computer-Animationen der Urgeschichte, seltenem Archivmaterial, Experteninterviews zum heutigen Zustand des Rheins und einem visionären Blick in die Zukunft. Herausgeber ist die „Internationale Regierungskommission
Alpenrhein“.

Mittwoch, 24.11.2010
Dr. Benno Furrer, Zug/CH:

Baukultur in den Schweizer Alpen - zwischen Tradition und Moderne

In der unterschiedlichen Topographie der Schweizer Alpen entstand im Laufe der Zeit ein ebenso abwechslungsreiches wie vielgestaltiges Gefüge von bäuerlichen Bewirtschaftungssystemen. Im alpinen Mehrstufenbetrieben zwischen Tal, Maiensäss und Alp sind die Wohn- und Ökonomiebauten in ihrer Formenvielfalt Ausdruck für ein bäuerliches Wirtschaften, das Risiken und Nutzung gut abzuwägen verstand. Gegenüber Einflüssen aus Solddienst und Fernhandel blieb die Baukultur lange Zeit erstaunlich resistent. Nach Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich einzelne Talschaften dank Strassen- und Bahnbau sowie Kraftwerkanlagen tiefgreifend verändert. Heute liefern international renommierte Architekten Beispiele, wie zeitgemäße ländliche Bauten entstehen können, ohne die kulturelle Vielgestaltigkeit zu negieren.

Mittwoch, 01.12.2010
Prof. Dr. Martin Funk, ETH Zürich:

Die Gletscher der Alpen und ihre Veränderungen

Mittwoch, 15.12.2010
Prof. Dr. Christian Körner, Universität Basel:

Die Baumgrenze der Alpen: Phänomene, Ursachen, Dynamik

Seit über hundert Jahren heftig diskutiert, blieb die Ursache des weltweiten Phänomens Waldgrenze gefangen in regionalen Interpretationsversuchen. Ein globals Phänomen ruft aber nach einer globalen Antwort. Heute können wir die geben. Der Vortrag wird aufzeigen, dass es eine globale Isotherme gibt auf der alle natürlichen Waldgrenzen der Erde mit erstaunlich geringen regionalen Abweichungen liegen. Warum die Härte des Bergklimas gerade Bäume trifft und nicht alle Pflanzenarten hat weder mit einem evolutiven Rückstand der Bäume oder Unzulänglichkeiten im Stoffwechsel zu tun, sondern lässt sich durch physikalische Faktoren erklären. Die Hörer werden nach dem Vortrag verstehen, warum zwischen einem Baum an der Waldgrenze, dem Gletscherhahnenfuss, und dem Winterraps auf den Feldern kein grundsätzlicher Unterschied in der physiologischen Bewältigung von Kälte besteht. Die Waldgrenze der Alpen fügt sich perfekt in das globale Muster ein. Mit steigender Temperatur wird sie ansteigen. Schon heute zeigen Bäume an der alpinen Waldgrenze exzeptionelle Zuwächse.

Literatur: Körner, Ch. (2003): Alpine Plant Life (Springer, Berlin)

Mittwoch, 19.01.2011
Dr. Michael Nobis, WSL Birmensdorf:

Flora und Vegetation der Schweiz (er Alpen) und ihre Veränderungstendenzen
in jüngerer Zeit

Die Schweiz beherbergt auf kleinem Raum eine außerordentlich artenreiche Farn- und Blütenpflanzenflora. Neben vielfältigen Natur- und Lebensräumen sind es gerade einschneidende Ereignisse in der Florengeschichte des Landes, die zu diesem Reichtum beigetragen haben und bis heute in der Vegetation sichtbar sind. Ausführlich geht der Vortrag dann auf Chancen und Risiken aktueller Floren- und Vegetationsveränderungen ein, die durch Landnutzungs- und Klimawandel ausgelöst werden.

Mittwoch, 02.02.2011
Dr. Wolfgang Langer, Freiburg:

Eine endemische Pflanzenreise durch
die Alpen von Nizza bis Wien

Die Alpen sind das mächtigste und größte Gebirge Europas. Sie erstrecken sich von den Ligurischen Alpen im Westen bis zum Wiener Schneeberg im Osten über eine Länge von mehr als 1.000 km und über eine mittlere Breite von etwa 200 km. Mit 4.807 m ist der Montblanc die höchste Erhebung. Die übrigen
großen europäischen Gebirge wie die Pyrenäen, der Apennin und die Karpaten sind kleiner und niedriger. Von allen europäischen Gebirgen sind die Alpen am besten erschlossen und haben eine Fülle großartiger und unterschiedlicher Gebirgslandschaften ausgebildet. In ihnen finden wir mit über 5.000 Pflanzenarten eine vielfältige, aber auch recht eigenständige Pflanzenwelt. Etwa 450 Arten wachsen nur in den Alpen, sie werden Alpenendemiten genannt. Einige von ihnen sind sehr selten und haben nur punktuelle Vorkommen.
Auf unserer Reise zu den endemischen Pflanzen der Alpen von Nizza bis zum Wiener Schneeberg möchte ich ihnen ausgewählte Alpenendemiten in ihrer großartigen Landschaft zeigen.

Mittwoch, 16.02.2011
Prof. Dr. Klaus C. Ewald/CH:

Die ausgewechselte Landschaft.
Über den Umgang der Schweiz mit ihrer Kulturlandschaft

Der Vortrag dokumentiert mit vielen Bildern die Entwicklung der Schweizer Landschaft seit dem vorletzten Jahrhundert. In unserem mitteleuropäischen Raum entstand die traditionelle Kulturlandschaft durch menschliche Nutzung, wobei das Schöne und Wirtschaftliche nicht im Widerspruch zu einander standen, sondern sich gegenseitig ergänzten. Jedes Landschaftselement, jeder Flurname erzählte eine eigene Geschichte, die der Mensch lesen und abrufen konnte. Die Landschaft hat dadurch ein Gedächtnis erhalten. Doch das Langzeitgedächtnis der Landschaft droht zu erlöschen. Mittlerweile sind fast alle Kulturgrenzen in der Landschaft bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Die meisten Landschaftselemente wurden ersatzlos beseitigt. Nachdem man im letzten halben Jahrhundert die Landschaft mehr oder weniger nur als ökonomisches Potential betrachtet hat, wird die Abwesenheit einer "geistigen Dimension" spürbar.

 

 

Ganztägiges Seminar
WALDNUTZUNG UND WALDNATURSCHUTZ


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veranstaltet von der Akademie für Ländlichen Raum (ALR) in Kooperation mit der Universität Freiburg (ALU), dem BLNN und dem Naturmuseum Freiburg:

Mittwoch, 26.01.2011, ganztägiges Seminar, 9-17.00h:
Örtlichkeit verlegt
, nun:  Hörsaal im Institut für Pharmazie, Albertstr. 25 (= Otto-Krayer-Haus)
Hörsaal in Hermann-Herder-Str. 5

Perspektiven der Waldnutzung und des Waldnaturschutzes
Themenfelder: Verhältnis von Nutzung und Schutz der Wälder, FFH-Gebiete, Auerwild und Waldbewirtschaftung.

Unkostenbeitrag: 12 €

 

 

Weitere Vorträge und Exkursion

in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg, Vorträge jeweils in der Bibliothek des Alemannischen Instituts, Bertholdstraße 45, Rückgebäude:

Donnerstag, 04.11.2010, Vortrag, 18.00 Uhr c.t. bis 19.30 Uhr
Gerhard Bartl, Regierungspräsidium Freiburg:

Fisch und Fischerei im Rhein.
Historie und Gegenwart.
Eintritt frei

 

Samstag-Sonntag, 23.-24.10.2010, Einführungsvortrag und Exkursion

„Für das Heil von Körper und Seele“
Christliches Totengedenken und mittelalterliche Gartenanlagen - zwei Ausstellungen in St. Gallen

Samstag, 18.15 h:

Einführung in die Thematik beider Ausstellungen
durch Prof. Dr. D. Geuenich. Sonntag, Abfahrt 8 h Konzerthaus
Freiburg, Rückkehr gegen 19 Uhr:
Exkursion nach St. Gallen,
geführt von Prof. Dr. D. Geuenich (Freiburg) in Zusammenarbeit mit
Dr. P. Erhart und Prof. Dr. E. Tremp (St. Gallen).

Kosten: 40 €, für Studierende ermäßigt 30 €. Verbindliche Anmeldung bis 08.10.2010 in der Geschäftsstelle des Alemannischen Instituts.

 

Hinweise für Referenten

 
 

 

Kühl, M. Gessert, S. (2010): Entwicklungsbiologie (Reihe UTB basics) 271 S. E. Ulmer, Stuttgart.
ISBN 978-3-8252-3331-0
 
Entwicklung von Indikationssystemen am Beispiel der Elbaue
Naturschutz und Landschaftsplanung

Stuttgart. Flussauen zählen zu den komplexesten und artenreichsten Ökosystemen Europas. Massive Eingriffe des Menschen in diesen Lebensraum können die Auen stark verändern und für manche Tier- und Pflanzenarten unbewohnbar machen. Das neu erschienene Fachbuch „Entwicklung von Indikationssystemen am Beispiel der Elbaue“ (Verlag Eugen Ulmer) stellt ein Indikationssystem vor, das es ermöglicht, Veränderungen durch Eingriffe in die Landschaft sicher abzuschätzen.
Das Buch gibt dem Leser einen Überblick über Indikationssysteme in Gewässern, stellt ausführlich die methodischen Grundlagen zur Ableitung von Indikationssystemen vor und geht am Beispiel des Verbundprojektes RIVA der Entwicklung von Indikationssystemen in Auen nach. Die einzelnen Kapitel spannen einen Bogen von der methodischen Herangehensweise über die Erfassung der abiotischen Rahmenbedingen und Leitparameter, zu den untersuchten biotischen Kompartimenten, bis hin zur Synthese der einzelnen Ergebnisse mittels statistischer Auswertungsmethoden und Überführung der Ergebnisse in ein Indikationssystem und in Prognosemodelle.

175 s/w Abbildungen, 60 Tabellen
Gebunden mit CD.
49,90 €

Scholz, M., Henle, K., Dziock, F. Stab, S., Foeckler, F. (2009): Entwicklung von Indikationssystemen am Beispiel der Elbaue. 482 S., E. Ulmer, Stuttgart.
ISBN 978-3-8001-4427-3
 
Mikrobiologie
Komprimiertes Wissen

Stuttgart. Mikrobiologie ist die mit Abstand umfassendste biologische Disziplin. Mikrobiologen definieren ihre Arbeit daher weniger nach organismischen Gruppen, sondern verfolgen eher funktionelle Sichtweisen. Das neue einführende Lehrbuch „Mikrobiologie“ (Verlag Eugen Ulmer) favorisiert die integrierende Sicht auf die Biologie der Mikroorganismen. Es verschafft Studenten einen umfassenden Überblick über diesen Teil der Biologie.
Das Buch konzentriert sich auf Bakterien und Archäen (beides Prokaryoten) und Pilze (aus der Domäne der Eukarya). Die Organismusgruppen werden phylogenetisch, nach ihrer aus Sequenzdaten und fossilen Befunden abgeleiteten Entstehungszeit sortiert und vorgestellt und damit ein Verständnis für die Entwicklung der Organismen aufgebaut. Das Buch beinhaltet Kapitel über „Präbiotische Evolution“, prokaryontische Zellen, die Domäne Bacteria, Bakteriophagen, Archaea, Eumycota und Pilz ähnliche Organismen. Im Gegensatz zu anderen Lehrbüchern der Mikrobiologie werden Pilze vom Umfang her fast gleichberechtigt mit den prokaryontischen Lebewesen behandelt, um auch mikrobiologische Ansätze der Biotechnik zu präsentieren. Merksätze, Definitionen und Boxen erleichtern das Lernen. Prüfungsfragen am Ende jedes Kapitels fördern das Verständnis.

131 Abbildungen
19,90 €

Wöstemeyer, J. (2009): Mikrobiologie. 208 S., E. Ulmer, Stuttgart.
ISBN 978-3-8252-3284-9
 
 

Gewesen Winterhalbjahr 2009 / 2010:

Natur in unserer Kulturlandschaft

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im  WS 09/10 in Kooperation mit den Adelhausermuseen Freiburg, Abt. Naturkunde  und der Universität Freiburg

Die Vorträge finden im Hörsaal des Instituts für Biologie I (Zoologie) Hauptstraße 1, Freiburg, statt,
(zur erreichen mit der Linie 2 bis Hauptstraße / Botanischer Garten)
Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.
Eintritt frei
 

Mittwoch, 28.10.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Alte Steinbrüche und ihre Bedeutung für Flora und Fauna – Ergebnisse einer Studie in bayerischen Steinbrüchen und Übertragbarkeit auf die Regio anhand von Beispielen
Dipl.-Ing. Sabine Gilcher, Gaede & Gilcher Partnerschaft, Freiburg

Mittwoch, 11.11.2009, 13-18 Uhr Ökostation Freiburg, Falkenberger Straße 21B, Freiburg

Zustand und Zukunft der Landwirtschaft und des Grünlandes im Schwarzwald
verschiedene Referenten (siehe separates Programm)

Mittwoch, 18.11.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Erfolgreiche Naturschutzprojekte mit PLENUM im Kaiserstuhl
Matthias Hollerbach, „PLENUM Kaiserstuhl“, Landratsamt Freiburg

Am Kaiserstuhl wird mit dem Förderprogramm PLENUM eine naturschutzorientierte Regionalentwicklung verfolgt. Matthias Hollerbach, Projektmanager der Geschäftsstelle PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl, wird am Mittwoch, den 18.11.2009 in einem Vortrag die Naturschutzansätze von PLENUM anhand einiger Beispiele vorstellen. Im ersten Teil stehen erfolgreiche Kooperationsprojekte mit Winzern und dem Naturzentrum Kaiserstuhl im Mittelpunkt, die zur Instandsetzung und Pflege wertvoller Biotope in der Weinbergsflur dienen. Im zweiten Teil geht es um aktuelle Entwicklungen und Projekte bezüglich einer naturschutzgerechten Pflege und Aufwertung von Rebböschungen. Anhand dieser Beispiele wird Matthias Hollerbach auch beleuchten, mit welchem Naturschutzverständnis PLENUM arbeitet und welche Rolle das PLENUM-Projektmanagement in der Region im Hinblick auf die Akzeptanz und die Realisierung von Naturschutzmaßnahmen spielt.
 

    

Mittwoch, 02.12.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Naturschutz und Tourismus: Unvereinbare Gegensätze? Beispiel Feldberg
Dr. Stefan Büchner, Naturschutzzentrum Feldberg
 

Der Feldberg im Schwarzwald. Die vielfältige Landschaft mit ihrer reichen Ausstattung unterschiedlichster Lebensräume und einer Vielzahl außerordentlich seltener Pflanzen und Tiere bildet die Grundlage für das größte und älteste Naturschutzgebiet in Baden-Württemberg. Aber der höchste Schwarzwaldberg zieht auch - wie alle höchsten Punkte auf der Welt - die Menschen an: 1 bis 1,5 Millionen Besucher jährlich wollen sich im beliebten Ski- und Wandergebiet des knapp 1500 m hohen Feldbergs erholen. Die Situation ist symptomatisch: Nur allzu oft entsteht in unserem dicht besiedelten Land dieser Konflikt zwischen Tourismus und Naturschutz, weil beide die gleichen Grundlagen suchen: Naturnahe Gewässer, Felslandschaften, strukturreiche Wälder, Mittelgebirge, alpine Landschaften die Liste könnte lang fortgesetzt werden.

Und nicht genug damit, wird der Klimawandel wohl noch ganz neue Herausforderungen mit sich bringen. Auf der einen Seite die Veränderung der Schutzgüter durch das Aussterben (oder auch Hinzukommen) von Arten und die unumkehrbare Veränderung schützenswerter Lebensräume, auf der anderen Seite die rührige Freizeitindustrie, die immer neue Sportarten erfindet, um z. B. Wintergäste auch in schneearmen Zeiten zu beschäftigen.
Dr. Stefan Büchner, Leiter des Naturschutzzentrums Südschwarzwald am Feldberg, gibt in seinem bildreichen und pointierten Vortrag am Beispiel des Feldbergs einen Überblick über die Konfliktlage und zeigt Wege zu einem konstruktiven Miteinander zwischen Naturschutz und Tourismus auf.

Mittwoch, 16.12.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Wiederherstellung von Auen großer Flüsse am Beispiel von Donau und Rhein
Prof. Dr. Emil Dister, Dr. Erika Schneider, Auen-Institut Rastatt

Mittwoch, 13.01.2010, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Die Wildkatze am Kaiserstuhl – wissenschaftliche Grundlagen für aktuelle Fragen
Stephanie Kraft und Ariane Lorenz, Forstliche Versuchsanstalt Freiburg

Mittwoch, 27.01.2010, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

„Rezepte gegen lila Kühe“ – über den touristischen Umgang mit Weidelandschaften. Beispiele aus dem Münstertal und dem Kaiserstuhl.
Dr. Thomas Coch, Gemeinde Münstertal

Mittwoch, 10.02.2010, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Die Zukunft des Waldes in Mitteleuropa
Prof. Dr. Ernst-Detlev Schulze, Max Planck-Institut für Biogeochemie, Jena

Samstag, 06. März 2010, nachmittags

Martial Boutantin, Société d’Histoire Naturelle de Colmar
Führung durch das Naturkundemuseum in Colmar

Treffpunkt zur Bildung von Fahrgemeinschaften: 12.30h, P&R-Parkplatz Padua-Allee; 2. Treffpunkt 14.00h Musée d'Histoire Naturelle et d'Ethnographie Musée de France, 11 rue Turenne, 68000 Colmar
 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung am 15. Mai 2009
von: Andreas Braun
Die Mitgliederzahl steigt
FREIBURG. Einen Anstieg der Mitgliederzahl konnte die Vorsitzende des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN), Regina Ostermann, bei der Jahresversammlung vermelden. "22 Neue in einem Jahr – viele davon noch relativ jung, das ist schon beachtlich", freute sich die Forstwissenschaftlerin.
Die positive Entwicklung zeige, dass Naturschutzthemen nach wie vor aktuell seien, was auch das Interesse am Mooswaldbuch des Vereins belege, sagte Regina Ostermann. Allerdings seien die Exkursionen neuerdings nicht mehr so stark besucht wie früher, wofür vielleicht ein Überangebot an naturkundlichen Veranstaltungen in Freiburg verantwortlich sein könnte. "Vielleicht sollten unsere Ausflüge zukünftig eher einen halben Tag anstelle eines ganzen gehen", meinte der zweite Vorsitzende Albert Reif. Neuigkeiten gab es auch in Sachen Bibliothek, deren Verortung aufgrund der Veränderungen in der Freiburger Museumslandschaft in den vergangenen Jahren mehrfach unklar war: Sie bleibt im Naturkundemuseum, wird demnächst aber innerhalb des Gebäudes umziehen. Laut Norbert Widemann vom Adelhausermuseum müsse der Buchbestand abgespeckt werden, weil es am neuen Standort weniger Platz gebe.
Die Vorsitzende des Vereins, Regina Ostermann, ehrte Helge Körner, der nach 23 Jahren nicht mehr als Schriftleiter kandidierte. | Foto: Andreas Braun
Anschließend stellten die Fachschaften des Vereins ihre Aktivitäten vor. Nadine Reinhard von der Arbeitsgruppe Naturschutz berichtete von einer anstehenden Untersuchung über den Weißen Waldportier (eine seltene Schmetterlingsart) im Kappler Großtal. Erfreulich gut laufe die Erfassung der Käferwelt am Kaiserstuhl: "Wir haben bereits eine Liste mit mehr als tausend Arten zusammen", erläuterte Frank Baum vom insektenkundlichen Arbeitskreis.

Bei den Vorstandswahlen gab es keine Überraschungen. Eine große Lücke hinterlässt jedoch Helge Körner, der nach 23 Jahren aus persönlichen Gründen nicht mehr für das Amt des Schriftleiters der wissenschaftlichen Vereinszeitschrift kandidierte. Körner, bekannt als Herausgeber des Mooswald- und Schönberg-Buchs, war bis 2005 Vorsitzender des Vereins. Für sein Engagement bedankte sich Vereinschefin Ostermann mit einem Buchpräsent. Zunächst wird Peter Rasch, zuständig für den Internetauftritt des Vereins, die Aufgabe kommissarisch wahrnehmen.

Wahlergebnisse: Vorsitzende Regina Ostermann, stellvertretender Vorsitzender Albert Reif, Rechner Wolfgang Müller, Schriftführer Barbara Hahn und Joachim Bammert (alle wie bisher); kommissarischer Schriftleiter: Peter Rasch.
Mitgliederzahl: 532.
Termine: Exkursionen zur Rastatter Rheinaue (16. Mai) und in den Schweizer Jura (11. bis 14. Juni), Mitwirkung beim Tag der Artenvielfalt (13. Juni).

 

Die Badische Zeitung berichtete am 23.09.08:


Das neue Mooswald-Buch präsentierten (von links) Herausgeber Helge Körner, die Vorsitzende des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) Regina Ostermann und der Verleger Ernst Lavori. (FOTO: BRAUN)
 
Siedlungen im Sumpfwald
Im Lavori-Verlag ist ein neues Buch über die Mooswälder in und um Freiburg erschienen

Von unserem Mitarbeiter Andreas Braun
MOOSWALD. "Die Mooswälder — Natur- und Kulturgeschichte der Breisgauer Bucht" ist der Titel eines neuen Buches, das die Initiatoren im Fritz-Hüttinger-Haus vorstellten. Insgesamt haben 36 Autoren an dieser 680 Seiten umfassenden Gebietsbeschreibung mitgearbeitet. Fachleuchte sprechen bereits von einem Standardwerk, das nicht nur die geschichtliche Entwicklung einer einzigartigen Landschaft wiedergibt, sondern zugleich auch zum Schutz der heutigen Mooswälder beitragen soll.
 
"Mit dem Begriff ,Mooswälder' sind diesmal ausnahmsweise nicht unsere Stadtteil-Bewohner, sondern die gleichnamigen Wälder gemeint" , erläuterte Bürgervereinsvorsitzender und Stadtrat Horst Bergamelli den rund 150 Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung. Dennoch habe die Doppeldeutigkeit durchaus etwas für sich: "Die Entwicklung der Mooswälder wurde nämlich stark von den Menschen geprägt, die sich in diesem Gebiet niedergelassen haben" , betonte Helge Körner, der das stattliche Werk nach jahrelanger Kleinarbeit ehrenamtlich im Auftrag des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) herausgegeben hat. Während früher beispielsweise die Schaffung neuer Siedlungsräume und die Gewinnung von Brennholz im Vordergrund gestanden hätten, käme dem Mooswald heutzutage eine neue Bedeutung als Naherholungsgebiet zu, in dem zugleich viele seltene Tiere und Pflanzen zu Hause seien.

"Das neue Buch ist daher nicht nur eine Natur-, sondern zugleich auch eine Kulturgeschichte des einst von sumpfigen Wäldern geprägten Naturraums zwischen Teningen und Mengen" , so Körner. Beiträge aus den Themenfeldern Geologie und Naturschutz hätten darin ebenso ihren Platz gefunden wie Artikel über archäologische Funde und die Herkunft von Orts- und Flurnamen in diesem Gebiet. Insgesamt liege der Schwerpunkt des neuen Buches aber im naturkundlichen Bereich, wobei auch aktuelle Fragestellungen — etwa über das verstärkte Auftreten von Wildschweinen und den zunehmenden Flächenverlust im Freiburger Mooswald — angesprochen würden.

"Das Buch entspricht in ganz besonderer Weise unseren beiden Vereinszielen, nämlich zum Schutz der Natur beizutragen und zugleich auch die Liebe zu ihr zu fördern" , meinte die BLNN-Vorsitzende Regina Ostermann. Deshalb sei es auch als Teil der wissenschaftlichen Mitteilungsreihe des Badischen Landesvereins erschienen und für dessen Mitglieder somit kostenlos erhältlich. Gemeinsam mit dem Bürgerverein und Verleger Ernst Lavori — selbst ein Mooswälder und im Bürgervereinsvorstand aktiv — hoffe man nun, dass sich das Buch rasch zu einem Standardwerk entwickeln werde. "Als solches könnte es bei anstehenden Entscheidungen Berücksichtigung finden und dadurch zum Schutz der Mooswälder vor weiteren drohenden Eingriffen, beispielsweise dem Ausbau der Auto- und Rheintalbahn, beitragen" , so Ostermann. Das Buch "Die Mooswälder — Natur- und Kulturgeschichte der Breisgauer Bucht" (680 Seiten, 29,80 Euro) aus dem Lavori-Verlag ist im Buchhandel erhältlich.

 

 
Inhalte des Grünlandseminar vom 11.11.2009
 

Die Rheinaue

Mittwoch, 22.10.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Die Rheinaue - Vom Wildstrom über die TULLA´sche Rheinkorrektur bis zum „Integrierten Rheinprogramm“
Dipl.-Ing. Othmar Huppmann, Regierungspräsidium Freiburg
 

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war der Oberrhein ein Wildstrom. Bei Hochwasser wurde er immer wieder zur Gefahr für Hab und Gut, Leib und Leben der Menschen. Wie viele Flüsse und Ströme wurde er deshalb „kultiviert“, es kam zur Rheinkorrektion. Die Landnutzung im Umfeld des Stromes war sicherer, aber gleichzeitig behielt der Strom einen Teil seiner Aue. Deiche trennten Beides. Mit dem Ausbau des südlichen Oberrheins zur Energiegewinnung in der Mitte des letzten Jahrhunderts wurden erneut 130 km² Auen und damit Überschwemmungsgebietsflächen vom Strom abgeschnitten. Der damit verbundene Verlust an natürlicher Hochwasserrückhaltung hat die Hochwassergefahr für die Unterlieger am Oberrhein drastisch erhöht, weshalb Frankreich und Deutschland die Wiederherstellung der Hochwassersicherheit vereinbart haben. Das Land Baden-Württemberg trägt dazu maßgeblich bei. Im Rahmen des hierzu entwickelten „Integrierten Rheinprogramms“ werden an 13 Standorten verschiedene Maßnahmen zur umweltverträglichen Hochwasserrückhaltung umgesetzt werden sowie Schritte zur Erhaltung und Regeneration der Auenlandschaft eingeleitet.

 
Regierungspräsidium Freiburg, Ausgebauter Rhein mit geplantem Rückhalteraum Wyhl/Weisweil

Peter Birmann (um 1800), Blick vom Isteiner Klotz Rhein-aufwärts gegen Basel, Kunstmuseum Basel
  Literatur:
Fachdienst Naturschutz (2000): Vom Wildstrom zur Trockenaue, Natur und Geschichte der Flußlandschaft am Oberrhein, Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg
Hügin, Gerhard (1962): Wesen und Wandel der Landschaft am Oberrhein, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart
HSK – Hochwasserstudienkommission für den Rhein (1978): Schlussbericht
Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg (1996): Rahmenkonzept des Landes Baden-Württemberg zur Umsetzung des Integrierten Rheinprogrammes, Materialien zum Integrierten Rheinprogramm, Band 7
Tulla, Johann Gottfried (1825): Über die Rektifikation des Rheins, von seinem Austritt aus der Schweiz bis zu seinem Eintritt in das Großherzogthum Hessen, Abschrift

Internet:
http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1188090/index.html

 

 

Mittwoch, 29.10.2008, 18.00 Uhr c.t. bis 19 Uhr 30 Vortrag in Hartheim im Gemeindehaus der katholischen Kirche:

Entstehungsgeschichte, aktueller Zustand und Zukunftsperspektiven der Trockenaue am südlichen Oberrhein
Prof. Dr. Albert Reif, Universität Freiburg
 

Der Vortrag am 29.10.2009 in Hartheim erklärt die Entstehung der Lebensräume der sog. „Trockenaue“ am südlichen Oberrhein und seine Zukunftsperspektiven. Das Gebiet der „Trockenaue“ umfasst die ehemaligen Auebereiche des Rheins vor der TULLA'schen Rheinkorrektur, also westlich des Hochgestades bis hin zum sog. „Restrhein“. Das Gebiet endet im Norden bei Breisach, im Süden reicht es bis zur Kandermündung südlich Neuenburg.

Die Trockenaue entstand nach der Korrektion des Rheins durch TULLA im 19. Jahrhundert, als durch Sohlenerosion der Flusslauf sich eintiefte. Die Böden verloren den Anschluss ans Grundwasser. Heute finden sich auf den kiesigen Böden trockenwarme Eichen-Lindenwälder, Gebüsch- und Rasenstadien. In den 60er Jahren erfolgten auf der Grundlage staatlicher Zuschüsse weitere Aufforstungen mit Kiefern, die bislang nur defizitär bewirtschaftet werden konnten. Naturschutzfachlich ist die Trockenaue daher gekennzeichnet durch ein Nebeneinander relativ geringwertiger und extrem hochwertiger Lebensräume. Vor allem aus Sicht des Arten- und Biotopschutzes wird der hohe entomologische Wert der offenen Xerothermstandorte herausgestellt. Eine sehr umfassende Zusammenstellung des existenten Wissens findet sich in der Monographie „Vom Wildstrom zur Trockenaue. Natur und Geschichte der Flusslandschaft am südlichen Oberrhein“ (LANDESANSTALT FÜR UMWELTSCHUTZ 2000).

Literatur:
GÄRTNER, S., NILL, M., PRINZ, J., ESSMANN & A. REIF (2008a): Transparenz in der Landschaftsplanung - Partizipation und Verwendung eines Entscheidungsunterstützungssystems am Beispiel xerothermer Lebensräume der „Trockenaue“ am Südlichen Oberrhein – Naturschutz und Landschaftsplanung 48 (8): 229-238.
REIF A (1996): Die Vegetation der Trockenaue am Oberrhein zwischen Müllheim und Breisach. - Ber. Naturforsch. Ges. Freiburg. 84/85: 81-150.
REIF A (1997a): Zielkonflikte im Naturschutz - Kontroversen und ihre Ursachen am Beispiel der Diskussion um die oberrheinische Trockenaue bei Breisach. - Naturschutz und Landschaftsplanung 29: 101-107.


Abb. 4: Solitäre stehende Stieleiche (Quercus robur) und durch
Mulchen gepflegter Halbtrockenrasen. 11.3.2007.

 
Abb. 1: Im Saumbereich eines Gebüschstadiums hat sich die Dingelorchis (Limodorum abortivum) angesiedelt. 15.5.2007.


Abb. 2: Der Schweizer Alant (Inula helvetica) befindet sich in der Trockenaue an seiner nördlichen Arealgrenze. 2.8.2007.


Abb. 3: Kiefernbestand mit dichtem Unterwuchs aus Waldrebe (Clematis vitalba). Eine Verjüngung von Baumarten ist hier nicht mehr möglich. 9.7.2005.

 

Mittwoch, 05.11.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Frühere und heutige Vegetation der Wälder am Oberrhein
Dr. Richard Hauschild, N.N.

 

Mittwoch, 19.11.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Landschaftsgeschichte am südlichen Oberrhein
Dr. Helmut Volk, Freiburg


Der Beitrag behandelt tiefgreifende Veränderungen der Landschaft in der Rheinaue und im Rheintal zwischen Basel und Mannheim. Näher beleuchtet wird der Ausschnitt der Rheinaue zwischen Sasbach und Rhinau sowie der benachbarte Landschaftsausschnitt des Rheintales. Betrachtet wird ein Zeitraum von 220 Jahren, zwischen 1790 und heute. Die wichtigsten Erkenntnisse sind: Die Auewälder am Rhein werden neu geschaffen als Folge der Rheinkorrektion. Sie entstehen als schmales, langes Waldband am begradigten Rhein anstelle früherer Gewässer-, Kies- und Sandbankflächen. In der Rheinaue war der Auewald der Jahre 1880 bis 1900 noch weit von seiner heutigen reichhaltigen Struktur entfernt; er befand sich erst in den Anfängen des systematischen künstlichen Aufbaus.

Die Waldflächen im Rheintal nehmen extrem stark ab. Der drastische Verlust der Wälder als Landschaftsbestandteile und Nutzungselemente geschah in zweifacher Form: Einerseits durch großflächige Rodung von Wald und Baumbestand für landwirtschaftliche Zwecke; andererseits gingen große Anteile an baumbestandener Landschaft verloren, weil die Grundsätze zur Waldgestaltung revolutioniert wurden. In 220 Jahren verändern sich dabei die Nutzungsmaßstäbe für die Wälder vollständig. Licht geschlagene, ziemlich junge Wälder mit großen Anteilen an Freiflächen und häufigen Übergängen zu baumbestandenen Wiesen prägten das Rheintal um 1790 und noch 100 Jahre danach. Etwa ab 1880 begannen sich die heute üblichen Grundsätze der Wald- und Landschaftsgestaltung allmählich durchzusetzen. Als Wald galt nicht mehr der lichte, allen Formen der landwirtschaftlichen Nutzung offene Wald, sondern der dichte, voll mit Bäumen bestandene Wald, der keinen landwirtschaftlichen Zwecken mehr dienen sollte. Die Veränderungen der Wald-Feld-Strukturen und der Verlust ausgedehnter Waldgebiete mit 6 – 14 km² Größe wird an Beispielen erläutert.

Die Siedlungsfläche nimmt in 220 Jahren drastisch zu. Ihr Anteil an der Rheinebene ist heute größer als derjenige des Waldes. Insgesamt ändern sich auch dadurch Natur und Landschaft erheblich in qualitativer Hinsicht, wahrscheinlich mit Auswirkungen auf das Klima im Rheintal. Sowohl am Beginn als auch am Ende des untersuchten Zeitraums war die Landschaft des Rheintals und der Rheinaue intensiv als Kulturlandschaft genutzt. Die Menschen ließen zu keiner Zeit Raum für gänzlich ungenutzte Wildnis, für Naturlandschaften heutiger Definition. Aus den Ergebnissen werden einige Folgerungen für die Bewertung des Naturerbes Landschaft am Südlichen Oberrhein abgeleitet.
 

    
Kartenvergleiche

 

Mittwoch, 03.12.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Vogelwelt in der Rheinniederung
Dr. Frank Hohlfeld


Die badischen Rheinauenwälder bilden den Lebensraum einer vielfältigen Avifauna. Die Region ist sowohl durch das Wirken des Menschen, als auch durch natürliche Entwicklungen ständig in Veränderungen begriffen. Die verschiedenen Vogelarten reagieren empfindlich, wenn sich für sie essentielle Habitatstrukturen verändern. Daher ist auch die Vogelwelt der Rheinauen ständig im Wandel begriffen. Manche Vogelarten nehmen in ihren Beständen ab, andere zu und wieder andere verschwinden völlig aus dem Gebiet oder erobern es neu für sich.
Langjährige Untersuchungen in den Bannwäldern der Rheinaue und eine 2003 auf deutscher und französischer Seite durchgeführte Studie zeigen teilweise überraschende Ergebnisse. Es gibt in den Auen momentan Vogelarten die nur auf einer Seite des Rheines vorkommen. Ältere Hybridpappelbestände bieten einen unerwartet vielfältigen und nahrungsreichen Lebensraum für die Vogelwelt. In den besonders geschützten Bannwäldern waren höhlenbrütende Vogelarten und auch Eisvögel häufiger anzutreffen als im Wirtschaftswald. Kirschen, Birken und Linden können für Höhlenbrüter attraktiver sein als alte Eichen. Es gibt eine an Efeu gebundene Vogelart in den Rheinauen. Die Bestände von Bläßrallen und Teichhuhn nehmen ab, die der Haubentaucher und Schwäne zu. Die Effekte des Orkans Lothar führten regional zu einer Zunahme verschiedener Höhlenbrüter. Rotkehlchen und Baumläufer kommen mit den Folgen eines Hochwassers im Frühling schlechter zurecht als Amsel und Singdrossel.
Die Vogelwelt der Rheinauen bildet ein empfindliches Meßinstrument an dem sich Umweltveränderungen gut ablesen lassen. Ihre Beobachtung erweitert unser Verständnis um die komplexen ökologischen Zusammenhänge in der von Wasser und Wald geprägten Landschaft.

 

Mittwoch, 10.12.2008, 20 Uhr c.t., Vortrag im Sitzungssaal des Rathauses, Rathausplatz 6, St. Märgen

Zukunftsperspektiven der Grünlandwirtschaft im Schwarzwald
Dr. Hanspeter Hoernstein, Amt für Landwirtschaft Emmendingen; Siegfried Jäckle, Forum pro Schwarzwaldbauern, St. Georgen

Dr. Hoernstein:
"Ausgehend von den klimatischen und standörtlichen Verhältnissen im Schwarzwald werde ich anhand der statistischen Daten einiger Gemeinden die Landwirtschaft und ihre Entwicklung in den letzten erläutern. Dabei muss insbesondere auf den ständigen Rückgang der Betriebe, (1979 in BaWü 1130606 ldw. Betriebe und 2007 noch 52843!) der Tierhaltung und der Flächennutzung eingegangen werden. Es gibt politische, betriebswirtschaftliche und soziale Gründe für diesen Vorgang.

Nach dieser Darstellung der Situation werde ich versuchen, die weitere Entwicklung aus meiner Sicht anzusprechen und Lösungsansätze zu zeigen. Diese können in staatlicher Politik oder in kommunalen Beiträgen, in der genauen Analyse des eigenen Betriebes, der Suche nach innerbetrieblichen Verbesserungen oder zusätzlichen Einkommensmöglichkeiten liegen, aber auch im Verhalten der Gesellschaft.

Gerade diese letzten Punkte, so hoffe ich, wird Herr Jäkle aufgreifen und aus seiner Sicht -der Sicht des erfahrenen Praktikers- die Situation und mögliche Lösungen schildern. "

 

Mittwoch, 17.12.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Juwelen unter Wasser – Quellgewässer der Rheinaue (mit Unterwasserfotos und Filmen)
Dr. Klaus Rudolph, AG Limnologie – Quellschutz, Freiburg

 
Kristallklare Quellseen (Gießen) sind charakteristisch für die Rheinaue in Südbaden und im Elsass. Sie sind Lebensraum für eine mannigfaltige Tier- und Pflanzenwelt.
Mit einzigartigen Foto- und Filmaufnahmen stellt die Freiburger Arbeitsgemeinschaft Limnologie Oberrhein e.V. die Juwelen der Rheinaue vor. Begegnen Sie u.a. Hechten, Süßwasserschwämmen, Armleuchteralgen und amerikanischen Flusskrebsen! Die ökologischen Besonderheiten der sensiblen Gewässer und ihre Bedrohung durch künstliche, so genannte ökologische Flutungen im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms werden aufgezeigt.
 

© Fotos: Arbeitsgemeinschaft Limnologie Oberrhein e.V.

 

Mittwoch, 14.01.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Waldbau im Fluss ̶ Erfahrungen aus der Waldwirtschaft in den Rheinauewäldern im Bereich der freien Fließstrecke bei Rastatt
H. Wicht, Landratsamt Rastatt, Forstamt, Bezirksleitung Rastatt

„Waldbau im Fluss“ – in seiner tatsächlichen und übertragenen Bedeutung. FDir Wicht berichtet über seine Erfahrungen der Waldwirtschaft in der Stromaue des Rheines im Spannungsfeld von Forderungen des Naturschutzes, der Wasserwirtschaft, zunehmenden Belastungen für die Waldbesitzer und sich verändernden natürlichen Rahmenbedingungen.
Waldbau unter dem Primat der Überflutungstoleranz der Waldbäume. Welche Rolle kommt der Silberweide, den Pappeln und der Eiche zu? Welche Zukunft haben die alten Hartholzauewälder? Offene Fragen, die auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der letzten Jahrhundertsommerhochwasser 1987 und 1999 auf die Auewälder gestellt werden müssen.

 

Mittwoch, 28.01.2009, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Naturschutz am südlichen Oberrhein – Beispiele aus der Arbeit der Naturschutzverwaltung
Dr. Jörg-Uwe Meineke, Dr. Bernd Seitz, Regierungspräsidium, Referat Naturschutz




Im Bereich des Regierungsbezirks Freiburg wurden in der Rheinaue bis jetzt 18 Naturschutzgebiete eingerichtet, davon in der sog. "Trockenaue" 7 mit 179 ha und in der feuchten Aue 11 mit 3774 ha. Einige weitere NSG sind noch in Planung. Auf der elsässischen Seite liegen oft angrenzend weitere Schutzgebiete und auch nach Norden anschließend liegen im Regierungsbezirk Karlsruhe weiter große Auen-Schutzgebiete in der ehemaligen Mäanderzone des Rheins.

In den letzten Jahrzehnten ging der Naturschutz auch hier von traditionell restriktiv konservierender zu möglichst raumgreifender, mehr landschaftsbezogener Arbeitsweise über.

Die klassischen Naturschutzgebiete bilden hierbei Kernbereiche, die aufzuwerten, auszuweiten und zu verknüpfen sind. Im Vortrag werden zunächst naturschutzfachlich besonders wichtige und repräsentative Gebiete mit ihren Besonderheiten vor dem Hintergrund der ursprünglichen Verhältnisse vorgestellt.

Anschließend gehen wir auf einige der modernen Naturschutz-Projekte ein :

a) Artenschutzprogramm des Landes
b) Einrichtung und Unterhaltung des europäischen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000"
c) Ausweisung der deutsch-französischen RAMSAR-Schutzzone "Oberrhein/Rhin Superieur "
d) Trockenauekonzeption e.. Grenzüberschreitendes Interreg IV-Teilprojekt "Ile du Rhin / Trockenaue"

 

 

 

 

Vorträge WS 2007/2008
Kaiserstuhl

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ und der „Naturforschenden Gesellschaft Freiburg“ im WS 07/08 in Kooperation mit den Adelhausermuseen Freiburg, Abt. Naturkunde und der Universität Freiburg.
 

 

 

Freitag, 1.2.2008, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Die Kulturlandschaftsgeschichte des Kaiserstuhls
Dr. Kim P. Schumacher, Universität Hildesheim

Obwohl der Vortragstitel es suggeriert, gibt es natürlich mehr als eine Geschichte der Landschaft des Kaiserstuhls. Der Strauß an Themen die diese Ringvorlesung zusammenbindet belegt dies eindrucksvoll. Im Fokus des Vortrags steht die Veränderung der Landnutzung des Kaiserstuhls seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf den etwa 240 Jahren von 1770 bis heute. Die Landschaft des Kaiserstuhls wurde in dieser Zeit, entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen und technischen Möglichkeiten, vom wirtschaftenden Menschen umgenutzt und damit umgestaltet. Wichtige Faktoren hierfür waren die Bevölkerungsentwicklung sowie die Einführung des Weinbaus auf vulkanischen Böden im 19. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert verändert die Verkehrsentwicklung, die Umstellung auf den Qualitätsweinbau und besonders die neuen finanziellen und technischen Möglichkeiten im Zuge der Weinbergsflurbereinigungen das Gesicht der Landschaft. Der über mehr als 300 Jahre feststellbare Trend der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung ist dabei ein Spezifikum des Kaiserstuhls, das ihn von anderen Mittelgebirgslandschaften unterscheidet. Als Quellen zur Rekonstruktion dieser Landschaftsgeschichte dient historisches Quellenmaterial und insbesondere historische Karten. Aus diesen Karten des 18. bis 20. Jahrhunderts z.B. die Pläne der ersten Landesaufnahme in Baden und Vorderösterreich wurde in einem Geographischen Informationssystem (GIS) die historische Landnutzung herausgearbeitet und anschließend bilanziert und analysiert.

Literatur: ALEMANNISCHES INSTITUT [Hrsg.] (1939): Der Kaiserstuhl. Landschaft und Volkstum. Freiburg i.Br.
FRIZ, W. (1976): Wirkungen des Weinbaus auf Sozial- und Siedlungsstruktur im Kaiserstuhl. Dissertation, Univ. Tübingen.
MICHNA, R. (1988): Der Kaiserstuhl. - In: Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald [Hrsg.]: Breisgau-Hochschwarzwald. Land vom Rhein über den Schwarzwald zur Baar. Freiburg i.Br. S.427-453.
SCHUMACHER, K.P. (2006): Landschaftswandel im Kaiserstuhl seit 1770 – Analyse und Bilanzierung (= Culterra, 47). Freiburg. i.Br.
SALABA, M. & SCHENK, G. (2001): Gemarkungspläne im Generallandesarchiv Karlsruhe: Inventar. Stuttgart.
STROBEL, A. (1972): Agrarverfassung im Übergang. Studien zur Agrargeschichte des badischen Breisgaus vom Beginn des 16. bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. (=Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte, Band 23). Freiburg.
WILMANNS, O. & WIMMENAUER, W. [Hrsg.] (1989): Der Kaiserstuhl. Gesteine und Pflanzenwelt. Stuttgart.

 

   
Mittwoch, 13.2.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

Weinbau im Kaiserstuhl - historische Entwicklung und heutige Situation
Dr. Rolf Steiner, Weinbau-Institut Freiburg

 

 
   
Mittwoch, 23.1.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

Aus der Fülle kleiner Tiere – faunistische Besonderheiten in der Arthropodenfauna des Kaiserstuhls.
Dr. Claudia Gack und Dr. Angelika Kobel-Lamparski, Universität Freiburg

Gottesanbeterin und Röhrenspinne sind die "Aushängeschilder" des Kaiserstuhls, wenn es um seltene und besondere Vertreter der Fauna geht. Im Vortrag sollen jedoch vor allem solche Gliederfüßler vorgestellt werden, die nicht jeder kennt."

Anbei ein Bild eines dieser wenig bekannten, aber nicht minder interessanten Tiere!

 
   
Mittwoch, 9.1.2008, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

Bienenfresser, Wiedehopf und Steinkauz– der Kaiserstuhl und seine Vogelwelt
Dr. Christian Stange und Fritz Saumer, Freiburg

 
   
Freitag, 23.11.2007, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Die Böden des Kaiserstuhls
Dr. W. Fleck, Geologisches Landesamt, Regierungspräsidium Freiburg

 
Die besondere geologische und klimatische Ausgangssituation sowie die intensive Nutzung der Böden haben im Kaiserstuhl neben den zahlreichen petrographischen, mineralogischen und botanischen Raritäten zur Entwicklung sehr spezifischer und teilweise seltener Böden geführt.
Für die heutige Verteilung der Landnutzung sind im Kaiserstuhl vor allem auch die Böden verantwortlich. Auf dem bewaldeten Kaiserstuhl-Hauptkamm treten braune Verwitterungsböden aus basischem Vulkangestein oder aus Fließerden auf (Ranker, Braunerden bzw. Parabraunerden). Eine Sonderstellung nehmen die Böden auf Karbonatit im zentralen Kaiserstuhl ein. Auf flachgründigen Rendzinen bilden Trockenrasen und Flaumeichengebüsch eine dem trockenen Standort angepasste Vegetation. Von überregionaler Bedeutung sind die an den west- bis nordexponierten Hängen auftretenden Tschernoseme (Schwarzerden).
In den tieferen Lagen der bewaldeten Hänge weisen künstliche Terrassen auf ehemalige landwirtschaftliche Nutzung hin und leiten zum überwiegend weinbaulich genutzten Lösshügelland über. Auf mächtigem Löss wurden die ursprünglich vorhandenen Parabraunerden meist vollständig abgetragen oder bei der Anlage von Terrassen mit unverwittertem, kalkreichem Löss vermischt. Pararendzina aus Löss stellt deshalb im Rebgelände die Leitbodenform dar. Die hohen Kalk- und Schluffgehalte der tiefgründigen Lössböden bedingen ihre günstigen bodenphysikalischen Eigenschaften. Trotz des warm-trockenen Klimas sichert die hohe nutzbare Feldkapazität die Wasserversorgung der Reben. Auf frisch angelegten Terrassen entwickelte sich die Pararendzina innerhalb weniger Jahrzehnte aus unverwittertem, anstehendem oder aufgetragenem Löss. Auf älteren Terrassen entstanden durch die tief reichende Bodenbearbeitung Pararendzina-Rigosole. Nur an wenigen Stellen finden sich die Rebkulturen auch auf Vulkanitböden. Das im Zuge der Bodennutzung von den Hängen abgespülte, meist humose Bodenmaterial sammelte sich im Laufe der Jahrhunderte in den Tälern des Lösshügellands. Die so entstandenen tiefgründig humosen Böden werden Kolluvisol genannt und sind in den tiefsten Tallagen z. T. deutlich von Grund- und Stauwasser beeinflusst. Diese meist mit flachem Talboden als sog. Lösssohlentäler ausgebildeten Talformen sind im Kaiserstuhl durch Akkumulation von abgeschwemmtem Bodenmaterial aus ursprünglich vorhandenen Kerbtälern hervorgegangen. 


   
Freitag, 16.11.2007, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Erdbeben am Oberrhein
Dr. W. Brüstle, Geologisches Landesamt, Regierungspräsidium Freiburg

 
 
Mittwoch, 17.10.2007, um 20 h im Kornhaus am Marktplatz in Endingen/Kaiserstuhl

Die Nebelwälder der Küstenkordillere in der Umgebung der Colonia Tovar/Venezuela, ihre Pflanzenwelt, Gefährdung, Schutzmöglichkeiten
Dr. Otto Huber und Dr. Winfried Meier

Das vor über 160 Jahren von deutschen Einwanderern aus der Umgebung des Kaiserstuhls gegründete Städtchen Colonia Tovar liegt auf fast 2000 m in der zentralen Küstenkordillere Venezuelas, etwa 70 km westlich von der Hauptstadt Caracas entfernt. Oberhalb des Ortes haben sich bis heute prächtige Nebelwälder erhalten. Wachspalmen (Gattung Ceroxylon), die zu Zeiten von Humboldt zu den am höchsten wachsenden Palmen gehörten, Nacktsamer mit laubartigen Blättern aus der Familie der Steineiben (Podocarpaceae), riesige Exemplare von Vertretern aus der Mahagonifamilie (Cedrela montana), sowie die häufigen Baumfarne hinterlassen auch bei heutigen Besuchern noch einen unvergesslichen Eindruck. Bedingt durch ihre isolierte Lage (immergrüne Inseln in einem Meer von trockenerer Vegetation) hat sich in diesen Nebelwäldern im Laufe der Evolution eine eigenständige Flora gebildet mit vielen Arten, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen (Endemiten). Aus diesem Grunde verdienen die Bergkuppen der Küstenkordillere unbedingten Schutz, um die Biodiversität des Landes für die zukünftigen Generationen zu erhalten.
Die Nebelwälder in der Umgebung von Colonia Tovar sind zwar gesetzlich geschützt durch das Monumento Natural „Pico Codazzi“ und eingebunden in einen ökologischen Korridor, der sich aus weiteren Schutzgebieten zusammensetzt. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus: illegale Landnahme, Baumfällen, Landwirtschaft, Brände stellen eine ständig zunehmende Bedrohung für dieses außerordentliche Gebiet dar, in welchem außerdem die wichtigsten Quellflüsse für die Colonia Tovar und angrenzender Gemeinden Nordvenezuelas liegen.





Mit der Verabschiedung der Bodenschutzgesetze auf Landes- und Bundesebene stehen Böden mit hoher Leistungsfähigkeit zur Erfüllung von Bodenfunktionen, wie z.B. Standort für Kulturpflanzen oder Filter und Puffer für Schadstoffe, aber auch seltene Böden unter gesetzlichem Schutz. Die Kenntnis der Böden und ihrer Verbreitung ist dabei die Voraussetzung für eine maßvolle Umsetzung dieser Regelungen unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessen. Die große Vielfalt an Böden auf relativ kleiner Fläche stellt hierbei gerade im Kaiserstuhl eine besondere Herausforderung dar.
FLECK, W. & LINK, B. (2006): Bodenkarte des Kaiserstuhls und seiner Umgebung 1 : 50 000; − Freiburg i. Br. (Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe u. Bergbau Baden-Württ.).
HÄDRICH, F. & STAHR, K. (1992): Die Böden in der Umgebung von Freiburg i. Br. – Freiburger Geogr. H., 36: 129–195, 13 Abb., 13 Tab.; Freiburg i. Br.
HÄDRICH, F. & STAHR, K. (2001): Die Böden des Breisgaus und angrenzender Gebiete. − Ber. Naturf. Ges. Freiburg i. Br., 91, Freiburg.
HERMANN, L., JAHN, R., FLECK, W., ZAREI, M., STAHR, K. (2004): The Kaiserstuhl Volcano. − In: STAHR, K. & FLECK, W.: Soils, landscapes and environmental problems. − Excursion Guide Book, Eurosoil 2004; 285 S., zahlr. Abb., Freiburg i. Br.
LINK, B. (1999): Blatt 7912 Freiburg im Breisgau-Nordwest.  Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000; Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe u. Bergbau Baden-Württ.).
LINK, B. (2000): Musterprofile auf BK 25, Blatt 7912 Freiburg im Breisgau-Nordwest.  Bodenkarte Baden-Württemberg 1 : 25 000, Musterprofile; Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie, Rohstoffe u. Bergbau Baden-Württ.).
MAYER, P. (1986): 50 Jahre Rebflurneuordnung am Kaiserstuhl. Hrsg. Landesamt für Flurneuordnung und Landentwicklung Baden-Württemberg.
WILLMANNS, O. & WIMMENAUER, W. (1989): Der Kaiserstuhl – Gesteine und Pflanzenwelt. – 3. Aufl., 244 S., zahlr. Abb., Kt., Stuttgart
   
Mittwoch, 5.12.2007, 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Hauptstr. 1

 Lebensräume des Kaiserstuhls und ihre Veränderungen
in den letzten Jahrzehnten
Prof. em. Dr. Otti Wilmanns, Hinterzarten

Über den Kaiserstuhl und seinen außergewöhnlichen Reichtum an Naturschönheiten gibt es seit den 1930er Jahren gründliche Darstellungen der lebensraum-prägenden Vegetation. So besteht eine gute Vergleichsbasis für jüngere Forschungen aus den letzten Jahrzehnten. In diesen erfolgte ein grundlegender und auffälliger Wandel der Landnutzungen, der mit subtilen Veränderungen der Lebensräume in natürlicher Sukzession einher geht. Beides soll an Hand von Dias und Folien veranschaulicht werden.

               

 
 
Freitag, 09.11.2007, 17 Uhr c.t. bis 19 Uhr, Kollegiengebäude I, Hörsaal 1098

Die Erd- und Landschaftsgeschichte des Kaiserstuhls
Dr. E. Villinger, Freiburg

Seit 250 Jahren ist der Kaiserstuhl – dieses „merkwürdige Gebirge“, wie es in der ersten Gesamtbeschreibung von Eisenlohr (1829) heißt – mit seinen vielfältigen magmatischen und sedimentären Gesteinen Gegenstand der geowissenschaftlichen Forschung. Lange war seine vulkanische Natur umstritten und erst seit 50 Jahren ist bewiesen, dass auch der weltberühmte Karbonatit im Zentrum des Kaiserstuhls als Magma aus den Tiefen der Erde aufgedrungen ist.

Die erd- und landschaftsgeschichtliche Überlieferung im Kaiserstuhl beginnt aber schon lange vor der Zeit der Vulkane im Miozän (19—16 Millionen Jahre vor heute), nämlich mit Meeresablagerungen aus der Mitteljura-Zeit (etwa 175 Millionen Jahren vor heute). Und sie reicht mit den durch den Menschen veranlassten Prozessen und Bildungen bis in die Gegenwart.

Die im Kaiserstuhl vorkommenden Gesteine zeugen als Dokumente der Erd- und Landschaftsgeschichte von spektakulären Umwälzungen in unserem Raum: vom Werden und Vergehen von Meeren, Salzpfannen und großen Süßwasserseen, von Vulkanausbrüchen, Eiszeiten mit Staubstürmen und Flussumlenkungen. Sie zeugen aber auch vom dramatischen Zerbrechen der Erdkruste bei der Entstehung und Entwicklung des Oberrheingrabens als Folge globaler plattentektonischer Ereignisse. Letztlich verdankt der Kaiserstuhl seine Existenz der bis heute anhaltenden Plattenkollision von Afrika mit Europa.

Literatur zum Thema:
Geologische Karte von Baden-Württemberg 1 : 25 000: Blatt Kaiserstuhl mit Erläuterungen – 5., völlig neu bearbeitete Auflage 2003; Freiburg i. Br.
Geologische Karte von Baden-Württemberg 1 : 50 000: Blatt Freiburg im Breisgau und Umgebung -- 3., ergänzte Auflage 1996; Freiburg i. Br.
Der Kaiserstuhl. Gesteine und Pflanzenwelt. – 3., neubearbeitete Auflage 1989; Stuttgart (Ulmer-Verlag).




 
 


Exkursionen im Sommerhalbjahr 2007
in Kooperation mit dem Adelhausermuseum Freiburg, Abteilung Naturkunde

Sonntag, 09.09.2007:
Naturkundliche Exkursion am Schönberg für Kinder (... und Eltern ...)

Treffpunkt: 14 h, Parkplatz an der Berghauser Kapelle (zwischen Ebringen und Wittnau)

Um 14 h beginnt die Kinderexkursion (Alter ca 6 bis ca 12 Jahre). Hierzu werden Gruppen zu 4 Kindern gebildet. Erwachsene können als Betreuer der Gruppe mit diesen mitgehen und bei der Lösung der Aufgaben behilflich sein. Die Kindergruppen erhalten ein Aufgabenblatt und müssen in den folgenden 2 Stunden verschiedene Probleme lösen, z.B. Blätter sammeln und zeichnen, 3 verschiedene Baumrinden "abpausen" o. dgl. Abschließend gibt es bei geeignetem Wetter Grillwürstchen.
 

Exkursionen im Rahmen des "Tages der Artenvielfalt".



Weitere Exkursionen sind in der Planung, z.B.

Montag, 11.06.2007 Neuenburg und Münstertal, Leitung Prof. Dr. Albert Reif
Dienstag, 12.06.2007 Region Emmendingen, Leitung Prof. Dr. Albert Reif und Dr. Hans-Peter Hoernstein

Fragen zu den Exkursionen des BLNN richten Sie bitte per Mail an
Albert.Reif(a)waldbau.uni-freiburg.de oder an info(a)blnn.de

 

 
Sonntag, 22.04.2007:
Weinbergsflora und Niederwälder in der elsässischen Vorbergzone
Prof. Dr. Otti Wilmanns, Dr. Regina Ostermann

Beblenheim: Weinbergsbewirtschaftung, Rebunterwuchs, Wildtulpen u.a. Geophyten. Niederwälder am Sigolsheimer Berg und Rosenbourg
Abfahrt: 8.30 Uhr, ab P+R Paduaallee Freiburg. PKW mitbringen – wir bilden Fahrgemeinschaften. Weiterer Treffpunkt um 9 h 45 an der Cave vinicole in Beblenheim. Rückkehr gegen 18 Uhr.
 
Sonntag, 20.05.2007:
Geologische Exkursion in die Vogesen
Martial Boutantin (Colmar), zusammen mit der Société d'histoire naturelle de Colmar

Verwerfungen in der Vorbergzone bei Ribeauville. Migmatite bei Trois Epis und Kayersberg. Geologie, Glazialgeomorphologie: Lac Blanc, Lac Noir.
Abfahrt: 8.00 Uhr, ab P+R Paduaallee Freiburg. PKW mitbringen – wir bilden Fahrgemeinschaften. Weiterer Treffpunkt um 9.00 Uhr am Parkplatz vom Rathaus von Ingersheim. Rückkehr gegen 19 Uhr.
 
 

Landschaft im Elsaß Gestern – Heute – und Morgen?

Mittwochs, 20.15 Uhr
Hörsaal des Instituts für Biologie I, Zoologie (Lageplan)
Hauptstraße 1,  Freiburg

Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. − Eintritt frei −
 

25.10.2006

„École des Charbonniers – zum Wald im Elsaß und seiner historischen Nutzung“
Dr. Thomas Ludemann, Universität Freiburg, Geobotanik
 

Eine der bedeutendsten und am weitesten verbreiteten Waldnutzungen war im mitteleuropäischen Mittelgebirgsraum die Herstellung von Holzkohle (Köhlerei) in stehenden Rundmeilern. Sie fand vor allem nach dem Mittelalter und vor dem Beginn der Nutzung fossiler Energieträger während des 17. und 18. Jahrhunderts statt. Dabei war der Wald mit seinem differenzierten Holzangebot zugleich Lehrwerkstatt und Lernort: „die Schule der Köhler“; vom lokalen natürlichen Holzangebot der Wälder waren die Köhler in hohem Maße abhängig. Ihre Hauptwirkungsstätten waren die ausgedehnten, schwer zugänglichen und schlecht erschlossenen Waldgebiete. Trotz der großen Bedeutung der Köhlerei finden sich in historischen Schriftquellen nur selten konkretere Angaben zu derartigen Waldnutzungen. Detaillierten Aufschluss über die früheren Aktivitäten der Köhler geben die sehr zahlreichen Rückstände der Holzkohle-Herstellung im Gelände, die heute noch an Hunderten von Meilerplätzen vorhanden sind. Sie können wissenschaftlich analysiert werden und liefern wertvolle Informationen zu den Wäldern der Vergangenheit und ihrer Nutzung und Veränderung durch den Menschen. In diesem Sinne können wir noch heute dem Weg der Köhler, der „Rue des Charbonniers“, folgen und bei ihnen in die Schule gehen, indem wir ihre Überlieferung nutzen und ihre Hinterlassenschaften aus dem Gelände holzkohleanalytisch untersuchen.
 

Die wissenschaftlichen Analysemethoden und Auswertungsmöglichkeiten derartiger Rückstände werden mit Fokus auf Ergebnisse aus den Vogesen und im Vergleich mit benachbarten Naturräumen aufgezeigt. Die Relevanz der neuen holzkohleanalytischen Erkenntnisse für aktuelle Fragestellungen der Vegetationskunde, der Wald- und Forstgeschichte sowie von Waldbau und Waldnaturschutz wird dargelegt.


Weiterführende Literaturhinweise:
Ludemann, T. (2002): Die Rückstände der Köhlerei im Hotzenwald als Informationsquelle zur naturnahen Waldwirtschaft. - Mitt. bad. Landesverein Naturkunde Naturschutz N. F. 18: 95-105. Freiburg i. Br.
Ludemann, T. & Nelle, O. (2002): Die Wälder am Schauinsland und ihre Nutzung durch Bergbau und Köhlerei. - Freiburger Forstl. Forschung 15: 139 S. Freiburg i. Br.
Ludemann, T. (2003): Large-scale reconstruction of ancient forest vegetation by anthracology – a contribution from the Black Forest. – Phytocoenologia 33 (4): 645-666. DOI 10.1127/0340-269X/2003/0033-0645.
Ludemann, T. (2004): Arbeitsgruppe Wald - Geschichte - Anthrakologie. - ZAM Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 31 (2003): 188-192. Bonn (Habelt).
Ludemann, T., Michiels, H.-G. & Nölken, W. (2004): Spatial patterns of past wood exploitation, natural wood supply and growth conditions: indications of natural tree species distribution by anthracological studies of charcoal-burning remains. – Eur. J. Forest Res. 123: 283-292. DOI 10.1007/s10342-004-0049-z.
Ludemann, T. (2005): Natürliche Baumartenzusammensetzung - Standortswald. - In: Teuffel, K.v. et al. (Hrsg.): Waldumbau für eine zukunftsorientierte Waldwirtschaft: 96-100. Berlin, Heidelberg (Springer).
Ludemann, T. (2006): Gegenwartsbezogene Landschaftsgenese des Schwarzwaldes und der Vogesen auf der Grundlage paläoökologischer Untersuchungsmethoden. – In: Kulke, E., Monheim, H. & Wittmann, P. (Hrsg.): GrenzWerte. Tagungsbericht und wissenschaftliche Abhandlungen des 55. Deutschen Geographentages Trier 2005 (Dt. Ges. f. Geographie): 517-526.
Nölken, W. (2003): Holzkohleanalytische Untersuchungen zur Waldgeschichte der Vogesen im Tal von Miellin. - Freiburger Universitätsblätter 160 (2): 111-118. Freiburg (Rombach).
Nölken, W. (2004): Holzkohleanalytische Untersuchungen an Meilerplätzen in den Südvogesen. - ZAM Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters 31: 196. Bonn (Habelt).
Nölken, W. (2005): Holzkohleanalytische Untersuchungen zur Waldgeschichte der Vogesen. - Diss. Univ. Freiburg, Biologie/Geobotanik: 182 S.
Links:
Thomas Ludemann
Holzkohleanalytische Untersuchungen zur Waldgeschichte der Vogesen
Wandel des Waldkleides von Schwarzwald und Vogesen in der vegetationshistorischen Dimension
Historische Energieholznutzung, Standortsbedingungen und Waldvegetation im Mittelgebirgsraum Zentraleuropas
Köhlerei und Holzkohlenanalyse
Köhlerei und Holzkohlenanalyse: Beispieldiagramm

 

08.11.2006

Schmucke Dörfer, selbstbewußte Städte - Zur Siedlungsgeschichte des Elsaß
Dr. Norbert Ohler, Horben bei Freiburg
 

Eine große Siedlungsdichte und eine Vielzahl von Siedlungstypen kennzeichnen das Elsaß. Zu den Vorzügen, mit denen die Natur den Raum zwischen Rhein und Vogesen, Mülhausen und Weißenburg ausgestattet hat, gehören fruchtbare Böden und für den Rebbau geeignete Lagen. Seit vorgeschichtlicher Zeit verläuft durch das Elsaß eine der bedeutendsten europäischen Verkehrsachsen, die den Mittelmeerraum mit dem Nord- und Ostseeraum verbindet. Im Laufe der Geschichte haben die Elsässer die Herausforderungen von Natur und Verkehrslage angenommen. Mit Fleiß und Phantasie haben sie schmucke Dörfer und selbstbewußte Städte entstehen lassen, reiche Klöster, stolze Burgen und furchteinflößende Festungen gebaut.

Zur Einführung und Vertiefung:
Encyclopédie de l’Alsace. Bd. 1- , Straßburg 1982- .
Merian, Matthäus: Topographia Alsatiae ... 1663, ND Kassel 1964.
Ohler, Norbert: Alsatica. Zu bedeutenden Neuerscheinungen. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 133 (1985) S. 363-380 (weitere Literaturberichte in späteren Jahrgängen dieser Zeitschrift).
Ohler, Norbert: Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung. In: Spätmittelalter am Oberrhein. Teil 2: Alltag, Handwerk und Handel, 1350-1525. Hrg. Sönke Lorenz und Thomas Zotz. Katalog zur Großen Landesausstellung Baden-Württemberg, 2001/02. Stuttgart 2001, S. 47-53.

22.11.2006

Lebende Erdgeschichte - Die Entstehung des Rheingrabens und der Vogesen
Dr. Matthias Geyer, Freiburg
 

Auch wenn in der französischen Literatur gelegentlich der Begriff "Plaine d'Alsace" mit "Oberrheingraben" gleichgesetzt wird, handelt es sich dabei dennoch um eine grenzüberschreitende Bruchstruktur. Auch Schwarzwald und Vogesen haben natürlich genetisch gleiche Wurzeln. Dennoch sollen der Vortragsankündigung gemäß hier nur die westliche Seite des Oberrheingrabens und die Vogesen behandelt werden. Das Gebiet ist allerdings sehr groß und seine geologische Entstehungsgeschichte würde Stoff genug für eine ganze Vorlesung bieten. Daher sollen nach einer einführenden Gesamtübersicht zwei Gebiete aus unterschiedlichen Gründen etwas näher behandelt werden: zum einen das Dollertal bei Masevaux, weil es einen guten Querschnitt geologischer Phänomene bietet und die Schichtenfolge vom Quartär bis ins Grundgebirge reicht. Zweitens das Gebiet um den Bastberg bei Bouxwiller wegen seiner wissenschaftsgeschichtlichen und "geopoetischen" Bedeutung.
Weiterführende Literatur
ALSACE NATURE (1994) : Vosges sauvages. – Editions Alsace Nature, Strasbourg (ISBN 2-9508406-0-4)
BOHLY, BERNARD & EHRET, MICHEL (1997) : Bourbach-le-Bas et les mines de fer des Vosges du Sud. – Les Editions du Patrimoine Minier, Institut Polytechnique de Severans (ISBN 2-9505231-2-9)
von ELLER, J.-P. (1984): Guides géologiques régionaux. Vosges - Alsace. – Masson, Paris (ISBN 2-225-78496-5) vergriffen; in Bibliotheken einsehbar
FLAGEOLLET, JEAN-CLAUDE (2003) : Sur les traces des glaciers vosgiens.- Editions CNRS, Paris (ISBN 2-271-05960-7)
*GALL, JEAN-CLAUDE (2005) : Alsace, des fossiles et des hommes. – Editions La Nuée Bleue /DNA, Strasbourg (ISBN 2-7165-0655-8) [ca. 30,- €]
* GEYER, MATTHIAS (2006) : La Doller au fil du temps - Zeitreise im Dollertal (zweisprachig). – Maison de la Géologie - GeoVosges, Sentheim [5,- €]
JUBIEN, F. & SIMON, O. (éd.) (1999) : Parc Naturel Régional des Ballons des Vosges. – Guides Gallimard, Paris (ISBN 2-74-240563-1)
MENILLET, F. et al. (1989) : Carte géologique de la France au 1/50'000 avec notice explicative (N° 412 Thann). – BRGM, Orléans (ISBN 2-7159-1412-1
REITZER, JEAN-LUC (éd.) (1990): Les Vosges du Sud – du Rossberg au Ballon d’Alsace. – Editions La Nuée Bleue /DNA, Strasbourg (ISBN 2-7165-0247-1)
SELL, YVES (éd.) (1998) : L’Alsace. Géologie, milieux naturels, flore et faune. – Delachaux & Niestlé, Lausanne et Paris (ISBN 2-603-01100-6)

* Diese beiden Publikationen sind am Vortragsabend direkt erhältlich. Bitte melden Sie Ihr Interesse an meine E-Mail Adresse geotourist@aol.com, damit ich den Bedarf größenordnungsmäßig abschätzen kann.

 

www.geotext.de - www.geoalb.de - www.vulkane-im-hegau.de - www.geotourist-freiburg.de
 

06.12.2006:

Die Hochvogesen und ihre Pflanzenwelt - ganz anders als der Schwarzwald?
Prof. Dr. Arno Bogenrieder, Universität
Freiburg, Geobotanik
 

Die Pflanzenwelt der Vogesen – Fremdes und Vertrautes.
Wer in den Vogesen wandert, merkt es schon nach kurzer Zeit: Das ist nicht der Schwarzwald, das ist nicht die vertraute Vegetation. Was sind die Besonderheiten der Vogesen, wie sind sie zu erklären? Zur Beantwortung dieser Fragen sind vegetationsgeschichtliche Argumente und standörtliche Erwägungen und darüber hinaus die Rolle des wirtschaftenden Menschen in gleicher Weise wichtig. Dies soll an mehreren Beispielen erläutert werden.

      

Literaturempfehlung:
Bogenrieder, A. (2001): Schwarzwald und Vogesen – ein vegetationskundlicher Vergleich. – Mitt. Bad. Landesver. Naturkunde und Naturschutz, F. 17/4, 745 – 792.


10.01.2007

Die südelsässischen Eichenwälder - Nutzungsgeschichte, Vegetation und Insektenreichtum
Dipl.-Biol. Reinhold Treiber, Ihringen
 


24.01.2007

Die Niederwälder am Fuß der Vogesen und ihre Kulturgeschichte
Dr. Regina Ostermann, Meißenheim
 

Zwischen Marlenheim und Thann, längs dem elsässischen Weinberg, zieht sich am Fuß der Ostvogesen ein fast ununterbrochenes Band unterschiedlichster Niederwaldtypen, die heute noch landschaftsprägend sind, auch wenn sie nicht mehr bewirtschaftet werden. Um so mehr sind sie Zeugen jener Waldnutzung, die grundlegend für den Reichtum der elsässischen Kulturlandschaft war. Die heutigen Niederwälder faszinieren, nicht nur durch ihre Geschichte, sondern auch, je nach Vegetationstyp, durch floristische Mannigfaltigkeit oder durch Artenarmut.

      

Literaturempfehlung


07.02.2007

Urwald oder Kulturwald: Die Auenwälder am Rhein
Dipl. Biol. Richard Hauschild, FVA Freiburg und Ing. For. Eric Durand, ONF Colmar
 


14.02.2007

Zielsetzung und Perspektiven des Naturschutzes im Elsaß
Patrick Barbier, Präsident von Alsace Nature
 

Un patrimoine naturel de grande valeur existe encore en Alsace, en plaine comme dans les Vosges, mais est-il sérieusement protégé et par quels moyens ? Malgré un arsenal de moyens juridiques et un attachement profond de la population, la réponse est malheureusement négative. Patrick Barbier, président d'honneur d'Alsace Nature, esquissera les moyens nécessaires à une politique de protection et valorisation de la nature sur la rive gauche du Rhin.

Das Elsaß ist mit einer Vielzahl von herausragenden Lebensräumen ausgestattet, sowohl in der Rheinebene als auch in den Vogesen. Hierbei stellt sich die Frage, ob der jeweilige Schutzstatus angemessen ist, und ob die Schutzmaßnahmen adäquat sind. Das muss insgesamt gesehen klar verneint werden. In diesem Zusammenhang wird Patrick Barbier, der Präsident von "Alsace Natur", die bestehenden Schutzmaßnahmen erläutern und die notwendigen Maßnahmen für eine Naturschutzpolitik darstellen, um die Natur links des Rheins auch für die Zukunft zu erhalten.

 
        
   
Freiburger Tag der Artenvielfalt 2007
(Textquelle: www.oekostation.de)

am 16.06.2007 von 21:30 bis 23:00
am 17.06.2007 von 06:00 bis 17:00

Der "GEO-Tag der Artenvielfalt" hat sich bundesweit mittlerweile zur größten Feldforschungsaktion in Deutschland entwickelt. In Freiburg haben sich in diesem Jahr 14 verschiedene Naturschutzverbände und -Initiativen, sowie 3 Ämter der Stadt Freiburg und das Ökomobil des Regierungspräsidiums zu dem "Freiburger Netzwerk Artenvielfalt" zusammengeschlossen.

Am 9. GEO-Tag der Artenvielfalt sind alle Naturfreunde und Naturbegeisterte zum Naturentdecken und -erleben aufgerufen. In diesem Jahr wurde in Freiburg ein Gebiet im Stadtteil Vauban ausgewählt. Zentraler Treffpunkt ist jeweils am Ökomobil beim Weidenpalast an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie im Vauban. Hier bieten die Partner des Freiburger Netzwerkes Artenvielfalt am Samstag, 16. Juni und Sonntag, 17. Juni den ganzen Tag über viele Exkursionen und Naturerkundungen zu den verschiedensten Tier- und Pflanzengruppen an. Der Freiburger Tag der Artenvielfalt wird in diesem Jahr von dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg Edmund Hensle 11:00 Uhr am zentralen Veranstaltungsort eröffnet. Im Anschluss spricht die Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik des Grußwort für die Stadt Freiburg.

Nicht nur Experten sind gefragt: Jeder, der sich für die Natur und für deren Schutz interessiert, kann mitmachen - insbesondere auch Familien mit Kindern. Unter Anleitung von Fachleuten werden die verschiedenen Biotope und Lebensräume am Wald, am Wasser und auf den Wiesen untersucht und Tier- und Pflanzenarten bestimmt.

Das genaue Veranstaltungsprogramm mit dem Zeitplan der Exkursionen und einer Übersicht der Infostände steht in einem Flyer hier www.oekostation.de/docs/Freiburger_GEO_Tag_der_Artenvielfalt_2007_Exkursionen.pdf (127 KB)

Eine Übersichtskarte (200 KB) mit dem Lageplan steht hier
www.oekostation.de/docs/Lageplan_Freiburger_GEO_Tag_2007.jpg

Ein Flyer mit der Zusammenstellung der 2006 beteiligten Veranstalter steht hier:
www.oekostation.de/docs/Freiburger_GEO_Tag_der_Artenvielfalt_2007_Netzwerk.pdf (127 KB)

  • In Kooperation mit dem Freiburger Netzwerk Artenvielfalt
  • Folgende Verbände, Gruppen und Institutionen sind 2006 dabei: Freiburger Entomologischer Arbeitskreis (FREAK im BLNN), BUND Freiburg, Kreis Jäger Vereinigung Freiburg (KJV Freiburg), NABU Freiburg, AGN im Badischen Landesverein für Naturkunde und Naturschutz (BLNN), Forstamt Freiburg, Umweltschutzamt Freiburg, Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Ba-Wü (AGF), Förderverein Bachpatenschaften Freiburg (FV BPsch), Ökomobil des Regierungspräsidiums Freiburg (RPF), badenova AG, Eigenbetrieb Stadtentwässerung Freiburg (ESE), Ökostation Freiburg
  • Der Freiburger Tag der Artenvielfalt wird von der Stiftung Naturschutzfonds gefördert.
Tod dem Museum für Naturkunde?

Während der Mitgliederversammlung des BLNN wurde spontan beschlossen, mit einer Öffentlichkeitskampagne Zeichen zu setzen zum Erhalt des Naturkundemuseum. Nachfolgende Anzeige wurde rechtzeitig zum Freiburger Einkaufs-Mega-Samstag, dem 05. Mai 2007 in der Badischen Zeitung geschaltet, an dem das Adelhauser Museum mit einem bunten Veranstaltungsprogramm "als Museum der Herzen" aktionsreich auf sich aufmerksam machen und die Unterschriftenaktion zum Erhalt des Museums in der Gerberau 32 fortsetzen konnte.

 

Die scheidende Vorsitzende des BLNN Anuschka Jahnke (links)
mit ihrer Nachfolgerin Regina Ostermann. (FOTO: BRAUN)
Badische Zeitung vom Freitag, 11. Mai 2007

Einsatz für das Museum
Der Badische Landesverein für Naturkunde und Naturschutz hat eine neue Vorsitzende

Von Andreas Braun

FREIBURG. Im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) stand die drohende Schließung des Adelhausermuseums: Der Verein, der zu den Mitgründern des Museums zählt und dort über Jahrzehnte hinweg so etwas wie seine "natürliche Heimat" hatte, müsste dann einen neuen Ort für seine umfangreiche Bibliothek suchen.

Gespräche mit der Stadt Freiburg hätten leider nichts gebracht: "Zwar wurde uns ein Platz in Günterstal angeboten, allerdings wollte die Stadt dafür eine Miete sehen", schilderte die scheidende Vorsitzende Anuschka Jahnke den Verlauf der Gespräche mit Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD). Eine Raummiete könne der Verein aus seinen Mitgliedsbeiträgen, die für Naturschutzarbeit und wissenschaftliche Publikationen verwendet würden, nicht aufbringen. "Es stünde der Öko-Hauptstadt Freiburg eigentlich gut an, dem BLNN durch Bereitstellung einer geeigneten Räumlichkeit Unterstützung zu signalisieren", gab sich Jahnke enttäuscht. Fachzeitschriften, die der Verein abonniert hat, werden bis zur weiteren Klärung derzeit in der Universitätsbibliothek und in der Biologie ausgelegt, um Interessenten einen Zugang zu ermöglichen. Außerdem sei man seit kurzem im Gespräch mit dem Bürgermeister der Gemeinde Gottenheim: "Dort werden demnächst mehrere kleinere Bibliotheken zusammengefasst; eventuell könnten wir dann da unterkommen", sagte Schriftführer Joachim Bammert. Die Bibliothek würde dann auch öffentlich zugänglich sein; allerdings sei man noch ganz am Anfang der Verhandlungen.

Aber nicht nur wegen der Vereinsbibliothek sehe man in der Schließung des Museums ein falsches Signal, hieß es gleich mehrfach aus den Reihen des Vorstands. Mehrere Mitglieder des akademisch geprägten Naturschutzvereins erklärten sich spontan bereit, jeweils einen Betrag von 250 Euro für eine Öffentlichkeitskampagne zum Erhalt des Naturkundemuseums zu spenden, so dass der Rechner des Vereins, Wolfgang Müller, bereits am Ende der Versammlung über einen Betrag von 4000 Euro für diesen Zweck verfügen konnte.

Außerdem standen Vorstandswahlen an, bei denen eine neue Vorsitzende gewählt wurde: Da es Anuschka Jahnke bereits vor einigen Monaten beruflich nach England verschlagen hat, kann sie diese Tätigkeit nicht mehr weiter ausüben. "Ich habe diese Arbeit sehr gerne gemacht", betonte die Biologin; zwei Jahre lang bekleidete sie dieses Amt. Zur Nachfolgerin Jahnkes wurde Regina Ostermann gewählt. Die promovierte Forstwirtin und Gärtnerin arbeitet an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt und betreibt ein eigenes Planungsbüro für Wald- und Landschaftsökologie. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Wie jedes Jahr stellten die einzelnen Arbeitsgruppen ihre laufenden Projekte vor: Während die Arbeitsgruppe Naturschutz mit finanzieller Unterstützung des Regierungspräsidiums verschiedene Amphibiengewässer weiterentwickeln möchte, haben sich die Insektenkundler vorgenommen, die Käferwelt des Kaiserstuhls umfassend zu erforschen. "Das ist ein großes Projekt, das sicherlich seine Zeit brauchen wird", erläuterte Winrich Mertens die Pläne des Arbeitskreises. Schriftleiter Helge Körner berichtete von ersten Überlegungen, ein Buch über den Mooswald herauszubringen, nachdem das Schönberg-Buch inzwischen abgeschlossen sei.

Wahlergebnisse: Vorsitzende Regina Ostermann (für Anuschka Jahnke), stellvertretender Vorsitzender Albert Reif, Rechner Wolfgang Müller, Schriftführer Barbara Hahn und Joachim Bammert, Schriftleiter Helge Körner (alle wie bisher).
Mitgliederzahl: 550.
Termine: Geologische Exkursion in die Vogesen (20. Mai), Mitwirkung beim Tag der Artenvielfalt (17. Juni), weitere Exkursionen sind in Planung.
Kontakt: Regina Ostermann, 07824 / 661381.
 

 

BLNN- Bibliothek in Raumnot:
Der wertvollen Bibliothek des BLNN droht die Obdachlosigkeit.
Korrespondenz mit dem Bürgermeister für Kultur, Jugend und Soziales von Freiburg,
Herrn Ulrich von Kirchbach

Achtung: Änderungen bei den Vortragsterminen des Freiburger Entomologischen Arbeitskreises!

 
Badische Zeitung vom Freitag, 12. Mai 2006:

Bibliothek muss ausziehen
Jahreshauptversammlung des Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN)


Von unserem Mitarbeiter
Andreas Braun

FREIBURG. Ein wesentlicher Punkt bei der Mitgliederversammlung des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz (BLNN) war die Frage nach der Zukunft der vereinseigenen Bibliothek, die derzeit noch im Adelhausermuseum untergebracht ist: “Wegen notwendiger Brandschutzmaßnahmen wird die Vereinsbibliothek in absehbarer Zeit ausziehen müssen”, erklärte Museums-Mitarbeiter Norbert Widemann.
 

Die Vereinsvorsitzende Anuschka Jahnke (rechts) überreicht dem neuen Ehrenmitglied Otti Wilmanns die Urkunde sowie das Präsent (Wein und Sprargel).

Aufgrund der Neustrukturierung der Freiburger Museumslandschaft sei, so die Vereinsvorsitzende Anuschka Jahnke, nicht davon auszugehen, dass man nach Abschluss der Arbeiten wieder zurückziehen könne. Sie rief die etwa 40 anwesenden Mitglieder dazu auf, sich Gedanken über den Verbleib der Bibliothek zu machen: “Wer eine Idee hat, soll sich beim Vorstand melden” . Der Rechner des Vereins, Wolfgang-Harry Müller, verwies auf den hohen Wert des vereinseigenen Buchbestands: “Man sollte nicht vergessen, dass in den letzten Jahren rund hunderttausend Euro in die Bibliothek gesteckt worden sind.” Unter den Büchern seien auch einige Raritäten.

Außerdem wurde an diesem Abend der Beitritt des “Freiburger Entomologischen Arbeitskreises” (Freak), einer Vereinigung von Insektenkundlern aus Freiburg und Umgebung, beschlossen: “Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, uns einem Verein anzuschließen” , so Freak-Sprecher und Käferfachmann Frank Baum. Letztlich habe man sich wegen des regionalen Bezugs für den BLNN entschieden. Viele Mitglieder des Freak erforschten die heimische Insektenwelt — die Ergebnisse solcher Arbeiten könne man zum Beispiel im Mitteilungsheft des BLNN publizieren. Neben den Arbeitsgruppen für Natur- und Fledermausschutz (AGN und AGF) hat der Landesverein mit dem Freak somit eine dritte Fachschaft.

Für das kommende Winterhalbjahr ist eine Vortragsreihe über das Elsass geplant. Außerdem möchte der BLNN zukünftig stärker mit der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau zusammen arbeiten, beispielsweise bei der Durchführung gemeinsamer Exkursionen. Die Vereinsvorsitzende kündigte an, kommendes Jahr aus dem Amt auszuscheiden: “Im nächsten Jahr läuft meine Promotionsstelle hier an der Uni aus, danach werde ich nach England gehen.”

Auf Antrag von Schriftführer Helge Körner wurde Otti Wilmanns einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt: Wilmanns, emeritierte Professorin für Geobotanik an der Freiburger Universität, habe sich während ihrer mehr als 40-jährigen Vereinszugehörigkeit durch Exkursionen und Vorträge sehr um den Verein verdient gemacht.

Termine: Rheinauen-Exkursion (13. Mai), Botanische Exkursionen auf die Hegaualb (20. Mai) und zu den Elzdämmen bei Kollmarsreute (21. Mai), Mitwirkung beim Tag der Artenvielfalt (10. Juni).

Mitgliederzahl: 550

Kontakt: Anuschka Jahnke anuschka.jahnke(at)blnn.de
 

 
Neuerscheinung:

„Der Schönberg – Natur- und Kulturgeschichte eines Schwarzwald-Vorberges“

Auf 470 Seiten beschreiben 23 Fachautoren

  • die interessante Geologie des Schönbergs und die Besonderheiten seiner Flora und Fauna,
  • die Zeugnisse der Ur- und Frühgeschichte,
  • die Geschichte der mittelalterlichen Herrschaften, der kriegerischen Ereignisse und des Bergbaus am Schönberg
  • den Weinbau, die heutigen Siedlungen, Dialekt und Namen sowie überlieferte Sagen rund um den Schönberg.

Mit den über 200 Schwarzweißabbildungen und fast ebenso vielen Farbfotos (auf 48 Tafeln) ist sowohl ein fachlich informatives als auch repräsentatives Dokument über diesen einzigartigen Berg entstanden, über den der Freiburger Zoologe Konrad Guenther in seinem 1935 erschienenen „Freiburger Naturbüchlein“ schrieb:

„Für den Naturfreund ist dieser Berg d e r schöne Berg schlechtweg“.

Mitglied des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz erhalten dieses Buch anstelle der Jahreshefte für 2005/06 (sowie separat ein Begleitheft mit Buchbesprechungen und den BLNN-Interna). Buch und Begleitheft zählen damit als Band 19 (2005/06) unserer Mitteilungen.

Nun eine Bitte an unsere Mitglieder aus Freiburg und Umgebung:
Der Versand des Schönberg-Buches kommt uns sehr teuer (Päckchen!). Deshalb wäre es sehr hilfreich, wenn Sie Ihr Exemplar ab dem 15. März 2006 im Institut für Biologie II/Geobotanik, Schänzlestr. 1 (Nebengebäude) abholen würden – und zwar Montag - Freitag, 10-12 Uhr – entweder bei Herrn W.H. Müller (2. OG, Raum 204) oder bei Frau M. Manegold (EG, Raum 002).

Das würde unsere Kasse spürbar entlasten, und Sie hätten den Vorteil, das lang erwartete Schönberg- Buch auch schon gleich in die Hand zu bekommen. Mit dem dann noch verbleibenden Postversand beginnen wir erst nach unserer Mitgliederversammlung am 26. April 2006.

Mit freundlichen Grüßen

 


(Dr. Helge Körner, Schriftleiter)

 

 
 
 
   
Gewesen 2006:  
Sonntag, 27. August 2006

Der Schneckenberggipfel bei Achkarren
Leitung: Dr. J. Bammert


Abfahrt 9.00 Uhr
am P+R-Parkplatz Paduaallee, hier Bildung von Fahrgemeinschaften
Bitte PKW mitbringen!
Rückkehr gegen 17.00 Uhr.

Programm: Der Schneckenberggipfel gehört zu den wenigen Orten im Kaiserstuhl, wo der Basengehalt der Tephritlava so gering ist, dass sich in der Vegetation Zeigerpflanzen für neutrale bis schwach saure Reaktionen durchsetzen können. Auf dem gegenüberliegenden Bitzenberg, den wir bei ausreichender Zeit ebenfalls besuchen wollen, herrschen ähnliche Verhältnisse. Am Schneckenberg blüht im Hochsommer der Berglauch (Allium senescens ssp. montanum). Es ist das einzige Vorkommen in der Region. In seiner Begleitung finden sich Flügelginster, vier Sedum-Arten, Hasenklee (Trifolium arvense), Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea), Sandfingerkraut (P. incana) u.v.a. Am Bitzenberg sind u.a. zu erwarten (natürlich verblüht): Deutscher Ginster, Kammwachtelweizen, Diptam. Neuerdings versucht man am Schneckenberggipfel die Sukzession (Versaumung und Verbuschung) durch Ziegenbeweidung zu stoppen.

Keine Anmeldung erforderlich.
 

 

Freiburger Tag der Artenvielfalt 2006 in der Wonnhalde
Bericht von Inge Paulini

Der nächste Freiburger Tag der Artenvielfalt wird am 10. Juni 2006 auf dem Wonnhalde-Gelände im Süden Freiburgs stattfinden. Darauf einigten sich die Veranstalter bei einem ersten Treffen in der Ökostation Freiburg. Die Wonnhalde setzte sich vor allem wegen ihrer guten Erreichbarkeit und der Vielfalt und Attraktivität der vorhandenen Lebensräume durch.
Der Freiburger Tag der Artenvielfalt ist aus dem von der Zeitschrift Geo initiierten Tag der Artenvielfalt hervorgegangen. Für die Teilnehmer gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken. Ziel des Freiburger Tags der Artenvielfalt ist eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt: Was wächst und gedeiht eigentlich in hiesigen Breiten? Dabei zählt nicht der Rekord. Vielmehr geht es darum, Bewusstsein zu wecken für die Biodiversität vor unserer Haustür. Denn: Nur was wir kennen und verstehen, werden wir auch achten und schützen.
Experten werden helfen, Pflanzen- und Tierarten an verschiedenen Biotopen, wie Wald, Wiese und Gewässern zu erkennen. Mitmachen kann jeder, der sich für unsere Umwelt interessiert und gerne mehr erfahren möchte. Für Kinder wird es wieder besondere Exkursionen geben.

Der Freiburger Tag der Artenvielfalt wird von einem Netzwerk aus etwa 15 Naturschutzverbänden und -behörden organisiert, zu dem neben dem BLNN u.a. der BUND, der NABU, die Bachpaten, die Ökostation und das Umweltamt der Stadt Freiburg gehören.
Die Teilnehmer des Vorbereitungstreffens betonten, dass es das Ziel sei, den großartigen Erfolg des Freiburger Tages der Artenvielfalt 2005 noch zu übertreffen.
Die Details zu dem Aktionstag werden auf dieser Seite laufend ergänzt. Informationen über den diesjährigen Tag der Artenvielfalt in Freiburg und weltweit finden Sie auf der Webseite der Ökostation Freiburg und auf der GEO-Homepage.
 

 
http://www.oekostation.de/de/aktuell/aktuell_.htm
http://www.geo.de/GEO/wissenschaft_natur/oekologie/tag_der_artenvielfalt/
 
 
 
 
Samstag, 13. Mai 2006

Auenökologie und IRP am Oberrhein
Gemeinsame Exkursion mit der Naturforschenden Gesellschaft


Abfahrt 8.30 Uhr
am P+R Parkplatz Paduaallee, dort Bildung von Fahrgemeinschaften
Bitte PKW mitbringen!
Weiterfahrt nach Rhinau dort gegen 9.30 Uhr am Touristen-Informationszentrum an der Fähre (gegenüber von Kappel).
Rückkehr gegen 17.00 Uhr.

Programm: Einführung in die Auenökologie und das Integrierte Rheinprogramm (IRP). Exkursion auf die Rhinauer Rheininsel mit rezenter Aue und Auensukzessionen. Mittagspause - Rucksackverpflegung! Danach Exkursion zum Polder Altenheim (von Ichenheim aus): Funktion von Poldern, Standortsveränderungen, Baumarten, Dynamiken.

Bitte anmelden bei Anuschka Jahnke per Mail anuschka.jahnke(a)blnn.de,
Fax 0761/203-2696 oder schriftlich (Adresse s.o.). Bitte keine telefonische Anmeldung.


 
Sonnabend, 20. Mai 2006

Botanische Exkursion auf die Hegaualb: Naturschutz und Landschaftspflege auf Reliktstandorten
Leitung: Dr. J. Bammert


Abfahrt: 8.15 Uhr
Institut für Biologie II, Schänzlestr. 1, hier Bildung von Fahrgemeinschaften
Bitte PKW mitbringen!
Fahrt nach Gutmadingen, dort Treffpunkt 9:30 Uhr, Geisingen-Gutmadingen Parkplatz Friedhof direkt am Ortseingang.
Leitung: Dr. Joachim Genser
Rückkehr gegen 20.00 Uhr.

Programm: Vormittags Reliktstandorte an Nordhängen; dann Mittagspause im Gelände (Rucksackverpflegung); Standortwechsel mit dem Auto und nachmittags Reliktstandorte an Südhängen (das Ganze zwischen Geisingen und Engen also im Übergang Baaralb-Hegaualb).

Bitte anmelden bei Anuschka Jahnke per Mail anuschka.jahnke(a)blnn.de, Fax 0761/203-2696 oder schriftlich (Adresse s.o.). Bitte keine telefonische Anmeldung.


 


Mittwoch, 26.10.2005
DR. JÖRG-UWE MEINEKE, Regierungspräsidium Freiburg (ehem. BNL Freiburg):

Naturschutz im Regierungsbezirk Freiburg seit dem ersten Europäischen Naturschutzjahr 1970

Bericht

 

 

Mittwoch, 09.11.2005
Dipl.-Biol. Joachim Genser, Regierungspräsidium Freiburg (ehem. BNL Freiburg):

Erhalt seltener und gefährdeter Arten am Beispiel des Hegau

 

 

Mittwoch, 23.11.2005
PROF. EM. DR. OTTI WILMANNS, Universität Freiburg:

Biotop-Forschungen und Konsequenzen für den Naturschutz –
Struktur und Dynamik von Lebensräumen an Beispielen aus dem Kaiserstuhl

 

 

 

Mittwoch, 07.12.2005
DR. HANS-PETER HOERNSTEIN und HANS PAGE, Landwirtschaftsamt Emmendingen, Landschaftserhaltungsverband EM e.V. :

Grünland im Schwarzwald im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Pflegefall

 

 

Mittwoch, 11.01.2006
Dr. Ulrike Pfarr, Regierungspräsidium Freiburg:

Wiederherstellung von Auen-Lebensräumen am Oberrhein in Südbaden

 

 

Mittwoch, 25.01.2006
DR. HELGE WALENTOWSKI, LWF, München:

Naturnähe im Wirtschaftswald – was ist das?

 

 

Mittwoch, 08.02.2006
AG NATURSCHUTZ DES BLNN:

Aktiver praktischer Naturschutz in der Umgebung von Freiburg

 

 
   
Gewesen 2005:  
   

DER HEGAU

Wir freuen uns, passend zu unserer letzten Vorlesungsreihe „Der Hegau“, im Sommerhalbjahr 2005 zwei Exkursionen in den Hegau anbieten zu können. Zusätzlich führen wir noch eine Exkursion ins Liliental im Kaiserstuhl durch. Über eine rege Teilnahme würden wir uns freuen, es erwartet uns ein interessantes Programm! 

 

 

Bildquelle: http://www.kachold.de 

 
   
Liebe Mitglieder,

wir freuen uns, passend zu unserer letzten Vorlesungsreihe „Der Hegau“, Ihnen im Sommerhalbjahr 2005 zwei Exkursionen in den Hegau (E2) (E3) anbieten zu können. Zusätzlich führen wir noch eine Exkursion ins Liliental im Kaiserstuhl durch. Über eine rege Teilnahme würden wir uns freuen, es erwartet uns ein interessantes Programm!
 
 
Nähere Informationen zu allen Exkursionen erhalten Sie bei der 2. Vorsitzenden Anuschka Jahnke
Tel.: 0761/ 203-2938 oder
E-Mail: anuschka.jahnke(at)biologie.uni-freiburg.de

Für die dritte Exkursion ist eine verbindliche Anmeldung notwendig, bitte benutzen Sie die Druckversion.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! (Bitte schönes Wetter mitbringen)
 
 
   
   
Exkursion 1:  

Das Versuchsgelände Liliental der FVA im Kaiserstuhl

 
   
Leitung:

Herr Manuel Karopka (Dipl.Ing. Gartenbau (FH), technischer Leiter der Forstpflanzenzüchtung der FVA)

 
Treffpunkt:

Samstag, 21. Mai 2005 um 10.00 Uhr am Gasthaus Linde im Liliental.
Dauer: ca. 3 Stunden

 
Programm:

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) unterhält im Kaiserstuhl seit 1958 das Versuchsgelände Liliental. Die etwa 80 ha große Anlage liegt auf dem Gelände des Mitte des 19. Jahrhunderts gegründeten, ehemaligen landwirtschaftlichen Gutsbetriebes „Lilienhof“, 80 ha wurden der FVA 1957 nach dem Konkurs des Betriebes als Versuchsflächen überlassen. In den folgenden Jahren wurden dann Anbau- und Herkunftsversuche, Nachkommenschafts- und Klonprüfungen durchgeführt, sowie forstliche Samenplantagen und ein umfassendes Arboretum mit heimischen und fremdländischen Gehölzen angelegt. Die Versuchsflächen unterliegen bis heute einem ständigen Wandel. Laufend werden abgeschlossene Versuche durch Neue mit aktuellen Fragestellungen ersetzt, neue Samenplantagen werden angelegt und ältere Arboretumsteile und Versuchsanpflanzungen werden regelmäßig durchforstet. Die Anlage und aktuelle Forschungsvorhaben werden vom Leiter der Versuchsgeländes, Herrn Manuel Karopka, in einem Rundgang erklärt. Für botanische Fragen steht Herr Frank Bode (Dipl.-Landschaftsökologe) zur Verfügung.

 
Kosten:

für Mitglieder kostenlos, für Nichtmitglieder: 2.- €

 
   
   
Exkursion 2:  

Der nördliche Hegau

 
   
Leitung:

Herr Dr. J. W. Bammert

 
Treffpunkt:

Sonntag, den 05. Juni 2005 um 8.00 Uhr am Wiehrebahnhof mit Fahrgemeinschaften.
Bitte Auto mitbringen, falls vorhanden, es wird vor Ort aufgeteilt.

 
Programm:

Es ist vorgesehen, den Neuhewen, den Mägdeberg und den Offerenbühl zu besuchen sowie ein sehr schönes Naturschutzgebiet bei Zimmerholz. Wir werden dabei die drei wichtigsten Vulkangesteine des Hegaus kennenlernen und verschiedene Felsfluren und Trockenrasen betrachten. Auch berühren wir Wald-, Gebüsch- und Saumbereiche, die für den Hegau typisch sind. Auf dem Neuhewen und dem Mägdeberg stehen Burgruinen aus deren Geschichte etwas erzählt werden soll. Beide stehen etwas zu Unrecht im Schatten ihrer berühmteren „Kollegen“ Hohentwiel und Hohenkrähen.

 
   
   
Exkursion 3:  

Große Busexkursion in den Hegau (Geologie, Archäologie und Botanik)

 
   
Treffpunkt:

Samstag, den 2. Juli 2005 um 7.30 Uhr am Dorint Hotel gegenüber dem Hauptbahnhof mit einem Reisebus der Fa. Sutter

 
Programm:

Station 1: Am Rasthof Hegau wird uns Herr Dr. Matthias Geyer (Dipl.-Geologe) eine Einführung und einen Überblick zum Naturraum Hegau (bei hoffentlich guter Sicht...) geben.
Station 2: Am Vormittag erreichen wir den Hohentwiel und hier teilt sich die Gruppe. Bitte entscheiden Sie sich für eine Gruppe!
 

 
Gruppe 1
Mit Herrn Dr. Geyer wird ein Teil des vor einigen Jahren eingerichteten Vulkanlehrpfads am Hohentwiel erkundet. Auf den Informationstafeln wie auch in den ausführlichen Zusatzerklärungen werden neben Geologie, Vulkanismus sowie Landschaftsgeschichte und Biologie auch Themen wie Naturschutz und Landschaftspflege angesprochen.
 
Gruppe 2
Mit Herrn Eberhard Koch vom BUND Naturschutzzentrum Westlicher Hegau werden verschiedene botanisch interessante Stationen im Hegau angefahren (mit dem Reisebus). Seltene Pflanzen und deren Lebensräume werden erklärt. Zusätzlich wird ein Überblick über diese vielfältige Kulturlandschaft gewonnen.
 
 
Station 3: Gemeinsam kehren wir am Mittag beim Schäfer Dr. Hubertus Bod auf dem Hohentwiel ein und erhalten ein zünftiges Vesper.
Station 4: Am Nachmittag geht es zum Hegau-Museum Singen, wo uns in einer Führung die reichen steinzeitlichen Funde anschaulich erklärt werden. Den Ausklang bringt dann je nach Lust und Laune ein Besuch des Petersfelsen oder eine Kaffeepause am Aachtopf. Rückkehr in Freiburg gegen 20.00 Uhr.
 
 
Kosten:

25.- EUR für Mitglieder, 30.- EUR für Nichtmitglieder. Bezahlung im Bus (bitte passend). Im Preis enthalten sind die Busfahrt im Reisebus, alle Führungen und Eintrittsgelder und das Mittagsvesper ohne Getränke.
Bitte festes Schuhwerk, Sonnen-/Regenschutz und nach Bedarf Getränke für unterwegs mitbringen. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um rechtzeitige Anmeldung schriftlich oder telefonisch.
 

 
Vorträge  

DER HEGAU


Einladung zur Vortragsreihe im Winterhalbjahr 2004 / 2005
 

 

 

Geologie des Hegaus

Geschichtliche Grundzüge des Hegaus von der Römerzeit bis zur Gegenwart

Artenvielfalt in der Vegetation des Offenlandes im Hegau

Schmetterlinge und Heuschrecken im Hegau - an ausgewählten Beispielen

Grenzüberschreitende Bewirtschaftung des Grundwassers
im Raum Hegau - Schaffhausen

 
   




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