ARCHIV

Vortragsreihe - Filmreihe - Halbtägige Seminare
Vortragsreihe WS 2016-2017

BIODIVERSITÄT

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BLNN Flyer

 



Filmprojekt BLNN
und museum
natur und mensch


Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 2016/2017 in Kooperation mit dem Museum Natur und Mensch Freiburg und der Universität Freiburg, jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30.

Veranstaltungsort, wenn nichts anderes angegeben ist:
Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I, Hauptstr. 1, 79098 Freiburg.

Der Eintritt ist frei.
Gäste sind jederzeit herzlich willkommen!



Endemische Pflanzen und ihre Lebensräume in Mitteleuropa

Prof. Dr. Carsten Hobohm, Univ. Flensburg

Liste der Endemischen Pflanzen in Mitteleuropa
Kurzfassung des Vortrags: Endemische Pflanzen und ihre Lebensräume in Mitteleuropa


MuseumsKino für Kids

"LEBENSRAUM WASSER"
FASZINATION ARTENVIELFALT

Museum Natur und Mensch • Gerberau 32 • 79098 Freiburg i.Br.

Einführung: Wolfgang Müller, Norbert Widemann


Elemente stellen sich vor – Wasser

D, 2013 | 5 Min. | FSK ab 6 J. | www.planet-schule.de / SWR


Die Reise des Wassers

D, 2011 | 19 Min. | FSK ab 6 J. | Stadtwerke Duisburg AG


Die Rheinente – von der Quelle bis zur Mündung

D, 2013 | 15 Min. | FSK ab 6 J. | www.planet-schule.de / WDR


Pause

....... und Kekse


Natur nah – Der Flußkrebs

D, 1996 | 29 Min. | FSK ab 6 J. | Otto Hahn / SWF


Natur nah – Wasserinsekten

D, 2005 | 29 Min. | FSK ab 6 J. | Otto Hahn / SWR


Pause

....... und Kekse


Tarka der Otter

GB, 1979 | 88 Min. | FSK ab 6 J. | David & Janet Cobham


Ausklang im „Zeitraum“ des Museums

 



Landwirtschaft und Biodiversität - Zwiespalt bei der Landnutzung

Dr. Hanspeter Hoernstein, Emmendingen

Die Landwirtschaft hat im Land Baden-Württemberg mit 1.623.498 ha (StaLA 2015), entsprechend rund 45 % derGesamtfläche, den grössten Anteil an allen Flächennutzungen. Damit hat sie einen besonderen Einfluss auf die Biodiversität, dies im positiven (Flächenpflege) wie im negativen (Intensivierung und Technik) Sinn. Landnutzung wird aber auch von anderen Faktoren ausserhalb der Landnutzung beeinflusst. die Agrar- und Marktpolitik, Agrarkonzerne (Chemie wie Züchtung), Flächenkonkurrenz und Umgestaltung von Flächen (Flurneuordnung) haben Auswirkungen auf die Produktion und damit auf die betroffenen Tier- und Pflanzenarten. Ziel des Vortrages ist, die Auswirkungen der Landnutzung und ihrer Veränderungen in diesem Netz von Faktoren beispielhaft für unsere Region aufzuzeigen.



Klanglandschaften und akustische Diversität von Ökosystemen

Prof. Dr. Michael Scherer-Lorenzen, Freiburg

Landschaften und Ökosysteme haben nicht nur ihre typische Fauna und Flora, sondern auch eine eigene "soundscape", bzw. ein Zusammenwirken von Klängen unterschiedlicher Herkunft. Im Vortrag werden diese verschiedenen Klänge und Geräusche der Natur - auch mit Hörbeispielen - vorgestellt und es wird der Frage nachgegangen, ob akustische Komplexität ein umfassender Indikator für die Biodiversität oder auch Schutzwürdigkeit von Ökosystemen darstellen kann.




Geschichte der Kulturpflanzen


Prof. Dr. Hansjörg Küster ©

Prof. Dr. Hansjörg Küster, Univ. Hannover

Kulturpflanzen, die wir heute nutzen, stammen aus zahlreichen Erdgegenden, vor allem aus den Subtropen. Auf spannenden und manchmal überraschenden Wegen wurden Sie im Lauf von Jahrtausenden verbreitet. Im Vortrag geht es um Getreide, Hülsenfrüchte und Ölpflanzen, um Obst und Gewürze, um Felder und Gärten. Auch lokale Besonderheiten Südwestdeutschlands werden vorgestellt: die älteste Petersilie, Dinkel, Feigen, Zuckermais.



Zurück in die Heißzeit - Die Klimageschichte der Erde

Seit einigen Millionen Jahren bedecken Eisschilde die Polarregionen der Erde. Aktuell leben wir also in einer Eiszeit. Noch! Denn das Eis schmilzt dahin. Heute ist in jedem Sommer die Eisfläche um den Nordpol herum nur noch halb so groß wie vor 20 Jahren. Die Kohlendioxidgehalte der Atmosphäre wie die Lufttemperaturen sind weltweit stark gestiegen.
Nicht zum ersten Mal: Die Erde hat im Laufe ihrer 4,6 Milliarden Jahre langen Geschichte schon so manchen Klimawandel erlebt. Kein Grund zur Besorgnis also? Kommen Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte des Klimas der Erde. Erleben Sie das natürliche Klimawandelspiel unseres Heimatplaneten zwischen eisfreiem Tropenplaneten und kaltem Eisplaneten, und die Erklärung ihrer Ursachen.
Jeder natürliche Klimawandel war bedrohlich für das irdische Leben. Doch der nun von der menschlichen Zivilisation mit der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas eingeleitete künstliche Klimawandel wird viel schneller ablaufen als jemals zuvor. Wir haben nicht mehr viel Zeit, um unseren Ausstoß von Kohlendioxid abzusenken. Wird „Homo sapiens sapiens“, der kluge, kluge Mensch, seinem Namen gerecht werden? Oder wird der Treibhauseffekt des Kohlendioxids, der die Evolution des Lebens auf der Erde erst ermöglicht hat, nun zu unserem Verhängnis?

Sondervorführung, geeignet auch für Kinder ab 10 Jahren
im Planetarium Freiburg, Bismarckallee 7g, 79098 Freiburg

Einlass ab 16:15, Kosten: 5 € pro Person



Halbtägiges Seminar Vegetationsökologie der Erde
Veranstaltungsort: Herderbau, R 100
Tennenbacher Straße 4, 79104 Freiburg


Begrüßung

Albert Reif

 



Echium wildpretii wildpretii ©

Die faszinierende Pflanzenwelt der Kanarischen Inseln

Dr. Herbert Sauerbier, Lauchringen

Auf den Kanarischen Inseln kommen etwa 2300 Pflanzenarten vor. Mit etwa 650 Arten und Unterarten ist der Anteil an Endemiten sehr groß. Im Vortrag werden zahlreiche endemische Arten vorgestellt, aber auch die leider immer mehr vorkommenden invasiven Arten.
Gegliedert wird der Hauptteil des Vortrags nach den Vegetationsstufen von der Küste über den Sukkulentenbusch, über den Lorbeerwald, den Kanarenkiefernwald bis zu den Teideveilchen-Fluren.


Muer T. & Sauerbier H, Callixto F. C.: Die Farn- und Blütenpflanzen der Kanarischen Inseln. Margraf Publishers 2016; Bezug über die Versandbuchhandlung Andreas Kleinsteuber

Kurzfassung des Vortrags: Die faszinierende Pflanzenwelt der Kanarischen Inseln

Muer T. & Sauerbier H, Callixto F. C.: Die Farn- und Blütenpflanzen der Kanarischen Inseln. Margraf Publishers 2016; Bezug über die Versandbuchhandlung Andreas Kleinsteuber

 


Vegetation und Flora von Rhodos unter besonderer
Berücksichtigungpflanzen-geographischer Aspekte

Andreas Kleinsteuber, Karlsruhe

Rhodos liegt an der Schnittstelle von Europa und Asien. Diese besondere Lage spiegelt sich auch in der Flora der Insel wieder. So kommen einerseits zahlreiche im westlichen Mittelmeergebiet weit verbreitete Arten auch auf Rhodos vor, fehlen aber in der Türkei, andererseits erreichen einige in der Türkei und teilweise daran östlich angrenzende Gebiete im Westen gerade noch Rhodos. Dies hat vor allem erdgeschichtliche Ursachen, auf die in dem Vortag kurz näher eingegangen werden. In erster Linie werden aber die floristischen Besonderheiten ausführlich mit Fotos vorgestellt und die Unterschiede zu anderen Inseln der Ägäis erläutert.



Kurzfassung des Vortrags: Vegetation und Flora von Rhodos unter besonderer Berücksichtigungpflanzen-geographischer Aspekte. 

 


Kaffepause

 


Flora und Vegetation von Kamtschatka (Ostsibirien)

Prof. Dr. Reinhard Böcker, Stuttgart

Kamtschatka der letzte Zipfel Rußlands mit seinen riesigen Weiten und tektonisch bewegten Landschaften ist nicht nur weit weg sondern an vielen Stellen noch unberührt. Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt sollen in einem begrenzten Vortrag nahegebacht werden und können doch nur winzige Schnipsel einer entfernten Sphäre zeigen.


Kurzfassung des Vortrags: Flora und Vegetation von Kamtschatka (Ostsibirien). 

 


Der Lebensraum "Temporäre Gewässer" in globaler Sicht

Prof. Dr. Ulrich Deil, Universität Freiburg, Fakultät für Biologie, Abteilung für Geobotanik

Temporäre Gewässer sind durch Wasserknappheit in der aquatischen und Kohlenstoffmangel in der terrestrischen Phase gekennzeichnet. Um in diesem Extremlebensraum zu existieren, sind spezielle Anpassungen der Pflanzen und Tiere erforderlich. Einige Grundzüge der Ökologie und der Evolution in diesem Mikrokosmos werden an Beispielen aus verschiedenen Kontinenten dargestellt.


Kurzfassung des Vortrags: Lebensraum "Temporäre Gewässer" in globaler Sicht. 



Abschluss




Erhaltung und Wiederherstellung von Grasland durch Beweidung

Prof. Dr. Rainer Luick, Rottenburg



Kurzfassung des Vortrags: Erhaltung und Wiederherstellung von Grasland durch Beweidung



Seminar "Naturschutz"
Veranstaltungsort: Herderbau, R 100
Tennenbacher Straße 4, 79104 Freiburg


Begrüßung

NN, Albert Reif


Ökologie von Flussauen

Prof. Dr. Emil Dister, KIT, WWF-Auen-Institut, Rastatt


Hochwasserschutz und Auenrenaturierung am Oberrhein

Dr. Ulrike Pfarr, RP Freiburg

Im Rahmen des Integrierten Rheinprogrammes (IRP) wird moderner Hochwasserschutz verwirklicht. Das IRP ist das Hochwasserschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg für den Rhein. Durch den Betrieb der Hochwasserrückhalteräume gelingt es Auenlebensräume zu erhalten bzw. zu renaturieren. Dies trotz der in der Rheinniederung bestehenden Infrastruktur und der zum Teil großen Ansprüche an die Auenwälder für die Naherholung.

 


Kaffepause


Nacheiszeitliche Landschaftsgeschichte des Oberrheins

Dr. Benoit Sittler, Univ. Freiburg


Prof. Dr. Erika Schneider, KIT, WWF- Auen-Institut, Rastatt

Lebensräume und Schutz der Donauauen in Rumänien

Nach einem kurzen, einleitenden Überblick über die gesamte Donau (Abschnitte: obere, mittlere und untere Donau), wird die Untere Donau mit ihren einst großen Auengebieten und ihren Lebensräumen vorgestellt, ihre wichtigsten Funktionen erläutert sowie die Konsequenzen des großflächigen Verlustes anhand von Beispielen diskutiert. Die Zusammenhänge zwischen Donau- und Donau-Delta werden besprochen und dann das Donau Delta mit seinem Komplex an Lebensräumen und Ökysystemen vorgestellt. Die Autorin geht auf die Eingriffe in diesen großen Ökosystemkomplex ein, weist auf die schwerwiegenden Folgen der menschlichen Eingriffe hin und stellt schließlich einige Renaturierungsprojekte vor, die sowohl aus Sicht des Naturschutzes, als auch für die im Delta lebenden Menschen von großer Bedeutung sind. Es wird gezeigt, wie das Biosphärenreservat Donau-Delta, das Mensch und Natur berücksichtigt, zu einer Verbesserung der ökologischen Situation beigetragen hat, wie mit den weiteren naturschutzfachlichen Aspekten umgegangen wird und welcher Druck seitens der Wirtschaft und des Tourismus auf die Lebensräume im Delta ausgeübt wird.


 


Abschluss



Wiesen und Weiden in Luxemburg: Vielfalt, Schutz, Bewirtschaftung und Renaturierung


Magere Flachlandmähwiese

Artenreiche magere Feuchtwiese

Dr. Simone Schneider
Nationalmuseum für Naturgeschichte & Naturschutzsyndikat SICONA, Luxemburg

Mit knapp 3.000 ha mageren Flachlandmähwiesen (LRT 6510) und 1.000 ha Sumpfdotterblumenwiesen (Biotopkataster Luxemburg, 2012) hat Luxemburg noch artenreiche und äußerst schutzwürdige Magerwiesen.

Die Vielfalt der 31 Graslandgesellschaften lässt sich vor allem auf die naturräumlichen Gegebenheiten zurückführen und zeigt die hohe Artenvielfalt, darunter zahlreiche Rote Liste-Arten. Der Erhaltungszustand der FFH-Graslandlebensräume sowie der starke Rückgang der artenreichen Graslandbiotope zeigen jedoch den dringenden Handlungsbedarf, langfristige Lösungen zum Schutz des Extensivgrünlandes zu finden.

Das Monitoring von wertvollen Wiesen und Weiden zur Überprüfung des Zustandes der Flächen ermöglicht es, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Neben Schutz- und Sicherungsmaßnahmen sind Renaturierungen artenreicher Graslandbestände von großer Bedeutung. Seit mehr als zehn Jahren werden Wiesenrenaturierungen mittels Mahdgutübertragung und Wiederansiedlungen gefährdeter Pflanzenarten durch das Naturschutzsyndikat SICONA durchgeführt.



Abend der Naturfilme I

FASZINATION ARTENVIELFALT
"LEBENSRAUM WASSER"

Hörsaal Zoologisches Institut • Hauptstr. 1 • 79104 Freiburg i.Br.

Einführung: Dr. Joachim Bammert, Wolfgang Müller, Norbert Widemann


Die Erde – Ein Planet entsteht

USA / D, 2011 | 45 Min. | FSK ab 6 J. | N24


Ist Wasser magisch?

D, 2002 | 15 Min. | FSK ab 6 J. | Prof. Harald Lesch / BR α alpha


- Pause -


Die Erde – unser Planet: Architekt Wasser

GB / D, 2004 | 15 Min. | FSK ab 6 J. | Channel 4 / SWR


total phänomenal – Gletscher

D, 2007 | 15 Min. | FSK ab 6 J. | SWR / WDR


Wie entstand der Rhein?

D, 2014 | 3 Min. | FSK ab 6 J. | www.planet-schule.de / SWR


- Pause -


Der Golfstrom und der Klimawandel

D, 2012 | 5 Min. | FSK ab 6 J. | Kurzgesagt DE (YouTube-Kanal)


Die Reise des Wassers

D, 2011 | 19 Min. | FSK ab 6 J. | Stadtwerke Duisburg AG


Alles im Fluss – Wasserflüsse in Deutschland

D, 2014 | 7 Min. | FSK ab 6 J. | IÖW / BMBF / FONA / northdocks


Faszination Wissen – Virtuelles Wasser

D, 2013 | 30 Min. | FSK ab 6 J. | BR


- Nachkolloquium im Foyer -




Flora und Vegetation von Chile

Dr. Katja Seis, Prof. Dr. Albert Reif, Univ. Freiburg

Chile erstreckt sich von der subtropischen Wüste Atacama über mediterrane und gemäßigte Klimaregionen bis hin zum subantarktischen Feuerland, mit Araukarienwäldern, den "valdivianischen" Regenwäldern und den Gletschern des "Patagonischen Eisschildes" in den Anden, oder den Nothofagus-Wäldern und Hochmooren des Südens. Die Flora setzt sich zusammen aus etwa 3700 Gefäßpflanzenarten, von denen etwa 85 % einheimisch oder sogar endemisch sind. 14% sind eingebürgerte Adventivpflanzen.


Parque Nacional Torres del Paine

Nothofagus pumilio, Baumgrenze

Kurzfassung des Vortrags: Flora und Vegetation von Chile.



Abend der Naturfilme II

FASZINATION ARTENVIELFALT
"LEBENSRAUM WASSER"

Hörsaal Zoologisches Institut • Hauptstr. 1 • 79104 Freiburg i.Br.

Einführung: Dr. Joachim Bammert, Wolfgang Müller, Norbert Widemann


Natur nah – Stachelinski und Steinmännchen

D, 1994 | 29 Min. | FSK ab 6 J. | Otto Hahn / SWF


Rückkehr der Natur – Biotop Baggersee

D, 2011 | 7 Min. | FSK ab 6 J. | Odysso Wissen / SWR


- Pause -


Die antike Wasserversorgung Roms

D, 2011 | 8 Min. | FSK ab 6 J. | BR α alpha


total phänomenal – Strom aus Strömung

D, 2005 | 15 Min. | FSK ab 6 J. | SWR


Unterschätzte Gefahr – Gifte im Trinkwasser

D, 2012 | 9 Min. | FSK ab 6 J. | ZDF Frontal21 / ZDF info


Meere in Not – Wege aus der Überfischung

D, 2011 | 30 Min. | FSK ab 6 J. | www.planet-schule.de / WDR


- Pause -


Mit offenen Karten – Krieg um Wasser zwischen Israel und Palästina?

F, 2010 | 12 Min. | FSK ab 6 J. | arte France


Mit offenen Karten – Ägypten ohne Nil?

F, 2010 | 12 Min. | FSK ab 6 J. | arte France


Blaues Gold – Der Krieg der Zukunft

D, 2010 | 90 Min. | FSK ab 6 J. | Sam Bozzo / cmv-Laservision


- Nachkolloquium im Foyer -


Erschienen:

Bäume und ihre Bewohner

Bäume und ihre Bewohner

Roland Spohn, Margot Spohn

Jeder Baum und jeder Strauch bietet von der Wurzel bis zur Zweigspitze einen reichhaltigen Lebensraum für Pilze, andere Pflanzen, Schmetterlinge, Käfer, Vögel, Kleinsäuger und viele mehr. Manche von ihnen entpuppen sich als Feinde, andere als Freunde, und oft profitieren Gast und Gastgeber gegenseitig voneinander.
"Bäume und ihre Bewohner" porträtiert das reiche Leben an und um 50 einheimische Bäume und Sträucher. Es erläutert, wie die Partner aufeinander reagieren, voneinander profitieren und wie ungebetene Gäste wieder ausgeladen werden. Viele dieser verblüffenden Beziehungen lassen sich leicht im Wald, im Stadtpark oder im Garten beobachten. Margot und Roland Spohn führen uns faszinierende Lebensgemeinschaften auf Eiche, Fichte, Rose und Apfelbaum vor Augen.

Roland Spohn, Margot Spohn: Bäume und ihre Bewohner. ISBN/EAN: 9783258079509; Seitenzahl: 304 Format: 22,5 x 15,5 cm Produktform: Taschenbuch/Softcover, Ausgabe: 1. Auflage 2016 29,90 €


Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

Bertrand, Bernard

Ein Panoptikum in Buchform und wunderbares Geschenk für alle botanisch, medizinisch und historisch Interessierten.

Über 70 toxische Pflanzen aus den bedeutenden Herbarien Europas, abgebildet in Originalgröße.

Heilen und Vergiften: geheimes Wissen, spannende Geschichten und historische Abbildungen zu jeder Pflanze.
Der Schierling, mit dem sich Sokrates das Leben nahm, die Hanfpflanze, die Rauschzustände verursacht, und der Tabak, der so schnell zu Abhängigkeit führt – sie alle sind mehr oder weniger giftig.
Aber was genau heißt eigentlich «giftig»? Richtig dosiert, können viele giftige Pflanzen eine Heilwirkung erzielen – so zum Beispiel Hanf, der Wermut und die Kartoffel. «Giftig sein» und «heilen können» bilden also keinen Widerspruch.

Seit vielen Jahrhunderten sammeln Botaniker diese besonderen Pflanzen in ihren Herbarien. «Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen» nimmt uns mit auf eine bibliophile Reise durch historische Pflanzensammlungen. Der großformatige Band zeigt über 70 toxische Pflanzen mit einer ganzseitigen Abbildung in Originalgröße aus bedeutenden Herbarien Europas. Zahlreiche weitere Abbildungen und spannende Texte erläutern die kulturhistorischen und medizinischen Hintergründe jeder Pflanze.

Bertrand, Bernard: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen Select ISBN: 978-3-258-07914-1 1. Auflage 2015 192 Seiten, 335 Abbildungen gebunden, Haupt Verlag 39.90€


50 Erdschätze, die unsere Welt veränderte

Eric Chaline

Bibliophile Zeitreise und wertiges Geschenk: ein Buch, das zum Schmökern einlädt. Von Kupfer bis Plutonium, von Mineralien bis zu Perlmutt und Erdöl: 50 Erdschätze als bedeutende Elemente der Welthistorie.

«Zum Golde drängt, am Golde hängt doch alles»: wie die Gier nach Edelmetallen die Menschheitsgeschichte prägte. Minerale, Erze, Metalle und andere Erdschätze haben die Geschichte der Menschheit durch die Jahrtausende maßgeblich geprägt - so war es beispielsweise die Entdeckung des Kupfers und seine Verarbeitung zu Bronze, die das Ende der Steinzeit einläutete, und die Suche nach Gold, Silber und Diamanten, die die großen Entdeckungsreisen des 15. und 16. Jahrhunderts motivierte. Und wie würde wohl unsere Gegenwart aussehen, wenn wir weder Stahl, Aluminium noch Erdöl kennen würden?

Eric Chaline unternimmt eine Zeitreise quer durch alle Kontinente und präsentiert fünfzig Erdschätze, die unsere Geschichte tiefgreifend beeinflusst haben. Mit Hinweisen auf Geschichte, Kunst, Wissenschaft, Technik und Forschung öffnet dieses reich illustrierte Buch den Blick für eine erstaunliche Welt.

Chaline, Eric: 50 Erdschätze, die unsere Welt veränderten; ISBN: 978-3-258-07883-0 1. Auflage 2015 224 Seiten, 290 farbige Abbildungen gebunden, Haupt Verlag; 29.90 €


Tatort Natur!

Oftring, Bärbel

Krimigeschichten für Kinder ab 7 Jahre, die ganz nebenbei Naturwissen vermitteln: So macht Bücherlesen Kindern Spaß!

Unheimliche Täter in nächster Nähe – heimische Tiere sind manchmal ganz schön skrupellos, wenn sie Hunger haben.

Das Opfer: die Honigbiene.
Der Täter: der Totenkopfschwärmer – um an den Honig heranzukommen, setzt er eine Tarnkappe aus Duft auf, damit er so riecht wie die Bienen.

Das Opfer: die Erdkrötenweibchen im Frühling.
Der Täter: das Erdkrötenmännchen – Mord im Liebesrausch. Im Paarungsgetümmel klammern sich viele Männchen an ein Weibchen und ertränken es mitunter!

Das Opfer: der Regenwurm.
Der Täter: der Maulwurf – entführt Regenwürmer in seine Vorratskammer und lähmt sie mit gezieltem Biss in den Kopf. Die Regenwürmer bleiben nun frischer Vorrat.

60 haarsträubende Fälle aus der heimischen Tierwelt werden in diesem Buch mit einem Augenzwinkern erzählt. Spannendes Hintergrundwissen, Quizfragen, Experimente und Detektivaufgaben machen aus dem Buch ein Natur-Mitmachbuch für Kinder ab 7 Jahren, das ein bisschen gruselt und vor allem fasziniert.

Oftring, Bärbel: Tatort Natur! Betrug, Mord & Täuschung im Tierreich - und was dahintersteckt; ISBN: 978-3-258-07912-7 1. Auflage 2015; 128 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen kartoniert, Haupt Verlag; 24.90 €


Kulturlandschaften lesen

Bruno Kremer

Nützlich: Dieses Buch öffnet die Augen für die Besonderheiten und den Wert der einheimischen Kulturlandschaften.

Informativ: reich illustrierte Porträts aller Kulturlandschaften und ihrer Tier- und Pflanzenarten.

Spannend: Der Autor zeigt auf, wie der Schutz der Kulturlandschaften die ökologische Vielfalt erhält.

Ohne menschliches Zutun wäre Mitteleuropa ein weites Waldland und damit ziemlich artenarm. Vor rund 10‘000 Jahren begannen jedoch die Menschen, in die ungestörte Natur einzugreifen und sie zu nutzen, und im Laufe der Zeit entstand ein Mosaik von unterschiedlichen Landschaften – die Kulturlandschaften. Dieser Flickenteppich verschiedener Lebensräume entwickelte sich zur Grundlage einer reichen Flora und Fauna.

Streuobstwiesen und Bauerngärten, bunte Wegränder und Dorfteiche, Hochstaudenfluren und Hecken, Kopfbäume und Kiesgruben, Trockenrasen und Niederwälder – mit spannenden Texten und schönen Bildern stellt Bruno P. Kremer die Glanzlichter unserer Kulturlandschaften vor. Im Zentrum steht der besondere ökologische Wert jedes Lebensraumes. Die typischen Tier- und Pflanzenarten runden die Porträts der Landschaftselemente ab.

In einer Zeit, in der die gewachsene Vielfalt der Kulturlandschaft durch Bevölkerungswachstum und intensive Landwirtschaft stark abnimmt, bricht der Autor eine Lanze für den Schutz und die Erhaltung dieser landschaftlichen Kostbarkeiten.

Kremer, Bruno P.: Kulturlandschaften lesen Select; Vielfältige Lebensräume erkennen und verstehen; ISBN: 978-3-258-07938-7; 1. Auflage 2015 224 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Zeichnungen gebunden, Haupt Verlag 29.90 €


Lebensraum Federkleid

Schöne, Richard & Schmäschke, Ronald

Der aktuelle ornithologische Wissensstand zu den Bewohnern unserer einheimischen Vögel.

Vögel bieten anderen, kleineren Lebewesen einen Lebensraum. Da die Mitbewohner der Vögel stets im Verborgenen leben und meist sehr klein und deshalb äußerlich am Gefieder nicht ohne Weiteres erkennbar sind, werden sie selten wahrgenommen und sind nur wenigen Spezialisten bekannt.
Es besteht noch ein erheblicher Forschungsbedarf zur Ektoparasitenfauna unserer heimischen Wildvögel. Kenntnislücken bestehen über das Artenspektrum, die Wirtswahl und die Biologie von Bewohnern des Federkleides wie Zecken, Flöhe, Vogelblutfliegen, Federmilben und Federspulmilben.

Die Autoren präsentieren den aktuellen Wissensstand und bieten allen Naturliebhabern, Ornithologen, Vogelliebhabern und -züchtern sowie Tierärzten fundierte Informationen zum Lebensraum Federkleid und seinen Bewohnern.

Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Klaus Eulenberger.

Schöne, Richard / Schmäschke, Ronald: Lebensraum Federkleid; Federn und Federbewohner heimischer Vögel; ISBN: 978-3-258-07906-6 ; 1. Auflage 2015 193 Seiten, 230 Farbfotos, 4 sw Zeichnungen; Haupt Verlag; 29.90 €




224 Seiten, über 180 farbige und 40 schwarz-weiß Abbildungen, gebunden; 29,90 €

Die BIENE
Geschichte, Biologie, Arten

Noah Wilson-Rich

Über Bienen ist landläufig bekannt, dass sie leckeren Honig produzieren, unersetzlich für die Bestäubung und damit für Erhalt und Vielfalt der Flora sind und bei Gefahr zustechen. Noah Wilson-Rich weiß in seinem Buch noch sehr viel mehr über diese beeindruckenden Insekten zu vermitteln.

Die Beziehung zur Westlichen Honigbiene wurde über Jahrtausende auf besondere Weise kultiviert. Sie gilt als kleinstes Haustier des Menschen. 39 weitere der 20.000 existierenden Bienenarten werden von Wilson-Rich im Detail vorgestellt, mit interessanten Hintergründen zu ihren Habitaten, Organisationsweisen und erstaunlichen Fähigkeiten. Wissenswerte Informationen, zum Beispiel über die Tanzkommunikation oder das Einzelgängertum mancher Völker, liefert der Autor dazu. Außerdem sind detaillierte Abbildungen beigefügt, die Porträtfotos und Silhouetten der Rassen in Originalgröße zeigen. Verhalten und Lebenszyklen der einzelnen Arten divergieren teils stark. Natürlich ist auch ihr Zusammenleben mit dem Menschen ein spannendes Thema. Der Autor geht auf die Haltung von Bienen (etwa in der Stadt) ein, aber auch auf die Gefährdung dieser faszinierenden Insekten.

Noah Wilson-Rich hat ein Buch für Tier- und Naturfreunde sowie an symbiotischen Prozessen Interessierte gleichermaßen geschaffen. Nicht nur Imker können sich hier ein breites Wissen über ihre Nutztiere aneignen, auch Gartenfreunde finden Anregungen zu den summenden Besuchern. Durch die reiche Bebilderung und die wertige Ausstattung haben auch bibliophile Leser ihre wahre Freude an dem Titel.

Noah Wilson-Rich ist Dozent für Biologie am Simmons College in Boston. Zudem ist er der Gründer und wissenschaftliche Leiter von The Best Bees Company, einer ebenfalls in Boston ansässigen Dienstleistungs- und Forschungsorganisation für Bienenhaltung. Er hielt bereits eine begeistert aufgenommene Rede bei einer TED-Konferenz (Technology Entertainment Design) über sein Spezialgebiet „Biene“ und ist ein Experte für Imkerei in der Stadt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Gesundheit von Honigbienen. Er hat einen PhD der Tufts University.

Noah Wilson-Rich (Hrsg.): Die Biene Geschichte, Biologie, Arten Haupt Verlag 224 Seiten, über 180 farbige und 40 schwarz-weiß Abbildungen, gebunden Format: 29,90 €; ISBN 978-3-258-07869-4




304 Seiten, Flexibroschüre, 300 Fotos, 65 Zeichnungen
€ 29,90 (D) / € 30,80 (A) /CHF 35,90

Blumen und ihre Bewohner

Margot und Roland Spohn

Beim Betrachten von Blumen und Pflanzen liegt unser Hauptaugenmerk auf der Botanik und weniger auf den Tieren, die sich auf der Pflanze tummeln: Fraßspuren, Pilze, Käfer oder Raupen werden meistens übersehen – einzig Bienen oder Schmetterlinge passen für uns ins Bild. Pflanzen alleine sind tolle und faszinierende Lebewesen. Doch die Beschäftigung mit den Partnern, die auf, von und mit ihnen leben und wie sie dies tun, eröffnet ganz neue Horizonte.

Margot und Roland Spohn widmen sich in ihrem Buch „Blumen und ihre Bewohner“ (Haupt Verlag) dem Lebensraum Blume und porträtieren 80 einheimische Blütenpflanzen und ihre Bewohner. Manche von ihnen entpuppen sich als Feinde, andere als Freunde, und oft entsteht zwischen Blume und Bewohner eine hoch spezialisierte Partnerschaft. Die Autoren erläutern, wie die Partner aufeinander reagieren, voneinander profitieren und wie ungebetene Gäste wieder ausgeladen werden. So wird der „Lebensraum“ Blume sehr schnell zum „Tatort“ Blume! Viele dieser verblüffenden und auch „kriminellen“ Beziehungen lassen sich leicht beobachten. Auch dazu liefert das Buch zahlreiche Tipps.

Neben faszinierenden Geschichten zur Lebensgemeinschaft auf Ringelbume, Löwenzahn und Seifenkraut erfahren Gärtner und Naturfreunde auch viel nützliches Hintergrundwissen zur Biodiversität. Auf dass wir beim nächsten Spaziergang nicht nur die Blume, sondern auch ihre Bewohner wahrnehmen!

Margot Spohn hat Biologie mit Schwerpunkt Botanik und Pharmazeutische Biologie studiert. Hauptberuflich ist sie mit der Zulassung komplementärmedizinischer Arzneimittel in der Schweiz beschäftigt.
Roland Spohn arbeitet als selbstständiger Biologe im Bereich Naturfotografie und Sachillustration. Außerdem kombiniert er viele biologischen Themen zu fantasievollen Gemälden und zeigt diese in Ausstellungen.

Margot Spohn, Roland Spohn: Blumen und ihre Bewohner. Der Naturführer zum reichen Leben an Garten- und Wildpflanzen Haupt Verlag 304 Seiten, Flexibroschur, 300 Fotos, 65 Zeichnungen 29,90 €; ISBN 978-3-258-07905-9

Exkursionen SS-2015

Als Sommersemesterprogramm 2015 bieten wir 2 Exkursionen an: Zum einen führt uns die gemeinsame Exkursion mit der Société d’Histoire Naturelle von Colmar mal wieder in die Glaziallandschaft der Südvogesen. Zum anderen gibt es dieses Jahr wie längst versprochen die zweitägige Exkursion in den Schweizer Jura zum Felsenkessel des Creux du Van, ältestes Naturschutzgebiet der Schweiz.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme, damit sich die Organisation auch lohnt.

 

Samstag, 27. Juni 2015

Gemeinschaftsexkurion mit der Société d’Histoire Naturelle de Colmar (SHNC), Leitung : Martial Boutantin, Vizepräsident der SHNC.

Exkursion in die Hochvogesen in das Tal der Wormsa

Das Tal der Wormsa: eines der schönsten Glazialtäler des Vogesen-Massivs – aufgrund seiner Morphologie und seiner reichhaltigen Pflanzenwelt. Start der Wanderung vom Parkplatz gegenüber dem Hotel Val-Neige in Mittlach. Aufstieg bis durch das glaziale Trogtal bis zum Fischboedle-See, evt. Bis zum Schiessroth-See.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, da auch hohe Nachfrage von frz. Seite.

Treffpunkt 1: P&R Parkplatz Paduaallee in Freiburg-West, Start 08:00 Uhr, Bildung von Fahrgemeinschaften, daher bitte Auto mitbringen. Treffpunkt 2: Bahnhof in Munster um 09:00 Uhr, Für gute Wanderer kein Schwierigkeitsgrad. Rückkehr nach Freiburg gegen 17:30 Uhr.

Anmeldung bis 22.06.2015 bei Regina Ostermann, Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: O7824 661381. Mitfahrerkostenerstattung, sonst kostenfrei

Samstag/ Sonntag, 18./19. Juli 2015

Exkursion in den Schweizer Jura zum Creux du Van.

Der gewaltige hufeisenförmige Felsenkessel des Creux du Van ist das älteste Naturschutzgebiet der Schweiz (seit 1870). Die rund 200 m hohen Felsen fallen senkrecht ab. Oben an der Krete führt ein atemberaubender Weg an der Kante entlang. Zuerst haben Gletscher, danach Bäche die Felsformation aus den Kalkablagerungen eines urzeitlichen Meers vor rund 200 Millionen Jahren geformt. Die steil abfallenden Felsenwände bieten einen guten Einblick in die Geologie der Jurafaltung. Außergewöhnlich ist das regionale Klima des "Creux du Van" mit arktisch-alpiner Flora in der Felsenarena.

Erster Tag: Anreise zur Ferme Robert/ Noiraigue und Wanderung in den Felsenkessel zu den Geröllhalden (Permafrost) mit lokalem Führer (da kein freier Zutritt!) und kleines Besucherzentrum bei Ferme Robert, ca. 3,5 h.
Zweiter Tag: Rundwanderung von der Ferme Robert (972 m) zur Krete und Ferme le Soliat (1462 m) und Heimreise. Reine Wanderzeit ca 4,5 h.

Treffpunkt : P&R Parkplatz Paduaallee in Freiburg, Start 8:00 Uhr, Fahrt mit angemieteten Kleinbussen. Rückkehr Sonntag gegen 17:30 Uhr nach Feiburg.

Übernachtung in der Ferme Robert (4er und 6er Zimmer)/ Noiraigue. Rucksackverpflegung für die Wanderungen. Abendessen in der Ferme. Am Sonntag Einkehr möglich auf der Ferme Le Soliat.
Ausrüstung: Wetterfeste Kleidung, gutes Schuhwerk und Trittsicherheit, ggf. Wanderstöcke.

Kosten: Fahrtkosten: ca 25 €, Übernachtung 30 SFR, Führung am Samstag 10 SFR + ggf. Kosten für Abendessen.
Bitte beachten: Für BLNN-Mitglieder übernimmt der Verein die Fahrtkosten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung bitte bis 15. Juni 2015 bei Regina Ostermann (Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: O7824 661381, oder bei Albert Reif (albert.reif(a*)blnn.de oder Tel: O761 2O3 3683).

 

 

Vortragsreihe WS 2015-2016

Über kleine und große Tiere


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Mittwoch, 11.11.2015

Franziska Wendler, Christian Günther, Prof. Dr. Gerhard Bauer, Freiburg

Geht es rückwärts mit Badens Flusskrebsen?

Mittwoch, 25.11.2015

Dr. Gerrit Müller, Friedenweiler

Von Kreuzottern und anderen Schlangen

Mittwoch, 09.12.2015

Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein, Freiburg

Warum der Schutz von Wildbienen für die Bestäubung von Nutzpflanzen
wichtig ist

Eine Welt ohne Bienen und andere blütenbesuchende Tiere würde jährlich zu weltweiten Ertragsverlusten von Nutzpflanzen für die menschliche Ernährung von ca. 153 Milliarden Euro führen. Der Anteil für Deutschland an dieser Summe beträgt ca. 1,6 Milliarden Euro. Wie berechnen Wissenschaftler solche zahlen und kann der Wert der Bestäubung überhaupt in Geld ausgedrückt werden? Welche Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung von Bienen und andere Insekten angewiesen? Kann die Honigbiene die Bestäubungsleistung alleine leisten oder brauchen wir eine Vielfalt an Bestäubern und warum? Wie können wir Wildbienen und andere wildlebende Tiere schützen?

Auf diese und weitere Fragen werde ich in dem Vortrag anhand unserer Forschungsergebnisse aus Projekten in der Umgebung von Freiburg und aus verschiedenen Regionen der Welt eingehen.




Abb. 1 Eine Prachtbiene (Eulaema cingulata) bestäubt eine Passionsblume (Passiflora edulis) in Kolumbien. Honigbienen sind zu klein um diese großen Blüten zu bestäuben. Foto: Catalina Gutiérrez, Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie, Universität Freiburg.

Abb. 2 Eine Grasshummel (Bombus ruderarius) beim Besuch einer Blaubeerblüte (Vaccinium corymbosum) in einem Freiburger Garten. Foto: Felix Fornoff, Professur für Naturschutz und Landschaftsökologie, Universität Freiburg.

Mittwoch, 16.12.2015

Dr. Manfred Lieser

Max das Wildschwein und vieles andere mehr

Naturkundliche Betrachtungen in Reimform

Der Autor, Freiburger Forstabsolvent und mittlerweile als Ornithologe am Bodensee untätig, bemüht sich seit einigen Jahren, seine Sicht auf die Dinge in Form gereimter Texte zu Papier zu bringen:

„Die Dichtung ist ein rundes Ding,
hält Spalten zu und Poren,
sie liegt zumeist als Gummiring auf Stutzen oder Rohren…“.

Einige dieser Dichtungen fielen dem Vorstand des BLNN in die Hände, der Lieser zu dem Vortrag drängte und damit die volle Verantwortung trägt. Die zumeist kurzen Gedichte berühren die Bereiche Zoologie („Tiere sind auch nur Menschen“), Botanik, Schwarzwald und Hegau, Forst und Jagd sowie Erotik im weitesten Sinne. Als Zugabe sind ein paar Texte zum Jahreswechsel vorgesehen.

Dr. Bernd-Jürgen Seitz (Freiburg):

(R)Evolution auf Madagaskar

(Autorenlesung mit Bildern)

Mittwoch, 20.01.2016

Dr. Doreen Werner, Müncheberg

Mücken Deutschlands, mit besonderer Berücksichtigung von Baden-Württemberg



Mittwoch, 03.02.2016

Dr. Evelyn Rusdea, Prof. Dr. Albert Reif

Landschaft und Landnutzung im Apuseni-Gebirge, Rumänien

In den Bergdörfern des Motzenlandes im Westgebirge Rumäniens haben sich bis in jüngste Zeit traditionelle Landnutzungen, Landschaftsstrukturen und Biozönosen erhalten, so auch in Ghetari, einem etwa 11 m hoch gelegenen Bergdorf in einem großen Karstgebiet. Aufgrund des kühlen Klimas in der Montanstufe besitzen Holzverarbeitung, Viehzucht und Grünlandwirtschaft. Handwerk und (Tausch-)Handel mit Holzprodukten große Bedeutung. Bis heute werden viele Arbeiten manuell verrichtet, beispielsweise die Tierhalting unf Düngung der Wiesen oder Bau und Reparatur der eigenen Gebäude. Eine Analyse dieser Landnutzungsformen ist auch für das Verständnis der mitteleuropäischen Landschaftsbilder, ihrer historischen Entwicklungen und der Formulierung von Leitbildern für die Zukunft wertvoll. In den letzten Jahren haben sich allerdings die wirtschaftlichen Grundlagen verändert. Mit der Elektrizität und dem Kauf von Motor- und Kreissägen hatte die Waldnutzung nach etwa 1995 eine neue Dimension erlangt. Lokale Systeme der Wasserversorgung sowie der Bau von befestigten Straßen führte zu neuen Marktanbindungen und erleichterte den Tourismus. Folge war ein Bauboom von Touristenpensionen mit oftmals nicht an die Landschaft angepasster Bauweise. Nachdem die Heumahd seit etwa 2008 mit kleinen motormanuellen Mähmaschinen betrieben wird, hat sich die Mahdzeit verkürzt, wurden einige Wiesen weiter entsteint, während entfernt liegende oder arme Standorte brach fielen. Es ist absehbar, dass sich die Lebensumstände der Bevölkerung ebenso wie das Landschaftsbild in wenigen Jahren noch weiter grundlegend ändern.


[Präsentation Apuseni als PDF]

Filmreihe



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NATURFILME – GLOBALE RESSOURCEN – LEBENSRAUM WIESE


Veranstaltungsort Museum Natur und Mensch,
Gerberau 32, 79098 Freiburg;
Moderation: Dr. J.W. Bammert, W.H. Müller, N. Widemann;
jeweils mit Einführung; Pausen zwischen den Filmbeiträgen.

Samstag, 31.10.2015 14 – 23 Uhr

Nachmittag, 14:15: Tierfilme für Kinder
Abend, 19:15: Endlichkeit globaler Ressourcen

Samstag, 16.01.2016, 18 – 21:30 Uhr

Abend der Naturfilme, Lebensraum Wiese

Halbtägiges Seminar: Ökologie der Erde.

Mittwoch, 14.01.2016, 13 – 18 Uhr
Veranstaltungsort Herderbau, R 100,
Tennenbacher Straße 4, Freiburg

 

13:00 – 13:15

Prof. Dr. Albert Reif

Begrüßung

13:15 – 14:45

Dr. Marianne Lauerer, Bayreuth

Klima und Vegetation von Australien, mit besonderer Berücksichtigung von West-Australien

Fernab von anderen Landmassen, unter weltweit einzigartigen geologischen Bedingungen, konnte sich in Australien eine Lebensvielfalt entwickeln, die einzigartig ist. Etwa 85% der rund 20.000 australischen Pflanzenarten sind im Westen zu finden, wo Flora und Vegetation geprägt sind von Anpassungen extreme Lebensbedingungen, an Feuer, Nährstoffarmut und Wassermangel. Neben der enormen rezenten Pflanzenvielfalt findet sich hier auch der Ursprung des Lebens: noch lebende und bis zu 3,5 Milliarden Jahre alte fossile Stromatolithen kommen hier vor.

Der Vortrag stellt die Flora und Vegetation (incl. Ökologie) Westaustraliens vor, von den üppigen feuchten Eukalyptuswäldern im Südwesten über die trockenen Mulga-Bestände im zentralen Teil bis zu den Boab- und Eukalyptussavannen in den Kimberleys.

E. leucophloia Mt Sheila

Eucalyptus leucophloia (Snappy Gum) am Mt. Sheila in Westaustralien. ©Lauerer

[Präsentation Australien als PDF]

14:45 – 15:15

Kaffeepause

15:15 – 16:15

Dr. Reiner Zimmermann, Stuttgart

Klima und Lebensräume von Peru

[Präsentation Peru als PDF]

16:15 – 17:15

Dr. Cristabel Duran, Freiburg

Klima und Lebensräume von Venezuela

Schon vor mehr als zweihundert Jahren war der Naturforscher Alexander von Humboldt von der exotischen Natur und den vielfältigen Landschaften in Venezuela fasziniert. Das Land zählt zu den zehn artenreichsten der Welt. Begleiten Sie uns auf eine Reise durch die verschiedenen klimatischen Zonen von Venezuela und die, an die dortigen Umweltbedingungen angepassten, Vegetationsformen. Zum Beispiel besuchen wir die Paramos in den hohen Anden, wo Pflanzen und Tiere tägliche Temperaturschwankungen von bis zu fünfzig Grad (°C) erleben, sowie die idyllischen, karibischen Küsten mit türkisblauem Meer. Außerdem führt die Reise uns in die artenreichen, immergrünen Amazonaswälder und zu den beeindruckenden Tafelbergen, die in der „vergessenen Welt“ zu finden sind.

[Präsentation Venezuela als PDF]

Halbtägiges Seminar: Naturschutz in Grünland und Wald

Mittwoch, 27.01.2016, 13 – 18 Uhr
Veranstaltungsort Herderbau, R 100,
Tennenbacher Straße 4, Freiburg

13:00 – 13:15

Prof. Dr. Albert Reif

Begrüßung

13:15 – 14:15

Prof. Dr. Rainer Luick, Rottenburg

Extensive Grünlandwirtschaft – aktuelle Praxis und Perspektiven vor dem Hintergrund der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU

[Präsentation Grünland als PDF]

14:15 – 15:15

Dr. Hans-Gerd Michiels, Dr. Mattias Rupp, Freiburg

Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung lichter Waldlebensräume
in Baden-Württemberg

Was ist ein lichter Wald?
Lichte Wälder können zum einen natürlicherweise entstehen, wenn die Standortbedingungen für Waldwachstum extrem werden; zum andern kann der Mensch durch wirtschaftende Tätigkeiten Wald auflichten und licht halten. Lichte Wälder weisen einen Wechsel von Lichtungen, Dichtungen und freistehenden Einzelbäumen und somit einer Verzahnung von Wald- und Offenlandklimate auf (vgl. Abbildung 1). Die Artengemeinschaften setzen sich sowohl aus Vertretern der Wald- als auch der Offenlandlebensräume zusammen (Def. nach Abt. Waldnaturschutz FVA, erweitert nach Helms 2002; Abegg, Wegmann et al. 2005; Lund 2014a, b).



Abbildung 1: Strukturreicher lichter Kiefernwald auf der Schwäbischen Alb mit vielen Grenzlinien und heterogenem Bestandesaufbau als Produkt einer langjährigen Beweidung und Weidpflege. Foto: Rupp.

Warum sind uns lichte Wälder wichtig?
Der Erhalt lichter Wälder ist ein aktiver Beitrag zur Wahrung der Biodiversität, denn die ökoton- und strukturreichen Waldtypen zählen zu den artenreichsten terrestrischen Lebensräumen in Mitteleuropa (Michels; Spencer 2003; Abegg, Wegmann et al. 2005; Bergmeier, Petermann et al. 2010). Oftmals sind Lichtwälder Lebensraum hoch spezialisierter, heute oftmals geschützter Arten (Treiber 2003; Schmidt, Meyer et al. 2009; vgl. Rote Listen).

Worin liegt der Handlungsbedarf?
Die Zahl und Flächengröße lichter Wälder sinkt meist wegen veränderten Landnutzungen seit dem späten 19. Jh. drastisch (Heringer 2000; Stuber, Bürgi 2001; Glaser, Hauke 2004; BfN 2014). Der Flächenrückgang bedingt Einbußen bei der Artenvielfalt und den Verlust an kultureller Vielfalt (Bürgi, Gimmi 2007; Arbeitsgruppe Biologische Vielfalt 2011: 6).

Was wird getan?
Der Erhaltungswille lichter Wälder ist in der Naturschutzstrategie des Landes Baden-Württemberg (MLR 2014) und der Gesamtkonzeption Waldnaturschutz Baden-Württemberg des Landesforstbetriebs (ForstBW) verankert. Bei den Maßnahmen im lichten Wald werden drei Handlungsansätze verfolgt:

  1. Erhalt definierter Lichtwaldarten und Artgemeinschaften
  2. Fortführen bzw. Reaktivieren von Lichtwald-Biotoptraditionen
  3. Schaffen von Prospektionswerten (Bereitstellen lichter Wälder zur Stützung reliktischer Artvorkommen und zur möglichen Ansiedlung gewünschter Arten)
Um die Langfristigkeit der Lichtwaldgestaltung zu gewährleisten, muss ebenfalls auf gesellschaftlicher Ebene agiert werden. Zielkonflikte in der Flächennutzung sowie Umwelt- und Bewusstseinsbildung, Bejagung und Besucherlenkung sind dabei wichtige zu beachtende Faktoren.

[Präsentation Lichte Waldbiotope als PDF]

Literatur

Abegg B., Wegmann S., et al. (2005): Aktionsplan Lichte Wälder im Kanton Zürich. In: Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich (ed), Zürich.
Arbeitsgruppe Biologische Vielfalt AB (2011): Biologische Vielfalt und Bildung für nachhaltige Entwicklung. In: Deutsche U-KeV (ed), Bonn.
Bergmeier E., Petermann J., et al. (2010): Geobotanical survey of wood-pasture habitats in Europe: diversity, threats and conservation. Biodiversity and conservation 19(11): 2995-3014. Bundesamt für Naturschutz BfM (2104): http://www.bfn.de/0311_biotop_mgmt.html. Cited 30.09. 2014.
Bürgi M., Gimmi U. (2007): Three objectives of historical ecology: the case of litter collecting in Central European forests. Landscape Ecology(22): 77-87.
Glaser F.F., Hauke U. (2004): Historisch alte Waldstandorte und Hudewälder in Deutschland. Bonn, Bad Godesberg.
Helms J.A. (2002): What do these terms mean? Forest, Forestry, Forester. Journal of forestry.
Heringer J. (2000): Deutsches "Cowboy-Land" Weiden, Hutungen, Ötzen, Almen, Triften. Laufener Seminararbeiten(4): 7-16.
Lund H.G. (2014a): Definitions of agroforestry, farm forestry, forest health, sustainable forest management, urban forests, pasture rangeland, cropland, agricultural land, shrubland, and wetlands and related terms. Forest Information Services.
Lund H.G. (2014b): http://home.comcast.net/~gyde/DEFpaper.htm.
Michels C., Spencer J. (2003). Waldweide im New Forest. 1000 Jahre Großpflanzenfresser im Wald. LÖBF-Mitteilungen(4): 53-58.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg MLR (2014): Naturschutzstrategie Baden-Württemberg Biologische Vielfalt und naturverträgliches Wirtschaften – für die Zukunft unseres Landes. Bechta Offsetdruck, Ludwigshafen.
Schmidt M., Meyer P., et al. (2009): Bedeutung der Habitatkontinuität für die Artenzusammensetzung und -vielfalt der Waldvegetation.
Stuber M., Bürgi M. (2001). Agrarische Waldnutzungen in der Schweiz 1800–1950. Waldweide, Waldheu, Nadel- und Laubfutter. Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen 152(12): 490-508.
Treiber R. (2003): Genutzte Mittelwälder - Zentren der Artenvielfalt für Tagfalter und Widderchen im Südelsass. Nutzungsdynamik und Sukzession als Grundlage für ökologische Kontinuität. Naturschutz und Landschaftsplanung 35(1): 50-63.

15:15 – 15:45

Kaffeepause

15:45 – 16:45

Prof. Dr. J. Bauhus, Freiburg

Zur Integration von Naturschutz- und Produktionszielen in der Forstwirtschaft

16:45 – 17:45

Prof. Dr. Jürgen Huss, Freiburg

Neozoische Tierarten - Grauhörnchen, Waschbären und andere „Störenfriede“ im Wald

[Präsentation Neozoische Tierarten als PDF]


Die Mitteilungen des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz e.V.
N.F Band 21, Heft 2; 2013

SCHMITT, M.: Notizen zu einigen interessanten Spinnenfunden aus der südlichen Ortenau.

ROYO, M., REIF, A., GUTMANN, A. & COCH, T.: Wozu brauchen wir in den Mittelgebirgen Grünland?

ATTINGER., M.: Vorindustrielle Waldnutzung am Schönberg bei Freiburg - Bedeu-tung der zentralen Ressource Wald im 18. Jahrhundert am Beispiel der Gemarkung Ebringen.

MÜLLER-KROEHLING, S.:Zum Vorkommen moorspezifischer Laufkäfer (Coleoptera: Carabidae) und Schwimmkäfer (Dytiscidae) in Spirkenfilzen (FFH-Sub-LRT *91D3) des Südschwarzwaldes als charakteristische Arten.

BAMMERT, J.: Bemerkenswerte Pflanzenfundorte im südbadischen Raum, 2. Folge.


Gewesen: Exkursionen SS-2014


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Samstag, 17. Mai 2014

Gemeinschaftsexkursion mit der Société d’Histoire Naturelle de Colmar.
Leitung: Thomas Huth, Freiburg. Beiträge von Martina Attinger, Regina Ostermann.

Wanderung über Schönberg
mit geologischem Schwerpunkt und historischen und botanischen Exkursen.

Der Schönberg hat viel zu bieten: Sein geologischer Aufbau, die Entstehungsgeschichte und die interessante Flora am Weg und im Wald sind Themen einer kleinen Wanderung, die an der Berghauser Kapelle startet und rund um den Schönberggipfel, in die Matten oberhalb von Wittnau und zurück zur Berghauser Kapelle führt. Kleine Abstecher führen zu den großen “Kieselsteinen” bei der Ruine Schneeburg, zu Resten eines Bergbau, der in den 30er Jahre des letzten Jahrhunderts den Schönberg durchlöchert hat wie einen Schweizer Käse.

Treffpunkt: 09:30 h Parkplatz Berghauser Kapelle (zwischen Ebringen und Wittnau). Rucksackverpflegung. Dauer ca. 6 Stunden; Einkehr nach Abschluss auf dem Schönberger Hof.

Anmeldung bei Regina Ostermann, Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: 07824 661381.

 

Sonntag, 22. Juni 2014

Leitung: Albert Reif, Freiburg.

Exkursion in den Schweizer Jura zum Mont Raimeux bei Moutier.

Landschaft, Flora und Vegetation im Kettenjura am Mont Raimeux (Durchbruchstal der Birs bei Moutier, 550 m NN). Aufstieg: Blaugrasbuchenwald, Felsenbirnengebüsch, Scheidenkronwicken-Kiefernwald auf der Jurafalte des Mont Raimeux (ca 1.100 m NN). Weidenutzung und Grünland in der Bergregion. Eschen-Ahorn-Schatthangwald in der Schlucht Combe du Pont (Abstieg).

Treffpunkt: P&R Parkplatz Paduaallee in Freiburg, Start 08:00 Uhr, Rucksackverpflegung. Wetterfeste Ausrüstung, gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und gute Kondition! Rückkehr gegen 19:00 Uhr nach Freiburg; 30 Teilnehmer.

Bitte beachten: Die Exkursion in den Schweizer Jura führen wir mit einem angemieteten Bus durch. Dies ist für Mitglieder kostenfrei, für Nichtmitglieder werden 15 € erhoben (Buskosten). Wir bitten daher um Anmeldung bis 06. Juni 2014 bei Regina Ostermann (Mail: regina.ostermann(a*)blnn.de, Tel.: 07824 661381, oder bei Albert Reif, albert.reif(a*)blnn.de oder Tel: 0761 203 3683 - wir sollten den angemieteten Bus auch auslasten!

Bei den Mailadressen bitte (a*) durch das @ ersetzten.

Gewesen Vortragsreihe WS 2013-2014: Baar-Wutach

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg,
jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30,
Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I, Hauptstr. 1, Freiburg.


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- Eintritt frei -
Gäste sind jederzeit herzlich willkommen!

Mittwoch, 06.11.2013

PD Dr. Thomas Ludemann, Freiburg:

Die natürliche Vegetation im Baar-Wutach-Gebiet

Mittwoch, 20.11.2013

Kurt Rilling, Freiburg:

Stagnogley, Buntsandstein
Stagnogley, Buntsandstein

Terra fusca-Parabraunerde, Muschelkalk
Terra fusca-Parabraunerde, Muschelkalk

Pelosol, Unterjura
Pelosol, Unterjura

Die Böden der Region Baar-Wutach: Entstehung, Verbreitung, Eigenschaften

Böden sind neben Wasser, Luft und Sonne unsere wichtigste Lebensgrundlage. Da sie sich dem direkten Einblick entziehen, führen sie oft ein Schattendasein und sind nur wenig im öffentlichen Bewusstsein vorhanden. Dabei sind Böden nicht nur Standorte für unsere Kulturpflanzen, sondern haben daneben weitere wichtige Funktionen. Sie besitzen beispielsweise eine wichtige Regelungsfunktion im Wasserkreislauf, dienen als Filter und Puffer für Schadstoffeinträge und sind Lebensraum für zahllose Bodentiere.

Gerade in der Baar-Wutach-Region, mit ihren besonderen geologischen Gegebenheiten, gibt es eine außerordentliche Vielfalt verschiedener Böden, die i. d. R. eine lange Geschichte hinter sich haben. Durch Verwitterung der vor Jahrmillionen aus Meeres- oder Flussablagerungen gebildeten Gesteine des Buntsandsteins, Muschelkalks, Keupers und Juras sind die unterschiedlichsten Bodentypen entstanden. Dabei spielte die jüngste geologische Vergangenheit, das Eiszeitalter, eine wichtige Rolle. Häufige Frostwechsel führten zur Zerkleinerung, Vermischung und Umlagerung der Gesteine. Außerdem kam es zur Ablagerung von Wind- und Flusssedimenten. Nach der Klimaerwärmung vor rund 12 000 Jahren begannen sich durch verschiedene Prozesse wie Verwitterung, Humusbildung, Verlehmung, Kalklösung usw. unsere heutigen Böden zu entwickeln. Durch das Eingreifen des Menschen seit der Jungsteinzeit, großflächig dann seit dem Mittelalter, wurden die natürlichen Böden zu Kulturböden umgewandelt. Ackernutzung und Waldrodung führte weit verbreitet zu Bodenerosion und zur Ablagerung von Bodensedimenten in Mulden und Talauen.

Eine Besonderheit im Süden der Region ist die durch die Flussanzapfung an der Feldbergdonau vor ca. 18 000 Jahren entstandene Wutachschlucht mit ihren tiefen, engen Seitentälern. In der nördlich angrenzenden Baar hingegen fehlen tief eingeschnittene Täler. Im Wasserscheidengebiet zwischen Donau, Neckar und Wutach treten dort in den Senken häufig Moore und vernässte Böden auf.

Bodenkarten des LGRB zeigen die Abhängigkeit der Bodenverbreitung von Relief und Ausgangsgestein in der Region und beschreiben die Eigenschaften und Merkmale der zu Bodengesellschaften zusammengefassten Böden. Die Karten sind dabei eine wichtige Grundlage für Fragen des Bodenschutzes.

Literatur:

RILLING, K. (1996): Blatt 7917 Villingen-Schwenningen-Ost, Karte und Tabellarische Erläuterung. – Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000: 51 S., 1 Tab., 1 Kt.; Freiburg i.Br. (Geol. Landesamt Baden-Württ.). RILLING, K. (1997): Blatt 8016 Donaueschingen, Karte und Erläuterungen. – Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000: 107 S., 2 Abb., 1 Tab., 1 Kt.; Freiburg i. Br. (Geol. Landesamt Baden-Württ.) KÖSEL, M. & RILLING, K. (2002): Die Böden der Baar – ein Beitrag zur regionalen Bodenkunde Südwestdeutschlands. – Schr. Ver. Gesch. Naturgesch. Baar, 45: 99–128, 17 Abb.; Donaueschingen. RILLING, K. (2004): Böden. In: FRANZ, M. & MÜNZING, K. mit Beitr. v. FINGER, P., GRIMM, B., KECK, O. u. RILLING, K.: Erläuterungen zu Blatt 7917 Villingen-Schwenningen-Ost. – Geologische Karte von Baden-Württ. 1: 25 000: 153–161, 6. Auflage, Hrsg.: LGRB Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. RILLING, K. (2004): Blatt 8017 Geisingen. – Karte und Erläuterungen. – Bodenkt. Baden-Württ. 1 : 25 000: S., Abb., Tab., Taf., 1 Kt.; Freiburg i. Br. (Landesamt für Geologie Rohstoffe und Bergbau Baden-Württ.) LAZAR, S. & RILLING, K. (2006): Die Böden der Baar. – In: Siegmund, A. (Hrsg.): Faszination Baar – Porträts aus Natur und Landschaft: 37–56, 25 Abb., 2. Aufl.; Donaueschingen.

Mittwoch, 04.12.2013

Prof. Dr. Alexander Siegmund und Dipl.- Geoökologe. Daniel Volz, Heidelberg:

Zwischen Schichtstufen und Kaltluftseen – Naturräumliche Charakteristika und
Regionalklima der Baar

Die Baar - eine Hochmulde im Übergang vom Schwarzwald im Westen zur Schwäbische Alb im Osten - bildet aufgrund ihrer speziellen geologischen Gegebenheiten und Landschaftsformen ein einmaliges Schaufenster in die Erdgeschichte: Vom Grundgebirge mit Granit und Gneis über die verschiedenen Deckschichten der Trias bis hin zu den Jura-Kalken der Albhochfläche lassen sich hier auf engstem Raum vielfältige Gesteine entdecken. Zugleich bietet sich vom Süden der Baar ein eindrucksvoller Blick über die gesamten Stufen der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft, die hier ihren Ausgang findet.

Durch ihre Hochmuldenform ist die Baar aber vor allem auch durch ihre besonderen regionalklimatischen Besonderheiten bekannt: Durch die Bildung von so genannten Kaltluftseen zählt die Regionen bei Strahlungswetterlagen mit zu den Kältepolen Deutschlands. Gleichzeitig zeichnen sich eine jahreszeitloch und räumlich unterschiedliche Niederschlagsgenese und -Verteilung ab, die mit zum charakteristischen Klima der Region beiträgt, die einst zu den Kornkammern Badens zählte.

Der Vortrag zeigt einen Streifzug durch die vielfältige und kleinräumig differenzierte geologischen und geomorphologischen Besonderheiten der Baar und zeigt die besonderen regionalen Klimakennzeichen auf.

Mittwoch, 15.01.2014

Wolf Hockenjos, Donaueschingen:

Wald und Waldwirtschaft in der Baar - gestern, heute, morgen

Mittwoch, 05.02.2014

Dr. Niklot Krohn, Freiburg:

Von Steinzeitjägern, Römerstraßen und Alamannengräbern:
Die Kulturlandschaftsgeschichte der Baar aus archäologischer Sicht

Mittwoch, 12.2.2014

Dr. Friedrich Kretzschmar, Freiburg

Bedeutung des Grünlandes für den Naturschutz
auf der Baar und der Baaralb

Die vielfach „Kornkammer Badens“ genannte Baar zeichnet sich auch durch eine große Vielfalt an Grünlandgesellschaften aus. Von Trollblumen-Bachkratzdistelwiesen am Schwarzwald-Ostrand über artenreiche Glatthaferwiesen auf der Riedbaar bis zu orchideenreichen Halbtrockenrasen auf der Baaralb reicht das Spektrum. Während die Bestände auf trockenen Standorten am Albrand heute meist durch Pflegeverträge erhalten werden, sind die gut meliorierbaren Wiesen auf der Baar stark durch Intensivierung der Nutzung gefährdet. Über Förderprogramme im Vertragsnaturschutz und naturschutzorientierte betriebliche Beratung versucht man, die kaum noch rentable Heuwiesennutzung aufrecht zu erhalten.

 


Halbtägige Seminare

Bitte beachten:
Veranstaltungsort Herderbau, R 100,
Tennenbacher Straße 4, Freiburg


Ökologie der Erde

Mittwoch, 23.10.2013, 14 – 18 Uhr

 

14:00 – 14:15: Prof. Dr. Albert Reif:

Begrüßung

 

14:15 – 15:00: Dr. Benoît Sittler, Freiburg:

Naturraum der Arktis, Populationszyklen

Ein vom BLNN mitunterstütztes Forschungsprojekt der Universität Freiburg befasst sich seit über 25 Jahren mit einem hocharktischen Ökosystem im North East Greenland National Park. Dieses Langzeitmonitoring einer Tundren-Lebensgemeinschaft liefert somit einmalige Einblicke in die Ausstattung und in das Funktionieren arktischer Lebensgemeinschaften. Prägend sind in dem Untersuchungsgebiet des Karupelv Tals die Lemmingzyklen und die gegenseitige Beeinflussung der Raubfeinde wie z.B. Schnee-Eulen und Hermeline. Inzwischen ist auch der Klimawandel, der die polaren Gebiete besonders betrifft, allerorts spürbar. Leidtragende Arten sind neben den Eisbären auch Moschusochsen, die mit den veränderten Schneebedingungen nur schwer zu recht kommen. Ähnliches gilt auch für die Lemminge, und indirekt auch wieder für ihre Fressfeinde.

15:00 – 15:45: Dr. Christine Schmitt, Freiburg:

Die äthiopischen Bergregenwälder mit wildem Kaffee: Biodiversität, Schutz und Nutzung

Die äthiopischen Bergregenwälder beherbergen eine hohe Biodiversität und sind das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Arabica-Kaffee. Die Wälder sind jedoch durch einen stetig wachsenden Landnutzungsdruck stark bedroht. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Verbreitung und Ökologie der verbleibenden Bergregenwälder mit wilden Kaffee. Weiterhin werden die Konfliktpotentiale rund um Waldschutz, Waldnutzung und Kaffeemanagement am Beispiel der Kafa Zone im Südwesten Äthiopiens diskutiert.

Literatur:

Hylander, K., Sileshi N., Delrue, J. & Woldeyohannes E. (2013): Effects of coffee management on deforestation rates and forest integrity. Conservation Biology 27 (5): 1031-1040. Schmitt, C.B. (2006): Montane rainforest with wild Coffea arabica in the Bonga region (SW Ethiopia): plant diversity, wild coffee management and implications for conservation. Ecology and Development Series 47. Cuvillier Verlag, Göttingen. Schmitt, C.B., Feyera S., Tadesse W., Rudner, M. & Denich, M. (2013): Importance of regional climates for plant species distribution patterns in moist Afromontane forest. Journal of Vegetation Science 24(3): 553-568. Schmitt, C.B., Feyera S., Denich, M., Preisinger, H. & Boehmer, H.J. (2009): Wild coffee management and plant diversity in the montane rainforest of southwestern Ethiopia. African Journal of Ecology 48: 78-86.

15:45 – 16:15: Kaffeepause

16:15 – 17:00: Prof. Dr. Rainer Lösch,
Aschaffenburg:

Flora, Vegetation und Ökologie der Kanarischen Inseln

DrachenbaumDrachenbaum

Im Vortrag werden im Höhen-Transekt von der Küste bis ins Gebirge die großen Vegetations-stufen der Kanarischen Inseln vorgestellt – Sukkulentenbusch, wärmegetönter Buschwald, Lorbeerwald, Heidebuschwald, Kiefernwald und subalpine Kugelbusch-Bestände. Zusätzlich zu ihrem physiognomischen Erscheinungsbild werden - unter dem Gesichtspunkt der spezifischen Flora – eine Reihe typischer Pflanzenarten illustriert. Ausgehend von den je unterschiedlichen Gegebenheiten werden an Beispielen aus den besonders bedeutsamen dieser Vegetationseinheiten Aspekte der Biogeographie und Ökologie der kanarischen Pflanzenwelt präsentiert. So fallen bei etlichen Gattungen sowohl der ariden Tief- und Hochlagen wie auch des Heidebusches in der Humid-Stufe der Inseln zum Einen die Existenz disjunkter Areale zwischen den mittelatlantischen Inseln bei manchen Arten auf, zum Anderen eine hohe Zahl von Vikarianz-Sippen sowohl innerhalb des makaronesischen Großraumes (Azoren-Madeiren-Kanaren-Kapverden) als auch zwischen dort und dem afrikanischen Festland – bis hin zur Vikarianz ganzer Pflanzengesellschaften. Für die Lorbeerwald-Vegetation werden, auf der Grundlage Bestands-meteorologischer und ökophysiologischer Studien, spezifische ökosystemare Gegebenheiten dieser auch vegetationsgeschichtlich hoch bedeutsamen Pflanzengemeinschaft vorgestellt. Am Beispiel der kanarischen Crassulaceen werden funktionelle Grundlagen der Speziation und Einnischung in unterschiedliche Habitate im Zuge einer radiativen Evolution erläutert. Die Beispiele sollen zeigen, wie die Pflanzenwelt der Kanaren mit ihren Eigenheiten hervorragendes Anschauungs- und Studien-Material bietet für die vielfältigen Facetten geobotanischer Forschung zur Pflanzenwelt einer Region und ihrer spezifischen Charakterisierung.

17:00 – 17:45: Prof. Dr. Ulrich Deil, Freiburg:

Flora, Vegetation und Ökologie von Südwest-
Arabien und Jemen

 


 

Naturschutz im Wald

Mittwoch, 29.01.2014, 13 – 18 Uhr

13:00 – 13:15 h: Prof. Dr. Albert Reif:

Begrüßung

13:15 – 14:15 h: Helmut Schlumprecht, Bayreuth:

Anpassung des Naturschutzes an den Klimawandel in Baden-Württemberg

WasserbilanzWasserbilanz

These 1:
Der Klimawandel mit seinen Auswirkungen trifft auf eine in ihrer Anpassungsfähigkeit geschwächte biologische Vielfalt, da viele Arten und Lebensräume in ihren Beständen und ihrer Verbreitung zurückgehen und nach den Roten Listen gefährdet sind.

These 2:
Die vergleichsweise geringe Erhöhung der Jahresmitteltemperatur im 20. Jahrhundert (v. a. in den letzten 30 Jahren) ist Grundlage für bereits beobachtbare Veränderungen in der Pflanzen- und Tierwelt. Wichtige Klima-Parameter sind Temperatur und Niederschlag (im Jahresgang, v.a. in der Vegetationsperiode), die klimatische Wasserbilanz und die Anzahl der Tage ohne Niederschlag bzw. Trockenperioden. Weiter sind auch Extremereignisse entscheidend. Die fundierte Abschätzung der Auswirkungen von Extremereignissen ist schwierig. Daher werden vorrangig die durchschnittlichen Veränderungen von Summen-Parametern oder Jahresmittelwerten behandelt, auch wenn Extremereignisse deutliche Auswirkungen auf Flora und Fauna haben können.

.... bis These 10 [PDF]

14:15 – 15:15: Rüdiger Unseld, Freiburg:

Anpassung der Forstwirtschaft an den Klimawandel in Baden-Württemberg

Den jüngsten Berechnungen aus Klimamodellen nach sind in Baden-Württemberg zukünftig spürbare Veränderungen z.B. bei der Länge der Vegetationszeit und bei der Niederschlagsverteilung zu erwarten. Diese Klimagrößen haben einen maßgeblichen Einfluss auf das Baumwachstum und in der Folge davon auch auf die vielfältigen ökologischen und ökonomischen Funktionen des Waldes. In einer „Anpassungsstrategie Baden-Württembergs an die Folgen des Klimawandels“ wurden die unterschiedlichen Aspekte der Forstwirtschaft strukturiert und zusammenfasst. Wichtigste Ergebnisse der Anpassungsstrategie sind die daraus abgeleiteten Maßnahmen und deren Priorisierung. Sie werden in dem Vortrag neben einführenden Überlegungen zur Sensitivität und Anpassungskapazität in verschiedenen Bereichen der Forstwirtschaft vorgestellt.

Literatur:

ALBRECHT, A.; SCHINDLER,D.; GREBHAN,K.; KOHNLE,U.; MAYER,H. ( 2009): Sturmaktivität über der nordatlantisch-europäischen Region vor dem Hintergrund des Klimawandels - eine Literaturübersicht. Allg. Forst- u. J.-Ztg. 180, S.109-118. BOLTE, A., EISENHAUER, D.-R., EHRHART, H.-P., GROß, J., HANEWINKEL, M., KÖLLING, C; PROFFT,I; ROHDE, M.; RÖHE, P.; AMERELLER, K. (2009): Klimawandel und Forstwirtschaft – Übereinstimmungen und Unterschiede bei der Einschätzung der Anpassungsnotwendigkeiten und Anpassungsstrategien der Bundesländer. Landbauforschung - vTI Agriculture and Forestry Research 4 2009 (59); S.269-278 DELB, H. (2012): Eichenschädlinge im Klimawandel in Südwestdeutschland. FVA-einblick 02/2012; S.11-14 HANEWINKEL, M.; CULLMANN, D.; MICHIELS, H.G. (2010b): Künftige Baumarteneignung für Fichte und Buche in Südwestdeutschland. AFZ-DerWald 65 (19), S.30-33 KOHNLE, U.; HEIN,S.; MICHIELS, H.-G. (2008): Waldbauliche Handlungsalternativen angesichts des Klimawandels. FVA-einblick 12, S.50-53. MEINING, S.; V. WILPERT, K.; SCHÄFFER,J.; HARTMANN,P.; SCHUMACHER,J.; DELB,H.; AUGUSTIN,N. (2012): Waldzustandsbericht 2012. Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (Hrsg.), 69 S. MENZEL, A., JAKOBI, G., AHAS, R., SCHEIGINGER, H. & ESTRELLA, N. (2003): Variations of the climatological growing season (1951-2000) in Germany compared with other countries. - International Journal of Climatology, 23 (7), S.793-812. MILAD, M., SCHAICH, H. & KONOLD, W. (2012): Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel –- eine Analyse von Vorschlägen aus Forstwirtschaft und Naturschutz. Allgemeine Forst- und Jagdzeitung 183 (9/10); S.183-196 NOTHDURFT,A.; WOLF,W.; RINGELER,A.; BÖHNER,J.; SABOROWSKI,J. (2012): Spatio-temporal prediction of site index based on forest inventories and climate change scenarios. Forest Ecology and Management 279; S. 97–111 PETERCORD, R. (2009) Waldschutz und Klimawandel – „Wettlauf mit den Schädlingen ? LWF Wissen 63; S.61-69 REIF, A.; BRUCKER, U.; KRATZER, R.; SCHMIEDINGER, A.; BAUHUS, J. (2010): Waldbau und Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels aus Sicht des Naturschutzes; BfN-Skripten 272; 2010; 130 S.

15:15 – 15:45: Kaffeepause

15:45 – 16:30: Nicolas Schoof, Freiburg:

Wildnisgebiete in Deutschland - Realität und Perspektiven

Wildniss?Eindrücke aus dem NLP Unteres Odertal:
Was ist Wildnis?

Der Vortrag informiert über das Vorhaben der Bundesregierung 2% der terrestrischen Bundesfläche als Wildnisgebiete auszuweisen. Hierzu wurde ein F&E-Vorhaben finanziert, in welchem eine Landschaftsanalyse durchgeführt werden sollte, mithilfe derer potentielle Wildnisgebiete in Deutschland identifizieren werden sollten.

Wie wurde hierbei vorgegangen, wo kann die Wildnis von morgen entstehen und wie viel Wildnis haben wir in Deutschland schon? Um diese Fragen zu beantworten wird u.a. auch auf die immer wieder (ergebnislos) geführte Diskussion um Mindestgrößen von großflächigen Prozessschutzgebieten eingegangen werden. Außerdem wird noch auf einige mögliche Managementrichtlinien solcher Gebiete kritisch eingegangen werden.

16:30 – 17:15: Juliane Schultze, Freiburg:

Flächen mit natürlicher Waldentwicklung in Deutschland

Im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) strebt die Bundesregierung eine natürliche Waldentwicklung (NWE) auf 5 % der Waldfläche Deutschlands und 10 % der Fläche der öffentlichen Wälder bis zum Jahr 2020 an.

Im Rahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) strebt die Bundesregierung eine natürliche Waldentwicklung (NWE) auf 5 % der Waldfläche Deutschlands und 10 % der Fläche der öffentlichen Wälder bis zum Jahr 2020 an.

Seit Dezember 2010 beschäftigte sich ein Forschungsverbund aus Mitarbeitern/Innen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA), der Professuren für Vegetationskunde und Waldbau der Universität Freiburg sowie des Instituts für Landschaftsökologie und Naturschutz in Bühl (ILN) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit der Frage, auf welchen Flächen Deutschlands aktuell und voraussichtlich bis zum Jahr 2020 eine natürliche Waldentwicklung gewährleistet ist. Voraussetzung für die Bilanzierung war die Festlegung von Mindestanforderungen für NWE-Flächen. Mit dieser Bilanzierung ist erstmals eine belastbare Ausgangsbasis für die künftige fachliche und politische Diskussion um nutzungsfreie Wälder in Deutschland entstanden.

Die Bilanzierung ergibt zum Stichjahr 2013 eine nutzungsfreie Waldfläche von 213.145 Hektar (1,9 % der Waldfläche).

Für einen erfolgreichen Schutz der Biodiversität ist die Qualität der Flächen mit natürlicher Waldentwicklung von wesentlicher Bedeutung. Die einzelnen Flächen und die gesamte Flächenkulisse wurden anhand von Kriterien bewertet, mit denen die räumlichen (Vollständigkeit der Prozesse), zeitlichen (Habitattradition) und funktionalen (Naturnähe der Bestockung, Repräsentanz, Seltenheit und Gefährdung) Dimensionen der naturschutzfachlichen Qualität angesprochen werden.

Im dem Vortrag wird das Vorgehen des Projektes, insbesondere der naturschutzfachlichen Bewertung vorgestellt und die Ergebnisse präsentiert.

17:15 – 17:30: Abschlussdiskussion

Kuchiggeischter

Crista Rinklin
Paperback: 120 Seiten
Format: 16,5 x 24 cm
ISBN: 978-3-935737-15-9
12,80 €

Kuchigeischter - Wenn Edelbrenner im Breisgau und Kaiserstuhl am Herd stehen.

Seit Generationen verstehen es die Obstbauern im Breisgau und Kaiserstuhl, die Aromenvielfalt ihrer einzigartigen Kulturlandschaft in der Flasche einzufangen. Doch wehe, wenn die Geister losgelassen...
In diesem Buch ließen sich Edelbrenner, Sterneköche und andere Liebhaber hochprozentiger Genüsse von den "Kuchigeischtern" inspirieren. Zwischen Obstbäumen, Brenngeschirren und Kochtöpfen ließen sie sich ihre besten Rezepte entlocken, die von der Autorin Christa Rinklin zu einer einzigartigen Sammlung zusammengetragen wurden.

Rezension:
Was hat ein Kochbuch, zumal mit Schwerpunkt auf Hochprozentigem, auf dieser Webseite mit Schwerpunkt auf Naturschutz und Landschaftspflege zu suchen?
Zum einen: Wenn etwas Hochprozentiges von Qualität in der Flasche landen soll, dann sind es die alten Obstsorten der Streuobstwiesen, Böschungen und Rebhängen, die die besten Grundlagen dafür bieten. Das gibt es nur in einer lebendigen, ökologisch intakten Kulturlandschaft.

aufgeschlagen
Erschienen im Lavori-Verlag

Zum anderen. Das Büchlein ist eine hochprozentige Ergänzung zu Naturführern. Führen die einen zu den Besonderheiten der Natur, ergänzt das Büchlein die Ziele um Besonderheiten der kulinarischen Art. Und schließlich sind naturverbundene Menschen meist auch sinnesfroh und einer guten Küche unbedingt zugetan. Nichtheimische seien allerdings gewarnt, die Rezepttitel lauten auf: "Kalbsläwere mid Epfelbrand" und "I´g´legde Kaas". Nein, die Autorin war nicht betrunken, das ist Alemannisch - sicherheitshalber mit Übersetzung unter den Titeln.
Ein rundherum gelungenes Büchle, das sehr empfohlen werden kann.

Peter Rasch

Gewesen:

DER NORDSCHWARZWALD

Druckversion

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 12/13 in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg
Jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30,
Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I,
Hauptstraße 1, Freiburg.

Mittwoch, 24.10.2012

Uwe Schmidt, Freiburg

Wald- und Siedlungsgeschichte des Nordschwarzwalds

Mittwoch, 07.11.2012

Thomas Ludemann, Freiburg

Die Vegetation des Nordschwarzwaldes

Ausgehend von den natürlichen ökologischen Standorts- und Wuchsbedingungen, anknüpfend an neue Ergebnisse zur Wald- und Landnutzungsgeschichte, wird die Vegetation des Nordschwarzwaldes behandelt. Schwerpunkte liegen bei den verschiedenen Lebensräumen der Wälder, bei Fragen nach der ursprünglichen und der heutigen natürlichen Baumartenzusammensetzung (insb. Fichtenfrage) und dem aktuellen Vegetationsmosaik der Wälder sowie bei der möglichen zukünftigen Waldentwicklung.

Mittwoch, 21.11.2012

Luis Scheuermann, Greenpeace Deutschland

Die Landschaften und Lebensräume im geplanten Nationalpark Schwarzwald - Chancen für die Natur in einem Großprozessschutzgebiet in Baden-Württemberg

Narionnalpark  Schwarzwald

Der geplante Nationalpark im Nordschwarzwald ist aktuell Gegenstand kontroverser Debatten. Welche schutzwürdigen Naturräume das Großschutzgebiet möglicherweise einschliessen wird, soll hier in einer Bilderreihe vorgestellt werden. Die Möglichkeiten die ein solcher Nationalpark für die Naturlandschaften im Nordschwarzwald bietet werden aufgezeigt. Luis Scheuermann ist Kampaigner für Waldschutz und Beauftragter für die Kampagne Nationalpark Schwarzwald bei Greenpeace Deutschland.

Mittwoch, 05.12.2012

Dr. Marc Förschler, Vogelwarte Helgoland

Die Vogelarten des Nordschwarzwaldes

Mittwoch, 16.01.2013

Dr. Adam Adam Hölzer, Karlsruhe

Genese und aktueller Zustand der Moore des Nordschwarzwaldes, mit besonderer Berücksichtigung der Torfmoose

[Vortrag als PDF]

Mittwoch, 13.02.2013

Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Huss, Freiburg

Waldbau im Nordschwarzwald – gestern, heute, … und morgen?

Halbtägiges Seminar
"NATURSCHUTZ IM NORDSCHWARZWALD"

Mittwoch, 30.01.2013, 13 – 18 h
Universität Freiburg, Herderbau, R 100, Tennenbacher Straße 4.

14:00 – 14:15 h:

Prof. Albert Reif

Begrüßung

14:15 – 15:00 h:

Dr. Thomas Waldenspuhl & Dr. Britta Hartard (FVA):

Gesamtkonzeption Waldnaturschutz ForstBW

15:00 – 15:45 h:

Dr. Wolfgang Schlund

Naturschutz und Naturschutzstrategien im Nordschwarzwald

15:45 – 16:15 h
Kaffeepause

16:15 - 17:00 h:

Prof. Dr. Albert Reif

Naturschutz im Wald

17 h – 17 h 30:

Abschlussdiskussion



Bitte an die Referenten



Exkursionen SS-2012

Gemeinschaftsexkursion des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz, der Naturforschenden Gesellschaft, der Société d'Histoire Naturelle de Colmar und dem Alemannischen Institut Freiburg

Mittlerer Schwarzwald

Sonntag,13.5.2012: 8 h 00

Abfahrt in Freiburg am "Park & Ride-Parkplatz" Padua-Allee. Dort Bildung von Fahrgemeinschaften. Daher bitte PKW zum Treffpunkt mitbringen!!!

9 h 00 – 10 h 30: Relikte der Schälwaldnutzung (Gewinnung von Rinde der Traubeneiche zum Gerben). Exkursion zu einem als Eichen-Schälwald genutzten Niederwald. Erklärung durch Karl und Florian Dieterle, Großdislehof, 77709 Oberwolfach. Kontakt Tel. 0171-2755744 (Florian), 07834-1273 (Karl).

10 h 45 – 11 h 45: Besuch der Grube Wenzel in Oberwolfach; Befahrung des alten Silberbergwerks in Gruppen, Führung ca. 1 Stunde. 11 h 45 – 12 h 30: Mittagspause am Grubenhaus "Wenzel" (Vesper, dort auch Bewirtung)

12 h 45 – 13 h 45: Mineralien- und Mathematikmuseum ("MiMa") mit sehr schöner Sammlung von Mineralien des Schwarzwaldes und interaktiver Einführung in mathematische Überraschungen. Schulstraße 5, 77709 Oberwolfach. Führung durch Herrn Werner Günter.

14 h 15 – 15 h 15: Plenterwald aus wirtschaftlicher und landschaftsökologischer Sicht. Exkursion mit kurzer Wande¬rung in der Umgebung von Vorderlehengericht. Leitung: Revierförster Dold (Schramberger Str. 57, 77761 Schiltach. 07836/638)

15 h 30 – 17 h: Waldgeschichtliches Schüttesägenmuseum, Rundgang durch die Altstadt von Schiltach. Themen: Stadtgeschichte, Flößerei, Gerberei.

Abschluss 17 h. Anschließend Rückfahrt nach Freiburg, oder Gelegenheit zu Abendessen in Schiltach oder im Höhengasthaus "Käppelehof" im Osterbachtal bei Hausach (Adresse: Fam. Martin Armbruster, Osterbach 7, 77756 Hausach, Tel. 07831 / 459).

Anmeldung: Albert Reif, Staufener Str. 11, 79292 Pfaffenweiler, Tel. 0761-203-3683 (Arbeit) oder 07664-6679 (abends) oder E-Mail: albert.reif@blnn.de

 

Exkursion des Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz  

Kaiserstuhl

Samstag, 09. Juni 2012:

Halbtagsexkursion in den Kaiserstuhl: Pulverbuck/ Oberbergen und ins NSG Ebnet/ Achkarren. Am Pulverbuck besitzt der BLNN zwei Terrassen mit Magerwiesen. Der extrem artenreiche Halbtrockenrasen mit vielen Raritäten lohnt auf jeden Fall einen Besuch, mit Magerrasen, Säumen und zumindest 2011 einem Brutplatz des Wiedehopf.
Anschließend besuchen wir das NSG Ebnet bei Bickensohl, wo artenreiche Halbtrockenrasen mit Limodorum abortivum und Ophrys insectifera überraschen.

Treffpunkt: "P&R-Parkplatz Padua-Allee" in FR-West, 12 h. Dort Bildung von Fahrgemeinschaften, bitte Fahrzeug mitbringen.

Leitung und Anmeldung: Bernd Künemund: bernd.kuenemund@web.de 0176 47030846

 

Hochschwarzwald

Sonntag, 01. Juli 2012:

Wanderung im Hochschwarzwald vom Caritasheim am Feldberg in das Hintere Menzenschwander Albtal und Krunkelbachtal. Themen: Kulturlandschaft im Hochschwarzwald, Durchgängigkeit von Fließgewässern, Offenhaltung von Weidbergen.

Treffpunkt: 07 h 45 Wiehre Bahnhof in Freiburg; Abfahrt 8 h15 mit Bahn und Bus zum Caritasheim am Feldberg (falls keine Regiokarte Bildung von Fahrgemeinschaften mit Baden-Württemberg-Ticket), Rückkehr 17.45h (16h30 ab Caritasheim) Reine Wanderzeit ca 4 h; Rucksackverpflegung und wetterfeste Ausrüstung.

Leitung und Anmeldung: Regina Ostermann und Norbert Dreher; Anmeldung: Regina Ostermann, Rheinstraße 36, 77974 Meißenheim, Tel. 07824-661381 (AB) oder regina.ostermann@blnn.de

 

 

Gewesen, Vortragsreiche im WS 2011/2012: Naturschutz in Südbaden

Naturschutz in Südbaden

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 11/12 in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg im Hörsaal des Instituts für Biologie I (Zoologie), Hauptstraße 1, Freiburg; sowie zwei Sondertermine in Ebringen und Ihringen.


Mittwoch, 26.10., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Ludwig Trepl

Geschichte der Ökologie und des Naturschutzes

Den Zusammenhang von Ökologie und Naturschutz sieht man im allgemeinen so: Nachdem die Ökologie neue Erkenntnisse über die Natur gewonnen hatte, entstand der Naturschutz aus einer Einsicht über die erkannten Zusammenhänge heraus. Tatsächlich entstand er aber nicht als „angewandte Ökologie“, sondern als Teil des Heimatschutzes. Es ging nicht um Umweltschutz und Naturressourcen, sondern um eine kulturelle Aufgabe. Naturschutz kann auch deshalb nicht einfach „angewandte Ökologie“ sein, weil diejenigen ökologischen Fragen, die für den Naturschutz besonders wichtig sind, in der Ökologie durch ihre ganze Geschichte hindurch höchst umstritten waren und sind.

Weiterführende Informationen

Mittwoch, 09.11., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Thomas Breunig

Baden-Württembergs Flora im Wandel – Kenntnisstand, Ursachen und Möglichkeiten eines Monitorings

Intensivstudium

Die Flora Baden-Württembergs hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert: Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens), Klebalant (Dittrichia graveolens), Indische Scheinerdbeere (Duchesnea indica) und Dänisches Löffelkraut (Cochlearia danica) haben das Land erobert; das Mexikanische Berufkraut (Erigeron karvinskianus) hat den Sprung über die Alpen geschafft und wächst nun auch am Bodensee, das ausgestorben geglaubte Nagelkraut (Polycarpon tetraphyllum) taucht in immer mehr Städten auf. Andererseits sind viele Ackerwildkräuter extrem selten geworden und manche Arten des Extensivgrünlands sind regional verschwunden wie zum Beispiel die Arnika (Arnica montana) im Odenwald.

Amaranthus deflexus

Wie genau kennen wir den Umfang dieser Veränderungen und was sind die Gründe dafür? Handelt es sich in allen Fällen tatsächlich um Arealveränderungen oder bei manchen Arten nur um einen veränderten Kenntnisstand? Und wie können wir mit reproduzierbaren Methoden den Zustand der heimischen Pflanzenwelt dokumentieren, um diese Fragen zukünftig besser beantworten zu können?


Sonntag, 20.11., 16 h, Oberes Foyer der Schönberghalle (Schulstr. 8) in Ebringen

Dipl.-Forstwirtin Tina Attinger, Prof. Dr. Albert Reif

Historische Waldnutzung und heutige Landschaft am Schönberg bei Freiburg

Mittwoch, 23.11., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Axel Mayer

Flächenverbrauch, Zersiedelung und „Verscheußlichung“ am Oberrhein

Herbholzheim

Das „Paradies am Oberrhein“, das Elsass, die Nordschweiz und Südbaden, die reiche, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft...
Wer kennt sie nicht, die Buchtitel, Postkarten, die Bildbände und Kalender, die eine der schönsten und vielfältigsten Landschaften Europas beschreiben: Den Schwarzwald und die Vogesen mit Reben und Tannen, den Naturgarten Kaiserstuhl, den Breisgau, die sonnenverwöhnte "Toskana Deutschlands", der Sundgau, das elsässische Ried... Und doch gibt es auch massive Gefährdungen dieser Landschaft.

Während die Bevölkerung im Bundesgebiet abnimmt, boomt der Flächenverbrauch in Südbaden und insbesondere in der Rheinebene zumindest noch für einige Jahre. Flächen sparen wollen zwischenzeitlich die Politiker aller Parteien, doch die Realität sieht noch anders aus. Städte, Dörfer, Straßen und Einkaufsmärkte wuchern ins Gelände und entlang der Vorbergzone wachsen die Gemeinden zu einem hässlichen Siedlungsbrei zusammen. Die wenigen, erhalten gebliebenen historischen Altstädte und die restlichen Naturschutzgebiete am Oberrhein verbindet eines: Sie sind zunehmend Inseln in einem Meer von Scheußlichkeit. Die Lebensqualität im zunehmend verbauten und verlärmten Transitland Oberrhein nimmt ab.
BUND-Geschäftsführer Axel Mayer wird in einem kurzen Vortrag die Probleme des Flächenverbrauchs und der Zersiedelung aufzeigen und Alternativen zu dieser Entwicklung mit dem Publikum diskutieren.

Flachwassertümpel
Anlage von Flachwassertümpeln in Kiesgruben - davon profitieren Kreuzkröte und Unke


Schutzprogramm für die Kreuzotter im Schwarzwald

Mittwoch, 7.12., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr.1

Klemens Fritz

Amphibien und Reptilien - Gefährdungen und Schutzmaßnahmen

Amphibien und Reptilien gehören zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen. Im Vortrag werden Rückgangsursachen und Gefährdungen ausgewählter Arten aufgezeigt und Maßnahmen vorgestellt, die in den vergangenen Jahren zum Schutz dieser Tiere im südbadischen Raum umgesetzt wurden.

Gruenlandvernässung
Vernässung von Grünland/Schaffung von Flachwasserbereichen Biotopverbesserung für den Laubfrosch

Mittwoch, 14.12., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Helmut Opitz

Gefährdung und Schutz der Avifauna von Südbaden

Im Mittelpunkt des Vortrags werden folgende Fragestellungen stehen:
Welche Veränderungen in der Avifauna hat es in den letzten 50 Jahren gegeben? Welche Arten sind verschwunden, welche neu dazugekommen? Welche Arten der Roten Liste Deutschlands, welche für den Vogelschutz prioritären Arten kommen in der Region vor, für welche haben wir eine besondere Verantwortung? Wie ist die Situation der Vögel in der Agrarlandschaft und dabei insbesondere die der Wiesenbrüter? Haben z.B. Großer Brachvogel und Kiebitz eine Überlebenschance? Bei allen angesprochenen Arten werden bestehende und potentielle Schutzbemühungen aufgezeigt. Mögliche Auswirkungen des Klimawandels werden diskutiert. Schwerpunkte des Vortrags werden die Vorkommen am Oberrhein und im Schwarzwald sein,während von der Baar und vom westlichen Bodenseegebiet nur die wichtigsten erwähnt werden.


HinterwälderHinterwälder bei Präg

Genista sagittalisFlügelginster (Genista sagittalis)

Ausdauernder Lein (Linum perenne)

 

Mittwoch, 18.1., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Angelika Schwabe-Kratochwil

Bedeutung der Beweidung für den Naturschutz

Viele unserer Kulturlandschaften, die hohe Pflanzen- und Tierartendiversität aufweisen und „hot spots“ dieser Diversität darstellen, verdanken ihre Existenz und die Bewahrung hoher Diversität extensiven Beweidungssystemen. Dazu gehören z. B. die Extensiv-Weidfelder des Schwarzwaldes und der Vogesen, die Halbtrockenrasen-Landschaften z. B. der Juragebirge, aber auch hoch gefährdete Trocken-Pionierfluren und -Rasen auf basenreichen Sanden z. B. in der nördlichen Oberrheinebene. Bei fehlender Pflege setzen Sukzessionsprozesse ein, deren Geschwindigkeit im Vortrag aufgezeigt wird.

Der Vortrag widmet sich vor allem Prozessen, die durch Beweidung ermöglicht werden, vor allem am Beispiel von Schafbeweidung (z. T. auch Eselbeweidung) in der nördlichen Oberrheinebene, aber auch der Rinderbeweidung im Schwarzwald. Solche Effekte sind z.B.: Reduktion konkurrenzkräftiger Grasartiger (Süßgräser, Seggen) durch Beweidung und Förderung konkurrenzschwacher gefährteter Pflanzenarten, Ausbreitung von Samen und Früchten gefährdeter Pflanzenarten im Fell und Magen-Darm-Trakt und anschließende Etablierung. Letzteres konnte im Falle von Schafbeweidung fragmentierter Flächen untersucht werden. Besonders eindrucksvoll ist die Enstehung sehr spezifischer, kulturhistorisch gewachsener Vegetationsmosaike z. B. im Schwarzwald, die ihre Existenz extensiver Beweidung verdanken. Ein neuer Ansatz ist, in fragmentierten Gebieten die schutzwürdigen Flächen durch Restitution (Restauration) wieder zu vergrößern, um gefährdeten Pflanzen- und Tierarten den Aufbau größerer Populationen zu ermöglichen. Auch hier spielt Beweidung eine zentrale Rolle für das Langzeit-Management.

Schließlich geht es auch um Fragen der Vereinbarkeit von Naturschutz und agrarökologischen sowie ökonomischen Aspekten. Dies kann am Beispiel von einem Schaf-Weidesystem in der nördlichen Oberrheinebene aufgezeigt werden.

Insgesamt ergibt sich ein differenziertes Bild der Beweidungseffekte, das stark abhängig ist vom jeweiligen Ökosystem-Typ.

Schahfherde am Oberrhein

Süß, K., Storm, C. Schwabe, A. (2011): Ried und Sand: Biotopverbund und Restitution durch extensive Landbewirtschaftung. Naturschutz und Biologische Vielfalt 110. 1-342. Bundesamt für Naturschutz. Bonn-Bad Godesberg. Bezug über BFN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag 48084 Münster Tel. 0 25 01/ 8 01 24 82

Weiterführendes Link


Freitag, 20.1., 19 bis 21 Uhr 30, Ratssaal (Bachenstraße 42) in Ihringen

Prof. Dr. Andreas Lechner

Das Wasenweiler Ried am Fuße des Kaiserstuhls - ein Archiv der Landschaftsgeschichte von überregionaler Bedeutung

 

Peter Lutz, Landesnaturschutzverband

Das Wasenweiler Ried und seine Bedeutung für den Naturschutz

Das Wasenweiler Ried zwischen Wasenweiler und Gottenheim ist das letzte noch intakte, größere Niedermoor der Oberrheinebene. Das über 100 ha große, von einem Grabensystem durchzogene Gebiet mit nassen Seggenwiesen und strukturreichem Feuchtwald ist ein außergewöhnlicher Lebensraum mit zahlreichen Feuchtgebietsarten, die sonst nirgendwo im Breisgau zu finden sind.
Die Planungen zum Weiterbau der B 31 von Gottenheim nach Breisach gefährden allerdings das Wasenweiler Rieds sehr, da die Straße mitten durch das Zentrum geführt werden soll.
Peter Lutz stellt in seinem Vortrag im Naturzentrum Kaiserstuhl des Schwarzwaldvereins in Ihringen die Flora und Fauna des Rieds vor und berichtet über die bisherigen Schutzbemühungen des Landesnaturschutzverbandes, Arbeitskreis Freiburg.

Mittwoch, 1.2., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Volkmar Wirth

Indikator Flechte - Naturschutz aus der Flechtenperspektive

Cladonia rangiferina

Flechten haben eine andere Konstitution und Lebensweise als Blütenpflanzen und ermöglichen daher oft eine erweiterte Beurteilung der ökologischen Gegebenheiten. Ein Natur- und Biotopschutz, der anstrebt, die in unserer Umwelt vorhandene Vielfalt an Arten und Standortqualitäten möglichst umfassend zu repräsentieren, sollte Flechten nicht außer Acht lassen. Der Vortrag zeigt, dass auch ohne spezielle Artenkenntnis wichtige Flechtenhabitate erkannt und gesichert werden können. Darüber hinaus vermitteln die Bilder einen Eindruck von der Attraktivität vieler Arten.


Mittwoch, 15.2., 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30 HS Zoologie, Hauptstr. 1

Prof. Dr. Werner Konold

Die Zukunft südwestdeutscher Kulturlandschaften zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Seminar "Vegetationsstudien in Südamerika"

Ökologie und Dynamik von Wäldern in Südamerika

Mittwoch, 25.1.2012, 14 – 18 h, Universität Freiburg, Herderbau, Tennenbacher Str. 4, R 400 (4. Stock)

Halbtägiges Seminar, in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg und dem Badischer Landesverein

14 h 15 – 15 h:

Dr. Rainer Zimmermann, Universität Hohenheim

Ökologie extrem saisonaler Trockenwälder in Peru

15 h – 15 h 30

Osvaldo Vidal

Landschaft und Vegetation im Nationalpark „Torres del Paine“ (Chile) und ihre Gefährdung

15 h 30 – 16 h

Juan Carlos Montero

Standorte und Vegetation der Auen des Rio Negro, eines Schwarzwasserflusses in Brasilien

16 h – 16 h 30
Kaffeepause

16 h 30 – 17 h

Jan Bannister

Möglichkeiten der Restoration von Pilgerodendron uviferum-Wäldern auf der Insel Chiloe, Chile

17 h – 17 h 30:

Rodrigo Vargas

Gefährdung der endemischen „Myrtisilva“-Wälder durch invasive Pflanzenarten auf der Robinson Crusoe-Insel, Chile

17 h 30 – 18 h:

Cristabel Duran

Regeneration durch Lückendynamik in Nebelwäldern der Sierra de Lema, Venezuela

 
Sonntag, 15. Mai 2011

Der Hartmannsweilerkopf - eine militärhistorisch-geobotanische Erkundung (Elsass/Vogesen).

  Gemeinschaftsexkursion mit dem Alemannischen Institut und der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg.
Der Hartmannsweilerkopf – von den Soldaten Menschenfresser bzw. mangeur d’hommes bezeichnet - war im Ersten Weltkrieg wegen seiner strategisch günstigen Lage zwischen Deutschen und Franzosen erbittert umkämpft. Ein im Aufbau befindliches Museum, ein Soldatenfriedhof sowie zahllose Kriegsrelikte wie Schützengräben und Unterstände zeugen von dieser blutigen Auseinandersetzung, die einen in der oberen Region vollständig entwaldeten Berg hinterließ. Die heutigen Wälder sind das Ergebnis einer über 80jährigen ungestörten Waldsukzession. Es zeigt sich, dass auch nach 80 Jahren ungestörter Entwicklung immer noch Pionierwälder vorherrschen (Salweide, Esche, Ahorn, Vogel-, Mehlbeere, Hasel), die Buche und Tanne noch nicht einwandern konnten.
Leitung: Karlheinz Deisenroth und Dr. Regina Ostermann.
Ausrüstung: Rucksackverpflegung, Trittsicherheit, Nässeschutz, Wanderstock und Taschenlampe

Kosten : Mitglieder BLNN: 5 €, Nichtmitglieder 10 €

Treffpunkt/ Zeitraum: 9.00 h P&R-Parkplatz Padua-Allee, dort Bildung von Fahrgemeinschaften, 2. Treffpunkt: 09.45 h im Abri mémorial, Uffholtz. Ca 5 h Wanderzeit, Getränkeversorgung bei der Rast möglich. Rückkehr gegen 19.00h

Info und Anmeldung bei R. Ostermann, regina.ostermann(a)blnn.de,
Tel. O7824-661381
 

2. - 5. Juni 2011

Exkursion in den südwestlichen Schweizer Jura.

  Wälder der Montanstufe auf Kalk: Tannen-Buchenwälder, Kiefernwälder, Schluchtwälder im Schweizer Jura. Übernachtung im südlichen Schweizer Jura in einer einfachen Hütte am Lac de Joux, am Fuß des Mt. Risoux nahe der französischen Grenze. Details der Exkursion (zusammen mit Forst-Studierenden):
Do 2.6. Anreise von FR zur Areuse-Schlucht (bei schlechtem Wetter) oder zum Creux du Van (bei gutem Wetter), Rundwanderung 10.00 - 15.00h, danach Fahrt über Couvet (Plenterwald 1-2 h) zum Quartier.

Fr 3.6. Einführung in die Landschaft und ihre Nutzung am Lac de Joux.
Sa 4.6. Fauna und Flora, Natur-und Landschaftsschutz (Moore, Grünland, Wälder; Auerwild-Lebensraum).

So 5.6. Fahrt über die Grenze nach Frankreich zum Mont d'Or, Panorama-Abschlusstour (Wald- Weide, Tourismus, Naturschutz) mit Abschluss-Einkehr in einer Almwirtschaft. Ca. 14:00h Rückfahrt.

Leitung: Dr. Gerrit Müller, Bernd Künemund, Dr. Roland Keller (Lausanne).
Treffpunkt 2.6., 7 h, zur Abfahrt Straßenbahn-Endhaltestelle (P+R-Parkplatz) Haid (= Munzinger Strasse). Fahrt mit Fahrgemeinschaften.

Info und Anmeldung bei Albert Reif, albert.reif(a)waldbau.uni-freiburg.de.
Tel. O761-203-3683 (tagsüber) oder O7664-6679 (abends).
Separate Anmeldung im Waldbau-Institut und Anzahlung von 40 € bis zum 10.5. erforderlich (3 Übernachtungen).
 

Sonntag, 19. Juni 2011

Auf eiszeitlichen Spuren beim Lac des Truites und Lac Vert, Vogesen/Elsass.

  Gemeinschaftsexkursion mit der Société d’Histoire Naturelle de Colmar und dem Alemannischen Institut Freiburg.
Der nord-süd-orientierte Vogesenhauptkamm bildet die erste Barriere für atlantische Winde. Während der Eiszeiten spielte er für die Vereisung eine bedeutende Rolle und zog die Bildung kleiner Gletscher nach sich. Trotz der 10.000 Jahre, die seit dem Ende der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit, vergangen sind, erhielt sich die Morphologie. Beispielhaft erkunden wir am Lac des Truites und am Lac Vert typische Spuren glazialer Morphologie: Kare, Rundhöcker, Gletscherschliffe, Moore ... Ggf. Aufstieg zur Crête, Gesamtblick auf die eiszeitlichen Spuren.
Rundweg auf leichtem Pfad, aber in Hochlage.

Leitung : Martial Boutantin/ SNHC.
Ausrüstung : Rucksackverpflegung. Regen- und Sonnenschutz, gutes Schuhwerk.
Treffpunkt: 1. Treffpunkt: 7.45 h P&R-Parkplatz Padua-Allee zur Bildung von Fahrgemeinschaften; Zwischenstopp 8.30 h Ingersheim vor dem Rathaus; 2. Treffpunkt um 9.30 h auf dem Col du Wettstein.

Info und Anmeldung , bei R. Ostermann, regina.ostermann@blnn.de, O7824-661381
 

Mittwoch, 22.6. bis
Samstag, 25.6.

Exkursion in die Voralpen und Alpen der Schweiz.

  Details der Exkursion (zusammen mit Forst-Studierenden):
23.6.: Schluchten, Felsen 1640-1760 m NN u.a. mit Rhamnus pumila, Primula auricula; Grünerlengebüsch und subalpine Rasen am Grat. Weg von Curtillet nach Vanil de l’Ecri, in 2000 bis 2300 m NN alpine Kalkrasen und Felsvegetation; Abstieg zum Karsee. Bei Bounavalette Blockhalden und Schluchtwald.
24.6.: Bounavaux, Weg nach Tsermon: 1640 – 1700 m südwestliche Hänge mit Narcissus poeticus/radiiflorus, Lawinenbahnen mit Serratula tinctoria ssp. macrocephala. Schäferei und Schafbeweidung. 1900-1940 m - alpine Rasen mit Edelweiss und Oxytropis campestris. Borstgrasrasen.
25.6.: Vormittags Programm unterwegs, mittags Rückreise.
Leitung: Dr. Roland Keller und Prof. Dr. Albert Reif
Ausrüstung : Rucksackverpflegung (jeweils Mittags). Regen- und Sonnenschutz, gutes Schuhwerk

Treffpunkt: Abfahrt am 22..6. um 13 h, Herderbau, Tennenbacher Str. 4, Freiburg.

Info und Anmeldung bei Albert Reif, albert.reif(a)waldbau.uni-freiburg.de.
O761-203-3683 (tagsüber) oder O7664-6679 (abends). Separate Anmeldung im Waldbau-Institut und Anzahlung von 30 € (ÜF, Fahrt) bis zum 10.5. erforderlich (3 Übernachtungen á 19 SF). Übernachtung in der relativ einfachen Hütte Bounavaux, zu der man vom Parkplatz aus etwa 1 h hoch laufen muss (und die Verpflegung mitnehmen muss !!!)!

Info unter http://www.cas-gruyere.ch/cabanes/bounavaux.htm
 

01.07. sowie
02.07.2011

Der Rhein-Marne-Kanal von Straßburg zum Stockweiher - Reihe "L'Alsace Inconnue".

 

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Alemannischen Institut Freiburg
und Waldhof e.V.
Einführungsvortrag am Freitag, Busexkursion am Samstag mit Wanderung
(ca. 4 km).

Der Rhein-Marne-Kanal, einer der landschaftlich schönsten und technisch interessantesten, der bei Zabern/Saverne die Vogesen überwindet, wurde zwischen 1838 und 1853 als Verbindung zwischen dem Rhein bei Straßburg und Paris erbaut. Ziel der Erkundung ist der östliche Abschnitt bis Réchicourt. Bei Arzviller geht es merklich bergan. Ein Schiffshebewerk ersetzt hier 17 Schleusen. In einem Trog überwinden die Flussfahrzeuge einen Höhenunterschied von 44,55 m. Danach verschwindet der Kanal im Tunnel von Niderviller. Auf der Lothringer Hochebene liegen die halbkünstlichen Seen, aus denen der Kanal gespeist wird. Auf der Exkursion wandern wir 4 km entlang der Ancienne Echelle d’Ecluses durch das Teigelbach-Tal mit den 17 alten Schleusen, die seit dem Bau des Plan Incliné 1964 bis 1969 nicht mehr genutzt werden.

Leitung: Renate Liessem-Breinlinger, Freiburg
Beginn Freitag: 18.00 h mit Vortrag in der Bibliothek des Alemannischen Instituts, Bertoldstr. 45 (Hinterhaus)
Treffpunkt + Beginn Samstag: 8.30 h Abfahrt mit Omnibus ab Konzerthaus Freiburg - Rückkehr ca. 19 Uhr, Wanderausrüstung + Rucksackverpflegung
Kosten: Teilnahme, Fahrt, Eintritt: 56,- €, kostenfreie Abmeldung bis 10. Juni

Info und Anmeldung : Alemannisches Institut Freiburg, info@alemannisches-institut.de, O761-15O6757O

Gewesen im WS 2010/2011: DIE ALPEN IM WANDEL

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Naturkunde und Naturschutz“ im WS 10/11 in Kooperation mit dem Naturmuseum Freiburg und der Universität Freiburg:
Vorträge jeweils 20 Uhr c.t. bis 21 Uhr 30, Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I, Hauptstr.1 Freiburg (während der Zeit der Baustelle Habsburger Strasse zu erreichen mit der Buslinie 28 ab Bertoldsbrunnen, Theater, Fahnenbergplatz oder Siegesdenkmal bis Hauptstraße / Botanischer Garten).


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Mittwoch, 27.10.2010
Prof. Dr. Thomas Kenkmann, Freiburg:

Die Entstehung der Alpen

 Mittwoch, 10.11.2010

„Der gefesselte Strom“
Filmdokumentation über den Alpenrhein, mit Computer-Animationen der Urgeschichte, seltenem Archivmaterial, Experteninterviews zum heutigen Zustand des Rheins und einem visionären Blick in die Zukunft. Herausgeber ist die „Internationale Regierungskommission
Alpenrhein“.

Mittwoch, 24.11.2010
Dr. Benno Furrer, Zug/CH:

Baukultur in den Schweizer Alpen - zwischen Tradition und Moderne

In der unterschiedlichen Topographie der Schweizer Alpen entstand im Laufe der Zeit ein ebenso abwechslungsreiches wie vielgestaltiges Gefüge von bäuerlichen Bewirtschaftungssystemen. Im alpinen Mehrstufenbetrieben zwischen Tal, Maiensäss und Alp sind die Wohn- und Ökonomiebauten in ihrer Formenvielfalt Ausdruck für ein bäuerliches Wirtschaften, das Risiken und Nutzung gut abzuwägen verstand. Gegenüber Einflüssen aus Solddienst und Fernhandel blieb die Baukultur lange Zeit erstaunlich resistent. Nach Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich einzelne Talschaften dank Strassen- und Bahnbau sowie Kraftwerkanlagen tiefgreifend verändert. Heute liefern international renommierte Architekten Beispiele, wie zeitgemäße ländliche Bauten entstehen können, ohne die kulturelle Vielgestaltigkeit zu negieren.

Mittwoch, 01.12.2010
Prof. Dr. Martin Funk, ETH Zürich:

Die Gletscher der Alpen und ihre Veränderungen

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