Vorträge des Freiburger Entomologischen Arbeitskreises
2011 - 2012

Die Vorträge beginnen jeweils 20.00 Uhr s.t.
im Zoologischen Institut der Uni Freiburg, Hauptstraße 1,
Großer Hörsaal im 1. OG
(Ausnahme: 20.01.2012)
Wir bitten um pünktliches Eintreffen, da der Haupteingang kurz nach 20.00 Uhr geschlossen werden muss.

                      Gäste sind stets willkommen!

Erwünscht sind an den Abenden auch Kurzberichte und Hinweise auf interessante
Funde oder Zuchtergebnisse, neue Literatur, Erfahrungen mit Fangmethoden usw.
 


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14.10.2011     

Untersuchungen an Ameisen im südostasiatischen tropischen Regenwald
Dr. Klaus Dumpert, Freiburg-Tiengen

Ameisen stellen in tropischen Regenwäldern die Tiergruppe dar, die alle anderen in Bezug auf Artenvielfalt und Biomasse übertrifft. Diese Stellung erreichen sie vor allem durch ihr vielfältiges Sozialleben. Wie sich die Arten gegen andere, ebenfalls sozial und damit in Konkurrenz lebende Ameisenarten durchsetzen und womit sie Erfolg haben, ist das Ziel von Untersuchungen, die unter der Überschrift Verhaltensökologie sozialer Insekten von der Arbeitsgruppe um Prof. Maschwitz in Frankfurt über viele Jahre in südostasiatischen Regenwäldern durchgeführt und von der DFG finanziert wurden.
Im Vortrag werden wichtige Strategien der Ameisen dargestellt, die im Rahmen des Projekts während einer Vielzahl von Forschungsreisen nach Malaysia und Thailand erkannt wurden.
 

11. 11.2011 Jean-Henri Fabre: Film und Lesung zur Erinnerung an den legendären Insektenforscher

Jahrzehntelang widmete sich J.-H. Fabre (1823 – 1915) der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in Ihrem Lebensraum. Dabei gelangen ihm literarische Gattungsbiographien, die zu den schönsten und einfühlsamsten, aber auch genauesten Tierbeobachtungen zählen, die je geschrieben wurden.
Der Film „L’Harmas – Das Brachland“ (2010, 45 min.) begleitet die neue, erstmals vollständige Übersetzung von Fabres Werken und führt in dessen Leben und Welt ein. Kera Kreiling und Christian Hanner werden anschließend Auszüge aus der neuen Übersetzung von Friedrich Koch lesen.
 
09.12.2011

Statt des ursprünglich angekündigten Vortrags von Dr. Thomas Schmitt über chemische Mimikry der Goldwespen, der wegen Verhinderung des Referenten ausfallen muss, haben wir kurzfristig den folgenden Vortrag in unser Programm aufgenommen.Stand 07.12.11;K.Rennwald)

Totengräber: Bekanntes und Unbekanntes von einem uns allen vertrauten Käfer
Prof. Dr. Josef K. Müller, Freiburg

Vermutlich jedem, der auch nur ein klein wenig an der Natur und an den Lebewesen interessiert ist, kennt die Totengräber, Käfer die berühmt sind wegen ihrer hochentwickelten Brutpflege, bei der sich Männchen und Weibchen beteiligen. Man denkt sich dabei, und so steht es auch in allen Büchern, dass die Tiere nach vielleicht einer kurzen Auseinandersetzung mehr oder weniger friedlich zusammenarbeiten, tote Tiere eingraben und daran ihre Jungen aufziehen.

Genauere Untersuchungen an den Tieren zeigen, dass das Verhalten der Tiere sehr viel komplexer ist und dass sie eine Menge biologisch hoch spannende Phänomene zeigen. Bei den Tieren gibt es Streit, Zwietracht und Betrug auch zwischen den Partnern, aber auch friedliche Kooperation und gegenseitige Unterstützung zwischen Fremden.
Was wir in den letzten Jahren auch herausgefunden haben, zeigt, dass die Totengräber bei ihrer Fortpflanzung sich wie eine heutige moderne Patchwork Familie mit vielen Vätern und Müttern verhalten, in manchen brenzligen Situationen aber ihre Partner sogar individuell erkennen.


20.01.2012 Entomologischer Jahresrückblick 2011 mit Kurzbeiträgen
Es soll über entomologische Beobachtungen und Eindrücke aus dem zurückliegenden Jahr in Kurzreferaten von jeweils max. 10 Minuten Dauer berichtet werden. Wer entsprechende Beobachtungen Stand 7.Oktober 2011 Seite 2 von 3 mitteilen will, möge sich bitte an die Kontaktpersonen wenden. Die Themen werden kurzfristig zusammengestellt und rechtzeitig über die Webseiten mitgeteilt.
Achtung: diese Veranstaltung findet ausnahmsweise im Seminarraum 1048 im 1. OG des Zoologischen Institutes statt!
 
10.02.2012 Hotel "PILZ" - Baumpilze und ihre Bewohner
Armin Coray, Basel

Baumpilze leisten einen unverzichtbaren Beitrag im Haushalt der Natur: Über ein Drittel unserer einheimischen Großpilze ist dabei an der Zersetzung von Holz beteiligt. Die Fruchtkörper, die dabei ausgebildet werden, dienen ihrerseits als Nahrung, Unterschlupf und Kinderstube einer Vielzahl von Kleinlebewesen, die eine faszinierende Lebensgemeinschaft bilden (inklusive spezialisierte Räuber und Parasitoiden). Der Vertrag bietet einen Einblick in diese wenig bekannte ökologische Nische.
 
09.03.2012 Neozoen in den Fließgewässern Baden-Württembergs - Überblick und Problematik
Wolfgang Pankow, Dogern

Durch verschiedene Faktoren, hauptsächlich aber durch die Verbindung bisher getrennter Flusssysteme durch Binnenwasserkanäle haben sich vor allem in den großen Gewässern Baden- Württembergs eine Anzahl neu eingewanderter Tierarten ausgebreitet, die z.T. erfolgreich einheimische Arten verdrängen. Die meisten dieser Arten sind Krebstiere, die zugleich einen sehr hohen Individuenbestand aufweisen. Über einige dieser Arten sowie über Invasionswege und Auswirkungen auf die ursprüngliche Gewässerfauna wird im Vortrag berichtet.
 
13.04.2012 Wanderungen in Südafrika
Dr. Frank Baum, Staufen

Südafrika hat für den Naturfreund viel zu bieten: an der Küste die prächtige Pflanzenwelt eines eigenen Florenreiches („Capensis“), zum Inland hin Trockengebiete mit zahlreichen sukkulenten Pflanzenarten – großartige Landschaften und überall kleinere und größere Schutzgebiete mit reicher Tierwelt.
Der Referent war 3 Wochen im südafrikanischen Frühling unterwegs und hat neben seinen Eindrücken auch Käfer und Bilder mitgebracht.
 
11.05.2012 Wanzen oder Heteropteren - eine Einführung
Dr. Christian Rieger, Nürtingen

Was kennzeichnet eine Wanze und was unterscheidet sie von anderen Insekten? Wie leben sie und wodurch geraten sie mit dem Menschen in Konflikt? Ist ihr schlechter Ruf als „Stinkwanzen“ berechtigt?
Nicht nur auf diese Fragen geht der Vortragende ein, er stellt die Wanzen auch als Insektengruppe mit der vielleicht größten Formenvielfalt vor. Auch über Neubürger unter ihnen wird berichtet.
 
08.06.2012 FREAK-Sitzung zu aktuellen Angelegenheiten
Ort nach Vereinbarung
 
   

Kontakt für eventuelle Rückfragen zum Programm:
Dr. Frank Baum, Weiherweg 13, 79219 Staufen, Tel.: 07633/6576, fr.baum(a)gmx.de
Wolfgang Pankow, Hauptstr. 22, 79804 Dogern, Tel. 07751/700714,  wolfgang.pankow(a)t-online.de
 
 
 


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